Spirituelle Positivität ist die Schwester von „spiritual Bypassing“ – beide haben gerne eine gute Zeit und lieben Licht und Leichtigkeit. Was sie jedoch nicht mögen sind die Momente in denen es manchmal dreckig wird und wo wir hüfttief im emotionalen Schlamm stecken. Was die Konsequenz von spiritueller Positivität ist und warum sie eine tief patriarchale Struktur füttert und warum es so wichtig ist auch mal negativ zu sein.

Wenn wir immer nur Licht und Liebe wollen und Angst und Wut die Tür vor der Nase zuknallen, dann haben wir ein Problem. Denn Angst und Wut gehen nicht weg, im Zweifel bringen die auch noch ihre Freunde mit und campen einfach vor unserer Tür. Spirituelle Positivität führt dazu, dass diese ungeliebten Gefühle und Emotionen zur Seite gedrängt werden und wir uns nicht die Zeit nehmen ihnen zuzuhören. Dabei haben sie oft die spannenderen Geschichten zu erzählen.