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Meine ersten beruflichen Schritte bin ich noch in der Energie des Abhakens von Punkten auf dem klar vorgezeichneten Weg gegangen. Doch statt, dass mich jedes Häkchen näher an mein Glück herangeführt hätte, hatte ich eher das Gefühl, mich von ihm zu entfernen. Selbst mit dem Schritt in die Selbstständigkeit, von dem ich mir so viel erhofft hatte, befand ich mich noch im Abhak-Modus des patriarchalen Systems.

Erst als ich mich daraus löste und die Erkenntnis: »Ich funktioniere im System, aber das System funktioniert nicht für mich« habe sacken lassen, bin ich einen Schritt zur Seite getreten. Oder eher habe ich einen beherzten Sprung aus dem Hamsterrad gemacht. Erst damit konnte ich den Abstand gewinnen und die Liste loslassen, die mich angeblich irgendwo hinbringen sollte, das jedoch nie wirklich tat. Erst durch diesen Sprung kam ich in die Ruhe, aus dem ewigen Tun ins Sein.

Ich begann wieder zu atmen.

Ich brauchte damals eine ordentliche Portion Mut und noch heute spüre ich, dass die Reste meines inneren Patriarchat mich manchmal antreiben. Sobald ich merke, dass ich aus der Puste komme stoppe ich. Und ich erinnere mich an all die Frauen, die vor mir kamen und keine Atempause vom Patriarchat nehmen konnten. Ich spüre, wie ihre Energie noch in mir ist und Atemzug für Atemzug versuche ich sie gehen zu lassen. Denn ich habe heute das Privileg wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Und damit auch die Verantwortung ein neues System zu kreieren, für diejenigen die nach mir kommen.

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