Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der Ahnen. Denn ob Halloween, Samhain, Allerheiligen, Allerseelen, All Hallows Day, All Hallows Eve, Día de Muertos oder Hop-Tu-Naa – überall auf der nördlichen Erdhalbkugel verbinden sich die Menschen in den kommenden Tagen mit ihren Ahnen, Gedenken der Vorausgegangenen und nutzen den Moment, in dem sich die Schleier zwischen den Welten haben. Traditionellerweise wurden Toten nicht als verschwunden angesehen, sondern nur als vorausgegangen.

Unsere Ahnen sind diejenigen, die über uns wachen und auf uns warten,

wenn es für uns an der Zeit sein sollte hinüber zu gehen.

Ursprünglich zum elften Dunkelmond gefeiert ( dieses Jahr am 03.November), wurde Samhain durch den solaren Kalender auf den 31. Oktober festgelegt. Eigentlich war Samhain keine eintägige Feier, sondern mehrtägige Feierlichkeiten. Es war die Zeit in der das Vieh wieder zurück getrieben wurde (daher kommt übrigens der Brauch der Martinsgans). Es ist der Moment an dem unsere Vorfahren den Beginn des neuen Jahres feierten und an dem sich der Vorhang zwischen den Welten hebt. In seinem Ursprung bedeutet Samhain „Vereinigung“ und birgt ein besonderes Potential: Neubeginn.

Wir nehmen den Neuanfang meist erst wahr, wenn er sichtbar ist. Der wahre Beginn findet aber statt, wenn der Samen gelegt wird. Wie der Same, der in die Erde gelegt wird und schon keimt, bevor der erste Spross die Erdoberfläche durchdringt. Samhain markiert genau diesen Anfang – den Moment der Vereinigung, der Moment an dem das Neue beginnt, an dem der Samen gelegt werden kann. Und so musst du deine Feierlichkeiten nicht alle an diesem Wochenende stattfinden lassen, sondern kannst ganz bewußt die kommenden Zeiten bis zum Neumond gestalten. 

Heimkehr und Wohl

Auf der Isle of Man feiern die Menschen Hop-Tu-Naa als ihr Neujahr. Die Kinder laufen mit Rübenlaternen umher und singen den Haustüren Lieder auf Manx, der alten keltischen Sprache der Insel. Wer sich jetzt an das Martinssingen bei uns erinnert, der liegt nicht falsch. Früher wurden große Feuer entzündet und die Kinder liefen mit den erleuchteten Rüben durch die Gegend. Die Kirche riss all diese ursprünglichen Gebräuche auseinander und machte separate christliche Anlässe daraus. Bei den Rüben musste der arme Martin herhalten. Aus den Rübenleuchten wurden dann durch die Iren, die sich in den USA niederließen die geschnitzten Kürbisse.

In der südlichen Eifel und in Luxemburg gibt es das Traulichtbrennen. Es werden ebenfalls Rüben geschnitzt und erleuchtet. Dies diente allerdings dazu, die Geister, die das zurück getriebene Vieh mitbrachte zu „irren“ bzw. in die Irre zu leiten. Das Traulicht wird in den Gassen, der Türschwelle oder auf Fensterbänken aufgestellt.

In Österreich ist es eine alte Tradition, Wasser, ein Stück Brot und eine Lampe auf dem Tisch stehen zu lassen um verstorbene Verwandte Willkommen zu heißen. Man lädt sie ein, sich noch einmal einzufinden und gemeinsam zu sein.

Auch in Spanien werden die Ahnen versorgt – so wird an den Tagen Huesos de Santo – Knochen der Heiligen – gebacken. Dieses Gebäck wird auf die Gräber der Verstorbenen gelegt. Daneben gestalten viele Menschen einen Altar mit Getränken, Süßigkeiten, Mahlzeiten, Blumen usw., damit sich die Wiederkehrenden wohlfühlen und genährt werden.

Alte Bräuche als Hinweis auf den Ursprung

In den alten Bräuchen können wir die ursprünglichen Bedeutungen all der oben genannte Feiertage erkennen. Die Geister, die vertrieben wurden stammen der Rückkehr des Vieh, daher stammen die Laternen und Gesänge. Gleichzeitig schauten auch die Ahnen vorbei, denn es war eine magische Zeit – diese bewirtete man und sorgte für ihr Wohl. Und man besuchte ihre Gräber und verbrachte Zeit mit ihnen. 

Bei Circles, Cycles & Ceremonies tauchen wir tiefer in diese Traditionen ein, kommen zu den passenden Zeremonien zusammen und lassen an den entscheidenden Stellen Heilung geschehen. Denn erst wenn wir verstehen warum und wozu wir etwas tun, kann es seine wahre Bedeutung und Kraft entfalten. Wenn wir uns erinnern wer wir sind, könne wir zu denen werden, die wir sein können. Und so starten wir bei Circles, Cycles & Ceremonies mit unserer ersten Zeremonie zum lunaren Samhain nächste Woche. Wenn du dich jetzt anmeldest kannst du noch live mit dabei sein.

Die Zeit der gelüfteten Schleier

Wir sind eingeladen die alten Bräuche in die neue Zeit zu übertragen. So können wir auch Brot und Wasser für unsere Ahnen in der Küche stehen lassen, wir können die Gräber der Vorausgegangenen gestalten, wir können Rübenkerzen gestalten oder symbolisch Teelichter anzünden. 

Und all das muss eben nicht in einer Nacht geschehen, sondern kann eine ganze Periode sein. Mit diesen Inspirationen kannst du überlegen, wie du die kommenden zwei Wochen für dich gestalten möchtest:Wie kannst du die Geister des alten Jahres vertreiben?Wie kannst du deine Ahnen ehren?Wie kannst du deine Ahnen gut nähren?Traue dich kreativ zu werden und vertraue deinen Impulsen. Du kannst nichts falsch machen – es sind deine Ahnen. Nutze diese Zeit für die Einkehr, sitze bei Kerzenlicht im Dunkeln und lausche den Ahnen, nähre sie und nähe damit eure Beziehung für das kommende Jahr. Starke Ahnen können dich kraftvoll unterstützen. Ich liebe es um diese Zeit im Stillen nur mit einer Kerze und meinem Journal zu sitzen und meine Ahnen durch mich schreiben zu lassen. Ich liebe es im Dunkeln zu tanzen und meine Ahnen durch mich tanzen zu lassen. Und ja, ich rede mit meinen Ahnen 🙂 Und ich liebe es auch um diese Jahreszeit über sie zu reden und sie wieder lebendig werden zu lassen.

Bei  Circles, Cycles & Ceremonies widmen wir den ganze November unseren Ahnen. Wir verbinden uns, nähren sie, heilen sie und unsere Linie und verkörpern ihre Weisheit. Noch gibt es die Möglichkeit einen der letzten Plätze einzunehmen. Circles, Cycles & Ceremonies findet nur einmal im Jahr statt. Die nächste Option wäre im November 2022.  Nutze den Moment.