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Ich bin vor fünf Tagen aus den USA in Hamburg angekommen. Und auch wenn andere schneller sind, erst jetzt bin ich wirklich da. Früher habe ich mich allzu oft dem vorgegebenen vermeintlichem Rhythmus der Gesellschaft angepasst. Dem, von dem uns Glauben gemacht wird, dass es auch der unsrige sei. Lange bin ich dem gefolgt, bis ich irgendwo auf der Strecke zwischen Albanien und Frankreich merkte: Ich spüre meinen Körper nicht mehr. Das war in meinem einzigen und letzten Fulltime-Job, bei dem ich teilweise vier Länder in einer Woche bereiste. Da saß ich nun und musste mit Erschrecken feststellen, dass ich gar nicht mehr sagen konnte, wann ich wirklich hungrig war oder wann ich wirklich müde war, da ich mich an dieses unterschwellige Gefühl von Erschöpfung gewöhnt hatte.

Mir wurde schnell klar, dass der einzige Weg raus der Weg durch ist. Es gibt eine Methode: „Check in to check out“ – diese wird oft in Gruppen-Settings benutzt, bevor sich alle aus der Gruppe verabschieden. Typischerweise nach emotionalen Arbeiten, Aufstellungsarbeit oder ähnlichem. Diese ganz einfache, doch richtig wirkungsvolle Methode hat mir geholfen, mich wiederzufinden. Mittlerweile checke ich nach jeder größeren und auch manchmal kleineren Situation oder nach Erlebnissen ein. So habe ich meinen Rhythmus wiedergefunden. Und finde ihn erneut, wenn ich mal wieder im Strudel von höher – schneller – weiter mitgerissen wurde.

Ich bin mittlerweile ein Fan von tiefer, langsamer und nachhaltiger – von präsent sein. Hier teile ich mit dir wie „Check in to check out“ funktioniert und wie es passieren kann, dass wir uns alle von unserem eigentlichen Rhythmus entfernen.

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