Wir befinden uns in einer besonderen Zeit. Überall auf der Welt erheben sich Menschen, um der Zerstörung der Natur und der Entweihung ihrer heiligen Stätten Einhalt zu gebieten. Und wer sich fragt: was hat das mit mir zu tun?, der sollte sich dringend diese Folge anhören. Denn sie führt uns zurück ins Jahr 772 und zu der Ursache dessen, was wir heute beobachten.

772 zerstörte Karl der Große die Heiligen Haine und die Irminsul, den heiligen Weltbaum meiner Vorfahren in Deutschland. 
Im Jahr 782 wurden 4.500 Menschen an einem Tag getötet, weil sie ihre Stammestraditionen beibehielten und der christlichen Lehre nicht folgten.
785 Karl der Große, der christliche Kaiser, zerstörte und sprengte Teile der heiligsten Stätte – die Externsteine. Widukind, der der weltliche und geistliche Führer war, gab nach, um sich taufen zu lassen, um sein Volk zu retten. Er wurde in einem Kloster eingesperrt und die Morde gingen weiter. Die Menschen wollten ihr Land und ihre Spiritualität nicht aufgeben.
797 nach langen Kämpfen und aggressiven Missionstätigkeiten wurden mehr als 10.000 Menschen umgesiedelt und mussten das Land, auf dem sie geboren wurden, verlassen, um sich woanders niederzulassen.
802 existierten die Stämme nicht mehr. Ihr spirituelles Erbe überlebte nur im Geheimen und ihre Traditionen wurden heimlich weitergegeben. 
Dies geschah innerhalb von nur 30 Jahren auf dem Land, das wir heute Deutschland nennen.

Der ehemalige heilige Ort ist heute ein Ort der Vergnügung, ein künstlicher See hält die Menschen davon ab, die heiligen Höhlen zu betreten, und ein ständig schreiender Lautsprecher zerstört bewusst die Stille und Heiligkeit. Ich gehe immer noch dorthin und verlasse mein Gebet. Ich weiß, dass andere es auch tun. Weil ich weiß, dass meine Vorfahren noch da sind.
Aber ich sehe auch, dass wir alle noch immer darunter leiden, auch wenn wir uns nicht daran erinnern.

Es ist schon einmal passiert und es wird wieder passieren. So wie es heute ist, genau jetzt. In Standing Rock, am Mauna Kea, in Ihumatao. Ich ehre die Krieger, die für ihr heiliges Land kämpfen. Ich stehe in Solidarität mit ihnen allen – zusammen mit meinen Vorfahren. Wir erinnern uns vielleicht nicht mehr, aber unsere Seele schon. 
Gemeinsam können wir die immer wiederkehrenden Fehler und die Brutalität der Geschichte stoppen. Es ist an der Zeit, sich daran zu erinnern, wer wir wirklich sind.

Was kannst du tun? Teilen, Bewusstsein schaffen, spenden und Ihre Stimme erheben!
Und dich daran erinnern, wer du wirkich bist und wer deine Vorfahren waren.