Wir alle haben Wünsche und daran ist nichts Verwerfliches. Allerdings gilt es einiges zu beachten, damit am Ende wirklich Glück und nicht Verzweiflung steht. Und dazu gehört auch, den Unterschied zwischen Wunsch und Sehnsucht zu erkennen.
Wunschlos glücklich mit Nebenwirkung
Lange Zeit war für mich das Bild des „wunschlos glücklich sein“ ein Leitmotiv für mich. Die Botschaft eines meiner spirituellen Lehrer war es, den Moment voll und ganz anzunehmen und kein weiteres Verlangen zu verspüren. Eine fiese Nebenwirkung des Mantras „Ich bin wunschlos glücklich“ ist allerdings Passivität. Auch ich bin kurzzeitig von dem Virus befallen gewesen, welches dazu führte, dass ich dachte, dass ich alles so annehmen muss, wie es ist; einfach nur das Schöne darin finden muss und wenn ich es nicht kann, bin ich schuld.
Bullshit bleibt Bullshit
Allerdings: Bullshit bleibt Bullshit, egal wie sehr ich mich bemühe, das Schöne darin zu sehen. Und es gibt einfach Momente, in denen ich nicht wunschlos bin – in einem kalten Hotelzimmer in den Bergen will ich einfach eine Heizung, Tee und eine dicke Decke – oder die ich nicht annehmen will – wenn ich das Gefühl habe nicht gut oder ehrlich behandelt zu werden. Und die beste Medizin gegen Passivität ist, mir darüber klar zu werden, was ich will. Und es dann aktiv in mein Leben zu holen.
An allererster Stelle steht dabei, dass du ehrlich zu dir bist. Und, dass du dir deine Wünsche ehrlich eingestehst. Und zwar ohne sie direkt in Kategorien von „guter Wunsch“ und „schlechter Wunsch“, also etwas Unangebrachtes, zu Großes oder zu Materielles einzuteilen. Dazu kann es helfen einfach mal alles aufzuschreiben. Wirklich alles.
Wenn das Sehnen zur Suche wird
Wenn du deine Wünsche klar hast, gilt es herauszufinden aus welcher Quelle sie kommen: Liebe oder Angst. Ein Wunsch ist ein Streben auf eine Veränderung der Realität oder das Erreichen eines Zieles für sich selbst. Er entsteht aus der Liebe für dich oder zu etwas. Er kann durch dich selbst beeinflusst und umgesetzt werden.
Sehnsucht dagegen ist ein Verlangen nach einer Sache oder einem Zustand, den man begehrt. Allerdings ist sie mit der Angstverbunden, es vielleicht nicht wirklich erreichen zu können. So wird das Sehnen zur Suche nach etwas im Außen und schafft so eine Abhängigkeit von Dingen, die nicht wirklich zu beeinflussen sind.
Wünsche verwandeln
Wenn du merkst, dass dein Wunsch also eigentlich eine Sehnsucht ist, dann kannst du gucken, wonach du eigentlich suchst. Auch hier gilt: Ehrlich währt am längsten. Der Ursprung einer Sehnsucht, kann nämlich in drei Schritten in einen Wunsch verwandelt werden.
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Nach was suchst du?
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Was steht dahinter? Wie willst du dich fühlen?
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Wie lautet der verwandelte Wunsch?
Beispiel: Ich will die neue Handtasche, damit mich die Mädels in der Clique akzeptieren. 1. Ich will dazugehören. 2. Ich möchte mich geliebt fühlen. 3. Ich wünsche mir Menschen und Situationen, mit und in denen ich Liebe spüre und mich geliebt fühle.
Freiheit durch Wunsch-Wechsel
Durch den Perspektiven-Wechsel kannst du nun aktiv an der Umsetzung deines Wunsches arbeiten. Du kannst Dinge tun, die das Gefühl jetzt schon hervorrufen und Situationen schaffen, die erfüllt sind von positiver Wunsch-Energie. So kann sich dein Wunsch wirklich erfüllen.
Mit jedem Tag haben wir die Chance mehr herauszufinden, was unser Herz strahlen lässt und auszuprobieren, was uns gefällt – oder eben auch nicht. Und damit einen Samen zu legen für die Wünsche, welche wachsen und sich verändern dürfen. Und dabei ist kein Wunsch zu groß oder zu verrückt, solange er dein Herz hüpfen lässt und aus Liebe zu dir selbst entsteht.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Wünschen.
Alles Liebe,

P.S. Ich werde den heutigen Vollmond mit seiner „Mehr von…“-Energy nutzen, um meinen Wünschen mit einer Zeremonie noch etwas mehr Rückenwind zu verleihen. Dazu schreibe ich sie auf kleine Zettel, verbrenne sie und übergebe sie so dem Universum. Gleichzeitig committe ich mich dazu jedem Wunsch eine kleine tägliche Aktion folgen zu lassen, um ihn so besser auf die Erde zu bringen.
Lange Zeit in meinem Leben dachte ich, dass ich nicht das Recht hätte mich an erste Stelle zu stellen, da dies ja absolut egoistisch wäre. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gut geht, wenn es allen gut geht. Und so hörte ich zu, dachte mit und voraus. Ich überlegte, was ich Anderen Gutes tun könnte,oder was ihr Leben leichter macht.
DAS LEBEN LEICHTER MACHEN
Das bedeutete auch, mich zurückzunehmen, manche Dinge eben nicht zu tun, da dies für Andere leichter zu ertragen war. Das Fatale war allerdings, dass ich mich damit selbst in eine Abhängigkeit begeben hatte. Ich hatte mein Glücklich sein abhängig gemacht von dem Zustand Anderer.
WIE DU ANDERE WIRKLICH LIEBST
Und da bemerkte ich, dass etwas nicht richtig war, an dem, wie ich mich selbst im Vergleich zu den Anderen behandelte. Ich erkannte: Um andere wirklich zu lieben, musst du zuerst dich selbst lieben. Aber: Bin ich dann nicht automatisch auch egoistisch? Und dann hörte ich den folgenden Satz:
Ein Egoist fragt sich nicht, ob er egoistisch ist.
Diese Erkenntnis befreite mich von vielem. Und seitdem folge ich 3 Schlüssel-Sätzen, die ich versuche in jedem Moment meines Lebens zu beherzen.
STELL DICH AN ERSTE STELLE
Kümmere dich immer zuerst um dich selbst. Sorge dafür, dass du voller Energie bist und stelle sicher, dass du auf allen Ebenen gut genährt bist und deine Bedürfnisse gestillt sind.
SELBSTLIEBE ALS SCHLÜSSEL
Sei ein Vorbild dafür, wie deine Mitmenschen dich behandeln sollen. Wenn du dich wie eine Königin behandelst, ist dies ein klares Signal an deine Umwelt. Du wirst feststellen, dass deine Umgebung beginnt dich anders wahrzunehmen und zu behandeln. Damit öffnest du die Tür für Liebe, Erfolg, Respekt und Glück.
EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN
Ehrlich vor allem zu mir, aber auch zu den Menschen um mich herum zu sein, ist absolut notwendig, um das eigene Glück zu erhalten. Denn Ehrlichkeit ist die Schwester von Authentizität. Das eine geht nicht ohne das andere. Und nur, wenn wir authentisch sind, können wir wirklich glücklich sein.
EIN AKT DER SELBSTLIEBE
Ich habe damals damit angefangen 21 Tage lang jeden Tag etwas für mich zu tun. Einen Akt der Selbstliebe, der mein Herz strahlen und meine Seele leuchten ließ. Das waren Dinge wie: in Pfützen springen, ein Facial bekommen, nicht zur Party zu gehen, eine Stunde Stille zu genießen, mir Blumen zu kaufen oder mir Zeit für ein gutes Buch zu nehmen, anstatt Fernsehen zu gucken. Probiere es einfach mal aus.
Passend zum Valentinstag lade ich dich ein, zu einem DATE MIT DIR. Einem Rendezvous mit dem wichtigsten Menschen in deinem Leben. Wenn du neugierig bist, dann schau doch mal vorbei.
Alles Liebe,
KAJA