Es geht weiter mit den Raunächten.
Wann fangen denn nun die Raunächte an? Wir sprachen schon über das Datum, und das bedeutet, dass die Raunächte ursprünglich nicht nach Weihnachten begonnen haben, sondern nach der Wintersonnenwende. Und die Raunächte waren die Zeit in der Menschen anfingen zu lauschen. Es wurde kein frischer Baum ins Heim gestellt, man nahm altes Holz mit, das verbrannt wurde. Das alte Holz, umwickelt mit Immergrün zu entzünden und dieses Feuer ließ man über die folgenden Nächte brennen. Die Asche des Holzes wurde wieder zurück an die Erde, auf die Äcker gegeben. Es war die Zeit der Seherinnen, die eine hochgeschätzte Position in den Gesellschaften hatten. Darunter arbeiteten einige auch in Ägypten unter den Römern, da ihre Fähigkeiten bekannt waren. Sie sind als Seherinnen angehalten worden, ihren Blick gen Zukunft zu richten und ihre Botschaften »von oben« kundzutun.
Das war die Zeit der Raunächte und begann am Tag nach der Wintersonnenwende. Zudem dauerte die magische Zeit nicht unbedingt 12 Nächte lang, die Zahl 12 ist eine christliche Bestimmung. Die Raunächte können so lang dauern, wie das Feuer brennt, gelauscht wird und Botschaften empfangen oder eben 13 Monde, wie ich es praktiziere in meinem Rhythmus. Und manchmal dauert es eben länger, bis alle Nachrichten angekommen sind.
Somit sind die Raunächte keine 12 Nächte voller Bewegung und To-do-Listen, sondern es sind die Nächte in denen wir der Stille, dem Feuer, lauschen und mit den Geistern der Anderswelt kommunizieren um herauszufinden, was das neue Jahr für uns bereithält.
Eine Playlist für die magischen Nächte:




