Maria Himmelfahrt – Zeit für den Schnitt

Maria Himmelfahrt – Zeit für den Schnitt

Am 15. August ist Maria Himmelfahrt, der Tag, an dem der Heimgang von Maria, der Mutter von Jesus gefeiert wird. Doch der Ursprung dieses Festes liegt viel weiter zurück. Ursprünglich war es so, dass nach dem ersten Vollmond im August die Frauen auszogen um die Kräuter zu schneiden und zu dieser Zeit auch der erste Ernteschnitt gesetzt wurde. Dieser wurde oftmals auch von einer Frau vollzogen. Denn ganz zu Beginn des Ackerbaus waren es Frauen, die durch ihr Menstruationsblut dem Saatgut die notwendige Düngekraft gaben. Und somit setzen ach sie den ersten Ernteschnitt. Und so war es auch üblich immer ein paar Ähren für die Göttin stehen zu lassen, als Opfergabe an die Erdmutter, die die Nahrung geschenkt hat.

Hochzeit des Lichts

Den Beginn dieser Erntephase bildete das Lichtfest Lugnasad. Es liegt genau zwischen der Sommersonnwende und der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Diese „Hochzeit des Lichts“ läutet den August ein, Monat der Erfüllung, der ersten Ernte des Jahres, der Manifestation von Überfluss. Viele Pflanzen tragen Früchte, das Getreide ist reif, Heilpflanzen haben eine ganz besonders hohe Wirkung. Es ist der Moment einen Schnitt zu setzen, denn die Zeit der Fülle geht vorüber und wenn wir jetzt nicht ernten, verlieren wir alles.  Diese Zeit gibt uns einerseits die absolute Fülle, andererseits erfordert sie unsere Zeit und Geduld, um Früchte verwertbar zu machen, Getreide zu ernten und die Ernte einzufahren. Und das ist auch die Qualität des Festes, die wir in unserem Alltag einfließen lassen können.

Zum Zeitpunkt der größten Reife müssen wir ernten, ansonsten fault das, was gerade noch reif war. Die Schnitterin setzt also bewusst den ersten Schnitt und erntet mit all ihrer Kraft und Energie. Mit ihrer Sichel (der abnehmenden Mondsichel) durchtrennt sie das Leben, um zu überleben.

Du kannst in dieser Zeit den Fokus für dich auf die folgenden Impulse setzen:

  • Wo muss ich einen Schnitt setzen? Was muss jetzt geerntet werden?
  • Was ist alt und verbraucht und darf gehen? Was ist vielleicht schon nicht mehr lebendig und belastet nur?
  • Wie kannst du die geernteten Früchte gut für den Winter vorbereiten und verarbeiten?

Vielleicht hast du am Anfang des Jahres eine Idee gehabt, die bis jetzt gereift ist. Dann ist es jetzt ein guter Zeitpunkt diese zu ernten und verwertbar zu machen. Du kannst sie anderen vorstellen, in einen Businessplan gießen oder deine Webseite vorbereiten.

Von Heilkunst zu Teufelswerk

Das Sammeln von Kräutern war schon Aufgabe der Frauen bevor die Menschen sich niederließen und Ackerbau betrieben. Sie waren Nahrung und Heilmittel zugleich und somit ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Da sie bei Erkrankungen und Verletzungen halfen wurden sie als „gottgegeben“ angesehen und so wurden bestimmte Kräuter in Zeremonien den Göttern geweiht. Zur Zeit der Fülle haben Heilkräuter eine bis zu dreimal stärkere Wirkung, der perfekte Moment also, sie zu ernten. So entstand der Brauch des Kräuterbusches, welcher gesammelt und getrocknet wurde und die Menschen dann durch den Winter begleitete, als Rauchwerk, als Aufguss oder als Heilmittel.

Als aber die christlichen Missionare über Europa zogen, erfuhr die Kräuterkunde Ächtung, da sie eng mit heidnischen Bräuchen verknüpft waren. Kräuter waren von nun an Teufelswerk. Im 8. Jahrhundert wurde das Weihen von Kräutern sogar unter höchster Strafe verboten. Allerdings ließen sich die Menschen dadurch nicht von ihren Bräuchen abbringen, brauchten sie doch die Kräuter als Heilmittel und den Busch als Hausapotheke im Winter.

Und so fand die Kirche eine clevere Lösung: Hatte sie schon anfangs die keltische Tradition der Versammlung der Menschen zu Ehren der Adoptiv-Mutter Erde, welche übrigens auch eine Jungfrau sein kann, in Form von Mutter Maria übernommen, so beschloss sie nun einfach das Kräutersammeln eben dieser zu widmen. So wurden also die Heilkräuter der Mutter Jesu gewidmet und der 15. August, als Tag der Aufnahme Marias in den Himmel, auch zum Festtag der Kräuterbuschweihe. Im Kern bleibt jedoch die uralte Geschichte bestehen, wenn wir es schaffen durch die vielen Vorhänge zu blicken. Die Kräuter kommen von Mutter Erde und dieser werden sie geweiht. Der Großen Mutter, die gebiert und auch uns ernährt und versorgt. Während die Kirche unseren Blick immer weiter gen Himmel gehen lassen hat, liegt der Ursprung all der Mythen und uralten Weisheiten direkt unter unseren Füßen: in Mutter Erde.

Kräutermagie einfach gemacht

Wenn du dich nun aufmachen möchtest und selber einen Kräuterbusch zusammenstellen willst, gibt es einige Dinge, die traditionell beachtet wurden. Die Auswahl der Kräuter besteht dabei aus Alant, Johanniskraut, Beifuss, Rainfarn, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Brennnessel, echtes Eisenkraut, Frauenmantel aber auch Wiesenknopf, Kamille, Thymian, Baldrian, Odermennig, Klee, Dost, Mädesüß, Ringelblume, Gartenkräutern wie Salbei, Dill oder Pfefferminze und verschiedenen Getreidearten.  Traditionell hat man in die Mitte eine Königskerze gebunden. Je nach Region beträgt die Anzahl der verwendeten Kräuter zwischen sieben (als die alte heilige Zahl der vollkommenen Gesamtheit) oder neun (also drei mal drei, die Drei war schon die magische Zahl der Kelten), aber auch ein Vielfaches dieser Zahlen, wie 12 oder 24, 77 oder gar 99 sind bekannt. Du kannst aber auch einfach losziehen und schauen, was du auf Wiesen und am Waldesrand findest und dir darauf einen wunderbaren Strauß gestalten.

Dieser wird dann getrocknet und als Schutz aufgehängt. Man benutzte die Kräuter auch um aus ihnen Tee zuzubereiten. Das geweihte Getreide wurde dem neuen Saatgut zugemischt. Mancherorts wurde der Kräuterbusch auch zum Räuchern in den Rauhnächten, zwischen Weihnachten und Heilige Dreikönig, verwendet. Der alte Strauß wird am Ende nicht einfach weggeworfen, sondern im Osterfeuer verbrannt, zu der Zeit, da sich bereits neue Kräuter finden.

Im Volksmund wird Maria Himmelfahrt immer noch als hoher Frauentag oder Unser Lieben Frauen bezeichnet und das Schnitterinnenfest dient immer noch als Auftakt der Frauendreissiger, der Zeit der Marien-Feiertage (5.8. Maria Schnee / 15.8. Maria Himmelfahrt / 22.8.  Maria Krönung / 8.9. Maria Geburt / 12.9. Maria Namen), die alle auf der ehemals keltischen Mondphase Elembiu basieren. Eine wahrhaftig feminine Zeit.

Ich wünsche dir eine magische Ernte.

August – femininer Fokus und klarer Cut

August – femininer Fokus und klarer Cut

Nachdem der Juli glutheiß war, ist die Hitze des August die der Ernte. Nach der maskulinen Energie des Juli ist der August wieder voller femininer Energie. Zu sehen ist die nicht nur an all den Festen und Tagen, an denen es sich um die Frauen dreht, bzw. an denen sie die entscheidende Rolle spielen.

Von Schöpfungskraft zum finalen Schnitt

Zum August-Vollmond – dem 8. nach der Wintersonnenwende – wurde traditionell das Schnitterinnenfest begannen. Es war der Tag, an dem die Frauen den ersten Schnitt zur Ernte setzten und begannen die Kräuter zu sammeln. Begründet war ihre Rolle zum einen in der über Generationen weiter gegebenen Weisheit um die Kräuter und ihre Wirkung, aber auch in der zumeist in Vergessenheit geratenen Tatsache, dass zu Beginn des Ackerbaus Frauen die Samen in Menstruationsblut tränkten, bevor sie sie im März in die Erde gaben. Denn dies war das beste Düngemittel, was es gab und es garantierte eine reiche Ernte. Diese wird nun im August eingeholt. Und so bedeutet der Tod gleichzeitig auch Schöpfung. Denn nur mit einem beherzten und klaren Vorgehen kann das Überleben im Winter gesichert werden. Nur wenn trotz Hitze ein klarer Kopf behalten wird, kann die Familie durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Erntezeit: Verantwortung übernehmen

Und so lädt uns der August ein Verantwortung zu übernehmen und in Selbstbestimmung zu gehen. Wobei gilt: Den eigenen Weg zu gehen ohne jemandem zu schaden, weder dem Nächsten, noch der Natur, noch sich selbst. Die volle Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen und zu bestimmen was wann, wo und wie zu geschehen hat, nicht passiv zuzusehen, denn das werden die Früchte überreif und das Korn schlecht. Der August fordert uns auf zu Bedenken nachzuprüfen und zu handeln. Die Erntezeit – ob physisch oder emotional – ist die beste Prüfungszeit um festzustellen, wie weit man mit dieser Übung und dem Umsetzen im alltäglichen Leben schon gekommen ist. Die dazu gehörigen Gottheiten und Archetypen sind kraftvoll, stark, bedächtig, vom Leben gereift und mit beiden Beinen gut geerdet. Denn der Erntemonat verbindet uns wieder mit Mutter Erde. Und er erinnert und daran wie sie uns nährt und versorgt, wenn wir gut zu ihr sind und im Einklang mit ihr leben.

Monat der Großen Erdmutter

Der August kann auch der Marienmonat genannt werden, finden zu dieser Zeit viele Marien-Feiertage statt (5.8. Maria Schnee / 15.8. Maria Himmelfahrt / 22.8.  Maria Krönung / 8.9. Maria Geburt / 12.9. Maria Namen). Maria verkörpert die Verschmelzung älterer Mutter-Göttinnen in einer Person, denn trotz Kirchendoktrin haben die Menschen ihren Glauben an ihre Ur-Göttinnen lange Zeit weiter gegeben und gelebt. Mutter Maria entstand auch in ihrer jetzigen Form, da es eine Alternative zu den heidnischen Muttergöttinnen geben musste, um den Menschen den neuen christlichen Glaubens schmackhaft zu machen. Und so versteckt die die christliche Maria unglaublich viele der alten Göttinnen, die rund um den Erdball in unterschiedlichsten Epochen verehrt wurden, quasi „unter ihrer Kutte“. Die Kirche fasste sie in der Figur der Madonna zusammen, doch noch immer haben die Menschen die alten Göttinnen und die Große Mutter in uhrer urpsrünglichen Form nicht vergesen. Ein Beispiel ist Zemyna, die vor allem in den baltischen Staaten verehrt wird. Sie bringt alles Leben und alle Nahrung aus sich selbt hervor. Zemyna ist die große Muttergöttin, die Göttin der Erdkraft. Noch heute ist der 15. August der Tag der Zemyna. Und so bringen die Menschen Im Baltikum zu diesem Anlass Blumensträuße und Kornähren zur Kirche, sie sollen den Segen der Göttin erhalten. Der Tag ist das Fest der Kräuter und Blumen, ein Fest der sommerlichen Fruchtbarkeit. Nach der Christianisierung haben die Balten Maria quasi als Zemyna adoptiert und ihre Bräuche mit ihr einfach weiter geführt. Aus den Wäldern wurde die Kirche, aus den heidnischen bräuchen christliche Adaptionen. Und auch in anderen europäischen Ländern war es nicht anders, so dass die Große Göttin eigentlich nie verschwand, auch wenn sie sich nun gesittet mit geneigtem Kopf unter einem großen Umhang zeigt. Bei uns heißt dieser Tag heute Maria Himmelfahrt.

Femininer Fokus

Der August hat also geballte feminine Power im Gepäck, welche gekrönt wird von den Perseiden, dem magischen Sternschnuppenhagel in der Mitte des Monats. Der Fokus für den August ist Ernte:
  • Was ist reif?
  • Wo willst du den Schnitt setzen?
  • Wie kannst du die deine Ernte für den Winter konservieren?
Denn der feminine Fokus ist auch immer der vorausschauende. Was wir jetzt ernten bringt uns durch den Winter. Was wir jetzt gut einholen, nährt uns in der Dunkelheit und der kalten Jahreszeit. Und wenn wir diesen Aspekt bei der Ernte mit einbeziehen, dann können wir wahrlich ernten. Ich wünsche dir einen magischen Start in den August. Alles Liebe,
Maria Magdalena: weibliche Schöpfungskraft

Maria Magdalena: weibliche Schöpfungskraft

Maria Magdalena – sobald der Name fällt, bekommen die meisten von uns ein Bild. Maria Magdalena ist wohl eine der umstrittensten Figuren in der Bibel Steht sie doch für die kraftvolle weibliche Schöpfungskraft und feminine Power. Und auch wenn die Kirchenväter sie gerne als Hure verschrien haben und ihre Rolle negieren wollten, so ist sie über die Jahrhunderte doch nie unterzukriegen gewesen. Denn Maria Magdalena ist nicht nur die Gefährtin von Jesus gewesen, sondern steht auch für einen Aspekt der dreifachen Göttin. Und so ist der 22. Juli der Tag, der Maria Magdalena gewidmet ist ein hervorragender Moment sich mit der femininen Energie und der Schöpfungskraft in uns zu verbinden.

Weisheitshüterin und Schöpferin

Maria Magdalena, die Gefährtin an der Seite Jesu, der 13. Apostel – oder war gar Jesus der 13. Apostel von Maria Magdalena? Sie ist die Verkörperung des Femininen… durch die ist Jesus in die Erleuchtung gekommen, sie erinnert uns an die wahre weibliche Schöpferkraft und Energie. Maria Magdalena verkörpert den wilden weiblichen Aspekt, welcher von der Kirche als „hure“ oder „schmutzig“ bezeichnet wurde. Sie ist die wilde freie Frau, die Weisheitshüterin, Meisterin der femininen Schöpfungskraft und Repräsentantin der weiblichen Göttlichkeit war. Und so sind die gothischen Kathedralen nicht Gott oder Jesus geweiht, sondern der „Notre Dame“.  Was die meisten nicht wissen, ist, dass diese ursprünglich nicht etwa Mutter Maria geweiht waren, sondern Maria Magdalena. Dies ist sichtbar in der Kathedrale von Chartres, die das berühmte „Magdalena-Fenster“ hat, das die Salbungsszene von Bethanien zeigt. Auch der Heilige Bernard de Clairvaux der Patron der Tempelritter, hatte seinen Orden im Jahre 1129 ausdrücklich auf Maria Magdalena eingeschworen, die er in einem seiner Werke ganz unverblümt „die Braut Christi“ nannte. Die Templer waren auch diejenigen, die Maria Magdalena damals nach Frankreich brachten.

Paläste der Himmelskönigin

Für die Eingeweihten des Ordens versinnbildlichte Maria Magdalena das weibliche Prinzip der Weisheit oder Erleuchtung. Im mittelalterlichen Frankreich und in Flandern wurde sie im Volksmund „Notre Dame de Lumière“ genannt wurde. Das Licht symbolisierte nämlich die höchste Weisheit, von GnostikerInnen einst als Sophia verehrt.  Es gibt Menschen, die die Kathedralen der Norte-Dame als Paläste der Himmelskönigin bezeichnen. Maria Magdalena war die Gefährtin an der Seite Jesu. Sie war diejenige, die die Templer retteten und in Sicherheit brachten. Sie war Priesterin in einem der alten Tempel und höchstwahrscheinlich eingeweiht in der Kunst der sexuellen Energie und Magie. Durch sie kam Jesu zur Erleuchtung, denn sie ermöglichte ihm den Weg ins Herz und das Verkörpern dessen auf der Erde. Ihr Mut war größer als der all der Jünger Jesus zusammen. Sie ging trotz aller Verleumdungen unbeirrt ihren Weg: den Pfad des Herzens. Maria Magdalena steht für Integrität und Selbstliebe, wie kaum eine andere. Eine Frau, die die Kunst der femininen Schöpfung beherrschte und Jesus den Weg ins Herz eröffnete. Nur wenn wir in Einklang mit unserer femininen Seite leben, werden die Kriege und der Kampf auf Erden irgendwann der Vergangenheit angehören. Nur dann beginnen wir friedvoll und gemeinschaftlich zu kreieren.

Erinnerung an die Göttin in uns

Der Tag der Maria Magdalena können wir also wunderbar als Erinnerung dazu nutzen bei uns selber zu schauen, wie wir diesen Aspekt der Göttin in uns in unserem Leben leben. Dazu können wir uns die folgenden Fragen stellen:
  • An welchen Stellen stehst du zu deiner wilden Weiblichkeit, wo darfst du sie noch mehr freilassen?
  • Wo bist du in Einklang mit deiner kraftvollen sexuellen Energie?
  • An welchen Stellen möchtest du sie verstummen lassen?
  • Wo erlaubst du es dir die Verkörperung der Göttin zu sein?
  • Wo versteckst du deine Schöpfungskraft aus Angst oder Unsicherheit?
Der Tag der Maria Magdalena eröffnet sozusagen die Marienzeit – kommen jetzt die Feiertage zu Ehren der großen Göttin, die im Christentum zu Mutter Maria wurde. Es beginnt mit Maria Schnee am 5. August, geht  über  Maria Himmelfahrt am 15. August und endet mit Maria Namen am 12. September. Die Erntezeit wird also von der Großen Göttin begleitet. Der Tag der Maria Magdalena bietet einen wunderbaren Start uns auf diese feminine Energie einzulassen. Ich wünsche dir einen wunderbaren femininen Flow.
Juli – Glut der Vereinigung

Juli – Glut der Vereinigung

Willkommen im Juli, dem Hitzemonat. Auch wenn der Sonnenkönig schon im Sterben liegt, so hat sich die Erde nach der Vermählung ordentlich erhitzt und  gemeinsam wirkt die Glut der Vereinigung und ist für uns als Hitzemonat Juli zu sehen. Der Juli steh wieder ganz in der maskulinen Kraft, wo wie sich die Monate in ihrer Qualität wechseln. Gab es im Juni noch ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Feuer/Sonne und Wasser gehört der Juli ganz und gar der feurigen Kraft.

So gibt es auch traditionell mehr Sonnengötter als Sonnengöttinnen, den das Element des Feuers und der Sonne ist mit dem maskulinen verbunden. Das feminine Prinzip wird im Allgemeinen eher mit dem Mond in Verbindung gebracht.

Der Juli lädt uns ein nochmal tatkräftig zu werden und mit der maskulinen Kraft in uns nach vorne zu schreiten, bevor wir im August dann endgültig die Ernte einholen. Es ist der Moment uns noch einmal zu fokussieren und klar für das einzustehen, was wir dieses Jahr ins Leben holen möchten. Der Juli lädt uns ein den Fokus zu halten, in der Sommerhitze ist nur wenig Aktivität möglich, diese darf gezielt geschehen.

Die feminine Energie findet sich im Juli im 22. Juli, dem Gedenktag für Maria Magdalena. Maria Magdalena, die Gefährtin an der Seite Jesu, der 13. Apostel, die Verkörperung des Femininen… durch die ist Jesus in die Erleuchtung gekommen, sie erinnert uns an die wahre weibliche Schöpferkraft und Energie. Und so können wir den 22. Juli als Anlass nehmen unsere weibliche Schöpferkraft zu feiern. Maria Magdalena verkörpert den wilden weiblichen Aspekt, welcher von der Kirche als „hure“ oder „schmutzig“ bezeichnet wurde. Sie ist die wilde freie Frau.

Ich liebe es zu einem solchen Anlass mit anderen Frauen zusammen zu kommen und einen gemeinsamen Space zu öffnen. Aber auch alleine kannst du wunderbar eine Zeremonie für deine innere Maria Magdalena zelebrieren.

Setze deinen Intentionen

Überlege, was du in diesem Jahr noch schöpfen willst, was darf sich noch in deinem Leben zeigen, welche Frucht ist noch nicht ganz aufgegangen? Setze deine Intention und spüre rein, was dieses Projekt, diese Beziehung, die Idee noch braucht, um ins Leben kommen zu können.

Verkörpere die Schöpfung

Wir Frauen sind die Verkörperung der Schöpfung. Durch uns entsteht das Leben. Suche dir Musik heraus und tanze deinen Schöpfungstanz. Lass deinen Körper das Tempo vorgeben und dich von der Energie tragen. Gebe dich dem hin, was durch dich geschehen will.

Übergebe & empfange

Am Ende kannst du dich still hinsetzen und nachspüren, die Vibrationen deines Körpers wahrnehmen und bewusst dein Herz öffnen. Jetzt darfst du empfangen und das was kommt wachsen lassen. Vielleicht bekommst du einen Impuls oder eine Idee. Diese kannst du dann nehmen und mit der Tatkraft des Julis ins Leben bringen.

Ich wünsche dir einen magischen Juli.

Alles Liebe

KAJA

Loslassen – wie es geht und worum es wirklich geht

Loslassen – wie es geht und worum es wirklich geht

Let Go – lass einfach los – du musst einfach nur loslassen, nur was wir loslassen kann uns wirklich gehörenes gibt unzählige Sprüche über das Loslassen. Aber: was bedeutet es eigentlich wirklich loszulassen? Das Problem mit dem loslassen ist: je mehr wir es forcieren, desto weniger funktioniert es.

Das Ding mit dem Teddybären

Warum ist loslassen in aller Munde? Ich habe für mich immer das Bild einer Hand im Kopf, die etwas festhält. Solange diese Hand was auch immer es sein mag festhält, krallt sie sich an etwas Konkretes fest. Öffnet sie sich, kann es passieren, dass ihr der Gegenstand wegrutscht, er kann aber auch in der Hand bleiben. Gleichzeitig kann das wegrutschen dessen, was gerade in der Hand ist auch die Möglichkeit sein, dass jemand anderes etwas neues, schönes und Wunderbares in die Hand legt. Ich muss beim Loslassen oft an den Comic mit Jesus und dem kleinen Kind denken, denn er symbolisiert die Kraft und Magie des Loslassens – aber eben auch, was es so schwermacht. Jesus kniet dabei vor einem Kind, welches einen alten, dreckigen Teddybären in der Hand hält. Jesus sagt zu dem Kind: „Gib mir den Teddybären.“ Das Kind schüttelt den Kopf und krallt sich noch fester in das Stofftier. Jesus sagt: „Vertrau mir.“ – was das Kind nicht sehen kann ist, dass hinter Jesus ein riesengroßer wunderbar weißer Teddybär auf das Kind wartet. Den kann ihm Jesus aber nur geben, wenn es den alten Bären gehen lässt.

Öffnung und Vertrauen

Loslassen bedeutet eben nicht nur die Hand zu öffnen, sondern vor allem zu vertrauen, dass etwas Großartiges in unsere Hand gelegt wird. Und das ist die größte Herausforderung für die meisten von uns, denn es bedeutet absolut ins Vertrauen zu gehen. Das Vertrauen der meisten von uns ist aber erschüttert – durch Erfahrungen in der Kindheit oder das Bild des strafenden Mannes mit erhobenem Finger und Rauschebart, dass sich für viele von uns unbewusst in den Kopf eingebrannt hat. Was aber wäre, wenn der Schlüssel zum Loslassen auch darin liegt, dass wir nicht nur bereit sind die Kontrolle abzugeben, sondern auch bereits sein müssen zu empfangen und uns zu erlauben anzunehmen?

Die Magie des Annehmens

Um wirklich loslassen zu können müssen wir uns erlauben uns für das feminine Prinzip zu öffnen. Das, was wir so lange verlernt und verdrängt haben. Es bedeutet uns für die Idee zu öffnen, dass es unser Recht ist Dinge einfach so zu bekommen. Dass es okay ist anzunehmen ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Dass wir einfach JA sagen dürfen ohne Reue oder schlechtes Gewissen.

Loslassen bedeutet: weg von Kontrolle rein ins Vertrauen. Weg von Disziplin rein in die Hingabe. Weg vom Mangel ab in die Fülle. Wenn ich weiß, dass es genug für alle gibt, dann habe ich auch keine Angst loszulassen. Dann kann ich mich vertrauensvoll dem Leben hingeben. Dann bin ich bereit aus vollem Herzen loszulassen, denn ich weiß, ich werde versorgt und es wird immer genug da sein.

Wie funktioniert es konkret?

Für mich bedeutet loslassen nicht träge und bräsig auf der Couch zu hängen und wild Bestellungen ans Universum abzugeben. Es bedeutet, dass ich mir überlege, was ich möchte und was ich dafür tun kann, damit dieser Wunsch Wirklichkeit wird. Und es bedeutet, dass ich genau all das auch eben tue. Wenn ich die mir möglichen Schritte unternommen habe, dass übergebe ich meinen Wunsch an das Leben und sage: „Dies oder etwas Besseres.“ Und ich gehe – wie bei einer Pizzabestellung – davon aus, dass das Leben sich drum kümmern will. Gleichzeitig bleibe ich aufmerksam und wenn mir eine zündende Idee kommt, dann setze ich sie um – während ich die ganze Zeit im Vertrauen bin, dass das Leben sich kümmern wird. Ich hänge nicht mehr an dem, was ich habe, sondern öffne mich dem „mehr von“ und „größer als“. Und ich kann dir sagen: es funktioniert.

Ich habe auch etwas gebraucht, bis ich so richtig loslassen und vor allem annehmen konnte. Mir hat es dabei sehr geholfen, in meine feminine Kraft zu gehen und die damit verbundenen Gedanken und Emotionen wieder zuzulassen. Seitdem ich es mir erlaube in diesem femininen Fluss zu sein, kommen die Dinge noch einfacher zu mir. Und ich freue mich schon darauf, sie wieder loszulassen – mit der Vorfreude darauf, was mir das Leben wohl noch für wunderbare Überraschungen schenkt.

Wenn du auch sagst, du bist bereit für den großen Teddybären oder Lebensüberraschungen, dann ist der kostenfreie SHEvolution Workshop ein wunderbarer Start.

Alles Liebe,