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Passend zum 80. Geburtstag des Dalai Lama startet die #withcompassion – Kampagne, initiiert von den Friends of the Dalai Lama und supported unter Anderem von meiner Mentorin Gabby Bernstein, Rap-Legende Russell Simmons, und der großartigen Arianna Huffington. Aber: was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid?

Zunächst: wir werden oft zu Mitleid erzogen und verwechseln es mit Mitgefühl. Aber es gibt 3 grundlegende Unterschiede:

  1. Für den Gebenden

Empfindet jemand Mitleid hebt er die Grenze zwischen sich und der anderen Person auf. Er stellt eine emotionale Verbindung her, in der er sich empathisch dem Gefühl des Leidens hingibt. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Mit-Leidener.

Empfindet jemand Mitgefühl kann er die Lage des Anderen nachvollziehen und kann Anteil nehmen, ist aber nicht emotional mit ihm verbunden. Er ist ein liebevoller Beobachter.

  1. Für die Situation

Wenn jemand mitleidet ist er oftmals unfähig aktiv Hilfe zu leisten, da er ja selbst mitten im Leid steckt. Empfindet jemand Mitgefühl, fühlt er sich nicht hilflos. Es ist klar, dass das Leben des anderen in Not geraten ist, nicht das eigene Leben. So kann er überlegen, wie er seine Hilfe anbieten kann, um direkte Ergebnisse zu erzielen. Während Mitgefühl oftmals zu Passivität führt, erzeugt Mitgefühl Aktivität.

  1. Für den Empfangenden

Mitleid zu erhalten, bedeutet immer schwach und wehrlos zu sein. Egal, um welche Situation es sich handelt. Oftmals sind Bemitleidungen fehl am Platz, da selbst in dem Moment schwächere Personen auf Augenhöhe betrachtet werden möchten.
Mitgefühl dagegen ist hilfreich & unterstützen und führt meistens dazu, dass aktiv an der Veränderung der Ausgangsituation gearbeitet wird. Hilfe ist auf jede Art einzusetzen und kann schnell positive Auswirkungen mit sich bringen.

Ich weiß für mich: Falls ich in einer Situation bin, in der ich Hilfe brauche, wünsche ich mir kein Mitleid, sondern Mitgefühl und aktive Hilfe. Und habe deswegen auch für mich Mitleid aus meinem Emotionsschatz gestrichen und Mitgefühl dafür groß geschrieben.

„Mitgefühl und Liebe sind keine bloßen Luxusgüter.
Als die Quelle von innerem und äußerem Frieden,
sind sie grundlegend für das Überleben unserer Spezies.“

~S.H. der XIV Dalai Lama

Wie geht es dir? Kannst du dich gut abgrenzen? Fällt es dir leichter Mitgefühl zu geben oder Mitleid zu empfinden?

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