Von Vögeln am Valentinstag

Von Vögeln am Valentinstag

Der Valentinstag –  umsatzstärkster Tag der Blumenindustrie und Alptraum aller Fleuropboten steht vor der Tür. Der Ursprung des Valentinstages liegt aber fernab von prall gefüllten Pralinenschachteln, sondern bezieht sich auf das Paarungsverhalten der Vögel.

Ein Vogel wollte Hochzeit feiern

Nach der langen Winterszeit sehnten die Menschen den Frühling herbei. Gerade hier im Norden war der Wunsch nach Licht und Wärme besonders groß. Nachdem zu Imbolc die Tage merklich länger wurden richtete sich nun die Aufmerksamkeit auf die Vögel. Denn ihr Balzverhalten war ein sicheres Indiz dafür, dass es bald Frühling werden würde. Inspiriert von Amsel, Drossel, Fink und Star ließen auch die Menschen ihrer auferstehenden Lebenslust freien Lauf und zelebrierten diese.

Im Rom wurde zu diesem Zeitpunkt die Göttin Februata gefeiert, sie galt als Schutzgöttin und Gebieterin der glühenden erotischen Liebe. Damals feierte mal Lupercalia – das „Fest der Wölfin“, zu dem speziell Frauen die Wiederkehr des Lebens und der Lebenssäfte ausführlich gefeiert haben sollen. Es wird überliefert, dass Männern den Frauen Blumen überreichten, da sie die Repräsentation der Göttin waren.

Die Frauen hingegen schrieben Namen auf kleine Schnipsel, welche in einem Kelch gesammelt wurden und die Männer durften daraus ziehen. Die daraus entstehende Vereinigung wurde auch als Ausdruck der Urkraft der Schöpfung gefeiert. Manche dieser Verbindungen wurden bei Gefallen auch für ein Jahr geschlossen. Diese Festivitäten haben wohl bis in die Spätantike stattgefunden.

Von Wollust zu Weihrauch

Die Kirche fand keinen Gefallen an diesen wilden, lustvollen Treiben und so musste der arme Märtyrer Valentin herhalten, welcher sterben musste, weil er Liebespaare vermählte. Und aus dem wilden Namensziehen wurden heilige Sprüchlein, welche ähnlich wie beim Glückskeks ( welcher übrigens auch nicht auch China stammt), das Seelenwohl des Jahres bestimmen sollte. Daher kam dann wohl auch der Brauch mit der Schokolade – denn das alles hört sich so fad an, dass etwas Frust-Schoki her muss.

Viele der ursprünglichen Elemente finden sich in den heutigen Bräuchen zum Valentinstag wieder – mit dem Hintergrundwissen bekommen sie aber eine andere Bedeutung. „Willst du mein Valentine sein?“ kann jetzt durchaus anders verstanden werden, als das unschuldige Bekenntnis zu einer Freundschaft. Wenn ich die Frau als Repräsentantin der Göttin mit Blumen beschenke, sehen diese wahrscheinlich anders aus, als die flott an der Supermarkt-Kasse eingesteckten Rosen. Und wie wäre es mal darüber nachzudenken, was man noch alles mit der Schokolade tun kann, die wir verschenken?

Feuriges Fieber

Dieser Tag Mitte Februar ist ein Tag für die Wonnen der Liebesleidenschaft, der Name Februata leitet sich von „febris“ (Fieber) ab. Es ist ein Tag, an dem wir nicht nur die Gemüter, sondern auch die Lenden und unsere Leidenschaft wieder entfachen dürfen. Das Feuer in uns entfachen, die inneren Kohlen wieder schüren und uns dem Liebesfieber-Feuer erhitzen lassen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kein Valentin? Feiere Februata!

Ohne Valentin kein Liebesfeuer? Von wegen! Widme diesen Tag dir selber und ehre die Göttin in dir. Dazu kannst du dir Love Yourself / Dein Date mit dir gönnen oder dich von den folgenden Ideen inspirieren lassen.

– Liebe

Verliebe dich in dich und liebe die Göttin in dir! Lass dich wissen, wie wunderbar du bist. Dazu kannst du den uralten Brauch der kleinen Papyrus-Schnipsel abwandeln und auf Zettelchen all die Dinge schreiben, die an dir toll sind. Das können Charaktereigenschaften, Körpermerkmale oder Dinge, die du erreicht hast sein. Nimm dir vor mindestens 21 Dinge zu finden. Und hol dir Unterstützung, indem du deine Freunde bittest, dass sie dir 5 Sachen nennen, die sie an dir liebenswert und sexy finden. All das sammelst du in deinem „Kelch“ und dann kannst du sie dir in Ruhe durchlesen, während du eins nach den anderen rausziehst. Formuliere die Zettel mit „Ich bin sexy“, „Mein Lachen ist umwerfend“ und lies dir jeden laut vor. Und, wenn du willst, kannst du dabei genüsslich an wunderbar leckerer Schoki knabbern und Rotwein schlürfen.

– Lust

Lust kann auf vielen Ebenen stattfinden – immer dann, wenn wir uns vergessen, genießen und hingeben. Lust kommt Hand in Hand mit Sinnlichkeit – das perfekte Duo an diesem Tag. Wo begegnest du dein beiden? Bei einem leckeren Essen, vielleicht mit verbundenen Augen? Beim Tanzen? Bei einer NoMind-Massage, mit viel Öl? Bei einem Nachmittag im Hamam? Mach eine Verabredung mit den beiden in deinem Kalender fest und genieße den Moment. Und niemand hält dich davon ab, die beiden auch häufiger zu treffen

– Leidenschaft

Wann hast du das letzte Mal deine Leidenschaft zum Lodern gebracht? Hast du schon immer von einer Tantra-Massage geträumt? Wolltest du mal ein Yoni-Ei ausprobieren? Du hast das Gefühl, es ist Zeit endlich wieder auf der Welle der Ekstase zu reiten? Dann nimm dir die Zeit und gönne dir das, wonach sich deine innere Göttin sehnt, was der Verstand aber als „überflüssig“ abtut. Dabei ist ein Orgasmus nicht nur zutiefst spirituell, sondern auch gesundheitsfördernd. Durch den Ausstoß von Oxytocin werden Angstgefühle gemindert und das Immunsystem aktiviert, Serotonin bewirkt ein ganzheitliches Gefühl der Glückseligkeit und Prolaktin baut körperliche und seelische Anspannungen ab und kann helfen durch Verspannung herbeigeführte Beschwerden wie Spannungskopfschmerz oder Rückenschmerzen zu lindern und Stress abzubauen. Also, worauf wartest du noch?

Nun fällt der Valentinstag nicht immer auf ein Wochenende – wen stört es! Die Göttin wird sich doch nicht von einem Kalender einschränken lassen. Nimm die Woche des Valentinstages und serviere dir selber die ersten Häppchen und bewahre dir das Finale fürs Wochenende mit mehr Zeit und Ruhe auf. Wenn wir beginnen unser Feuer zu schüren, beginnen wir zu leuchten. Valentin ist für mich kein One-Night-Stand. Er ist ein Freund mit Vorzügen, der einmal im Jahr vorbeischaut und mich daran erinnert, meine Feuer-Praxis wiederaufzunehmen. Nicht nur jetzt, sondern das ganze Jahr.

In Sisterhood,

Finsternis im Februar – Zeit für Wandel

Finsternis im Februar – Zeit für Wandel

Obwohl der Februar der kürzeste Monat des Jahres ist, hat er für uns direkt zum Jahresanfang eine ganze Menge an Leckerbissen im Gepäck. Los ging es mit Imbolc und der Rückkehr des Lichts,  dem schließt sich der Vollmond mit Mondfinsternis am 11.02. an. Direkt daran schmiegt sich der Valentinstag am 14.02. , welcher gefolgt wird von Weiberfastnacht am 23.03 – und mitten in das närrische Treiben gesellt sich auch noch ein Neumond mit Sonnenfinsternis am 26.02. – da kann einem schon mal schwindelig werden.

Aber keine Panik – wir gehen Schritt für Schritt durch den Februar und Imbolc liegt ja schon hinter uns. Was ist aber das Besondere an dieser Konstellation?  In der Astrologie stehen Finsternisse als Vorboten für Wandel auf allen Ebenen. Und so leitet dieser Februar einen Wandel ein, der sich nicht nur auf uns, sondern auch unseren Lebenswandel und den Lebenswandel der Welt auswirken kann.

Jetzt ist die Zeit alles Alte wirklich gehen zu lassen. Hast du einen Groll an dem du festhältst – kläre es oder lasse ihn gehen. Du leidest noch an einem gebrochenen Herz – dann ziehe einen Strich darunter und blicke nach vorne. Es gibt noch Dinge die in der Luft hängen – sprich sie aus und an. Wenn du merkst, dass sich in deinem Leben gerade Menschen oder Zusammenhänge verabschieden – lasse sie mit Liebe gehen. All dies sind Vorboten auf den Wandel der mit diesen Finsternissen eingeläutet wird.

Der dunkle Vollmond

Eine Mondfinsternis steht dabei immer für das Unterdrückte und Verdrängte, was zum Vorschein kommen und endlich erlöst werden möchte. Es handelt sich dabei um Themen die uns tief im Herzen berühren und uns wichtig sind. Konkret am 11. Februar geht es um Dinge, die bis jetzt unser schöpferisches Potential und damit unsere wahre Kraft blockiert haben. Alles, was sich von kurz vor der Finsternis bis zum Vollmond am 12.03. zuträgt hat das Potential für eine „Makeover“ unseres Lebens. Es kann sich so anfühlen, als ob du den Reset-Knopf gedrückt hast.

Sei am diesem Wochenende achtsam mit dir, höre auf dein Herz und lausche deiner Seele. Folge deinen Impulsen zum Aufräumen, Klären und Loslassen. Trau dich herauszufinden wo die wahre Freude wohnt. In welchen Momenten spürst du die absolute Lebenslust? Bei welchen Tätigkeiten vergisst du die Zeit? Mach mehr davon!

Ein Licht geht auf

Eine Sonnenfinsternis bringt uns neue Erkenntnisse über uns selbst, darüber wer wir sind und wo wir wirkich stehen. Es ist die Zeit der Geburt. Das, was sich im letzten Mond noch schwanger anfühlte darf nun geboren werden. Vielleicht erkennst du die Um- bzw. Auswege, die du in der Vergangenheit genommen hast, weil du dich noch nicht bereit gefühlt hast – jetzt bist du es und der Himmel unterstützt dich. Dabei kann es gut sein, dass die Sterne direkt vor dir bisher unbekannte Pfade aufleuchten lassen. Diese Finsternis der Sonne berührt uns bis in die Tiefen unserer Seele – es ist der perfekte Moment zur Einkehr, um in Kontakt mit unserer Juno, unserer inneren Mentorin oder unserem Guide zu gehen.

Passend dazu treffen wir uns zum Neumond für eine Transformational Trance. Denn an diesem Neumond läutet der Kosmos quasi die Gloken für den Neuanfang. Es geht um die Erlösung und die Sehnsucht danach diese zu erfahren. dabei liegt der Fokus ganz klar auf spirituellen Themen und Bereichen.

Shake it out!

All diese Bewegung auf der seelischen Ebene will auch körperlich ausagiert werden. Wenn du merkst, dass dir die Energie zuviel wird, dann bewege dich, tanze, laufe, schwimme – was auch immer für dich passt. Ich habe dazu eine wunderbare Playlist – vielleicht inspiriert sich dich ja auch. Bleib bei dir und halte deinen Fokus, um wach und aufmerksam zu bleiben, aber dich nicht von den weltpolitischen Ereignissen die uns begegnen werden mitreißen zu lassen.

Diese Finsternisphase kann dir das Gefühl vermitteln: Ich will jetzt sofort loslegen! Versuche dich noch etwas zurück zu halten um keine Sturzgeburt auszulösen. Vertraue dem Rhythmus der Natur und dem Leben. Handele aus dem Herzen, nicht aus dem Kopf. Und wenn es soweit ist, wird das Leben sich einladen und du einen klaren Impuls spüren – aus deinem tiefsten Innersten. Dann fühlt es sich manchmal so an, als ob man nur noch „Ja“ sagen müsste.

In Sisterhood,

Februar – Zeit der Reinigung und des Feuer

Februar – Zeit der Reinigung und des Feuer

Herzlich willkommen im Februar, dem Monat der Rückkehr des Lichts und der Reinigung. Schon die Römer gaben dem Februar nicht umsonst seinen Namen – februare bedeutet reinigen in Latein.

Das Feuer entfachen

Mit dem Vollmond am 25.01. und dem lunaren Imbolc wurde traditionell die sichtbare Rückkehr des Lichts gefeiert. Ab jetzt wird es auch morgens wieder merkbar heller. Für die Menschen früher war dies ein wichtiger Moment im Jahreskreis, denn es bedeutete, dass der Winter bald zu Ende gehen würde.  Die Feierlichkeiten waren ursprünglich Brigid, der Feuergöttin geweiht. Ihr Name bedeutete „die Erhabenen“ und ihre Mythologie ließ sie die dreifachen Feuer von Schmiedekunst (physisches Feuer), Heilung (das Feuer des Lebens innen) und Dichtung (das Feuer des Geistes) entfachen.

Der Name Imbolc hat seinen Ursprung in dem Wort „imbolg“, was soviel wie „im Bauch“ bedeutet – ein Hinweis auf die schwangeren Schafe. Die Kirche legte später Lichtmess auf diesen Tag – das Fest an dem Maria 40 Tage nach der Geburt ihres Sohnes wieder „Rein“ war. der wahre Hintergrund ist aber die jetzt spürbare Rückkehr des Lichts und der Lebensenergie mit all ihrer Kraft. Es ist der Beginn des neuen Jahres, der sichtbare Neuanfang.

Der Mond der Veränderung

Das passt auch wunderbar zu dem Thema dieses Mondes: Veränderung. Denn wenn wir unser Feuer entfachen entsteht auch immer Veränderung. Das Feuer verbrennt das Alte und schafft einen fruchtbaren Boden für das Neue. Vielleicht spürst du, dass etwas Neues in dir schlummert und du hast das Gefühl, du willst es in die Welt bringen. Es fühlt sich an wie ein Samen kurz bevor der Keimling durchbricht oder als ob du in den letzten Zügen einer Schwangerschaft wärst. Im Einklang mit den alten Rhythmen ist es bald soweit. Was wir erkennen dürfen ist, dass nicht wir diejenigen sind, die das Tempo bestimmen. Nicht der Verstand entscheidet über den richtigen Zeitpunkt, sondern das Herz, das Leben, dein ureigener Rhythmus.

Ich habe diesen Monat auch den Drang verspürt nach vorne zu preschen. Nachdem die Zeit der Innenschau des Winters sich dem Ende zuneigt, habe ich in mir diesen Drang gespürt. Doch sobald ich ins pushen gehen wollte, hat mich das Leben eines Besseren belehrt und ich habe einen Virus diagnostiziert bekommen. Kein Stress, keine körperliche Anstrengung und Ruhe sind die Auflagen meines Arztes, der mich als Selbständige ja nicht krankschreiben kann. Im ersten Moment war ich voller Frust und Trauer, denn es sollte doch losgehen!

Und wie ich mich beobachtete, musste ich über mich selbst schmunzeln. Denn ich bin mitten in die Falle meines Mindfucks geraten und hatte es nicht gemerkt. Anstatt zu schauen, wie ich diese Situation für mich nutzen kann, wollte ich gegen sie kämpfen – und das führt bekanntlich nirgendwo hin. Denn:

Das wogegen wir kämpfen dem geben wir Energie.

Und so habe ich tief Luft geholt und mich der Weisheit meines Körpers hingegeben. Ich habe mich fallen lassen und auf einmal gespürt, wie erschöpft ich eigentlich bin. Ich habe mir erlaubt, die Gedanken kreisen zu lassen und gemerkt, dass einige Idee noch reifen dürfen. Ich habe losgelassen und auf einmal kamen neue Inspirationen zu mir. Das war der Moment, wo ich mich dazu entschloss all das Alte gehen zu lassen.

Platz für das Neue machen

Es ist wie bei der Raupe, die zum Schmetterling wird. Damit dies geschieht, muss die Raupe sie auflösen und zwar komplett. In dem Moment, wo sie beginnt sich einzuspinnen, ist sie bereit alles gehen zu lassen. Und so begibt sie sich in den Kokon und löst sich im wahrsten Sinne des Wortes auf, bevor sie zum Schmetterling wird, denn die DNA einer Raupe und eines Schmetterlings haben nicht miteinander gemein. Und so steht die erste Zeit dieses Mondes vom 25.01. bis zum 24.02. ganz im Zeichen des Wandels. Wenn eine Raupe zum Schmetterling wird, kann sie nie wieder Raupe werden. Wenn ein Samen zum Keimling wird, kann er nicht mehr zurück in seine Hülle. Wenn eine Frau Mutter wird, geht sie den Schritt in einen neuen Abschnitt. All dies bedeutet auch immer etwas zurück zu lassen, um Platz für das Neue zu schaffen. Und so lädt dich dieser Mond ein die folgenden drei Dinge zu tun:

Ordnung

Auf der physischen Ebene loszulassen hilft oft auch den inneren Prozess in Gang zu bringen. Aufräumen und ausmisten kann sehr heilsam sein. Du kannst alte Bücher verschenken oder im Bus liegen lassen, die Klamotten, die du letztes Jahr nicht getragen hast bei einem Kleidertausch mit Freundinnen im Umlauf bringen und unnötiges Zeugs in die Flohmarktkiste packen. Ebenso kannst du deinen Körper als Raum in Ordnung bringen – detoxen & Solebäder zum loslassen und Vitamine und Smoothies zur Stärkung. Bereite ihn liebevoll auf das Frühjahr vor.

Orientierung

Mehr Platz im Außen schafft auch Platz im Innen. Und diesen Platz kannst du für einen Richtungswechsel nutzen. Anstatt dich an „Ja, aber“ oder „nicht möglich“ zu orientieren kannst du dich „was wäre“ und „ich öffne mich für…“ als Wegweiser benutzen. Dazu hilft es zu schauen an welchen Glaubenssätzen du festhältst, wo deine Erde sozusagen eine Scheibe ist. Welche Sorgen, Aber, Unmöglich trägst du mit dir rum? Schreib sie auf, mach sie sichtbar, hinterfrage und lasse sie gehen. Ich mache das immer gerne mit Freundinnen, die mir helfen, meinen Mindfuck aufzuspüren.

Öffnung

Sich für das Neue zu öffnen erfordert von uns die Kontrolle gehen zu lassen. Es erfordert uns auf das Was einzustimmen und das Wie entstehen zu lassen. Durch das Wie beschränken wir uns. Wenn du an deine Pläne für das Jahr denkst, wo bist du schon absolut im Wie bevor du das Was benannt hast? Lege den Fokus wieder auf das was und öffne dich für all die Möglichkeiten die dir einfallen. Gönne dir ein „wenn alles möglich ist“-Brainstorming und öffne dein Herz für unendliche Möglichkeiten.

Reinigung vor Erotik

Mitte Februar, passend zum Vollmond geht der Fokus dann mehr auf das Thema Beziehungen, Erotik und die sinnliche Liebe, zu erkennen am Valentinstag, dessen Ursprung viel sinnlicher ist als viele meinen. Gefolgt von Fasching, welches seinen Ursprung im letzten Festschmaus hatte, bevor es dann in die sogenannte Fastenzeit ging. Doch zunächst dürfen wir uns um uns selbst und unseren inneren und äußeren Raum kümmern. Bis es soweit ist und die Hülle platzt dauert es noch einen Moment. Und so können wir die Zeit nutzen, das Feuer entfachen, Platz schaffen und neue Möglichkeiten einladen. Perfekt also, um dieses Wochenende etwas auszumisten und sich danach im Spa verwöhnen zu lassen.

Und gemeinsam macht es immer noch mehr Freude und gibt mehr Kraft – komm also zu uns an Brigids Feuer, wenn du magst.

In Sisterhood,

500 Meilen von der Party ins Herz – die Macht der leisen Töne

500 Meilen von der Party ins Herz – die Macht der leisen Töne

Vor einiger Zeit bin ich mit dem Zug von Hamburg nach Freiburg gefahren. Da mein Wecker schon um 04.45 Uhr klingelte hatte ich noch einige Stunden Schlaf im Zug eingeplant. Um also entspannt weg dösen zu können stöberte ich bei Spotify durch die „Sleep“-Playlisten. Ich wählte eine aus, setze meine Kopfhörer auf und schloss die Augen. Das erste Lied dudelte seicht vor sich hin, doch als ich mich entspannen wollte setze der zweite Song an…

Party anstatt Schlaf

Ich spürte wie sich innerlich direkt eine Spannung aufbaute und irgendwie Erinnerung in meinen Zellen mich wieder wach werden ließ. Ich war verwirrt – die Melodie war ganz seicht, Pianoklänge, die langsam vor sich hin klingen, die Stimme des Sängers sanft… und dann wurde es mir klar: das Lied war eine Cover-Version eines Songs, den ich normalerweise im jungen Jahren auf Partys und in Pub lautstark mitgesungen hatte. Und daran erinnerte sich mein Körper – denn unsere Emotionen werden in den Zellen abgespeichert. „And I would walk 500 miles, and I would walk 500 more…!“ – vielleicht erinnerst du dich auch noch an den Song. Als mir diese Erinnerung meines Körpers klar wurde, dachte ich – was für eine beschissene Playlist. Wie soll man dabei den schlafen können.

Vom Kopf ins Herz

Doch dann beschloss ich einfach weiter zuzuhören – und mir stiegen die Tränen in die Augen (unten findest du die Version zum anhören). Denn zum allerersten Mal verstand in den Text des Liedes vollkommen und umfassend. Und er berührte mein Herz. Zum allerersten Mal konnte ich die wahre Bedeutung des Liedes erkennen. Durch die vollkommen neue Interpretation, mit Piano und leisen Tönen erschloss sich mir eine neue Welt. Und ich war ergriffen von den Worten, der Intensität der Botschaft und der Liebe in diesem Lied.

In diesem Moment wurde mir wieder bewusst, dass es nicht die lauten Töne sind, die unser Herz erreichen, sondern ganz oft die leisen Töne. Dass es eben nicht immer lauter und größer sein muss, sondern dass leise und klar viel kraftvoller in seiner Wirkung sein kann. Während ich Jahre meiner Studienzeit gemeinsam mit anderen besonders laut bei diesem Lied mitgesungen habe – hat das Lied und seine Bedeutung mich nie wirklich erreicht. Erst als es mir alleine um 6 Uhr morgens im Großraumwagen der Deutschen Bahn ganz leise und sanft begegnete, hat es mich wirklich erreicht.

Von Parole zur Wahrheit

Ich nehme diese Erfahrung für mich als perfekte erste Einsicht in 2017 mit. Wer laut ist, kann sich zwar Gehör verschaffen, indem er die Anderen übertönt, aber der langfristige Effekt ist zweifelhaft. Denn oftmals werden dann Parolen wiederholt, die aber nicht wirklich verinnerlicht sind.

Wer jedoch im richtigen Moment ganz klar und ruhig seine Botschaft teilt, der kann die Anderen im Herzen erreichen, so tief und immens, dass die Wirkung noch lange anhält. Und die Botschaft nun von denjenigen aus dem Herzen heraus weitergegeben werden kann.

So wird aus leisen Tönen eine Melodie. So wird aus der Melodie ein Lied. Und so wird aus dem Lied die Wahrheit, die keiner mehr bestreiten kann. Und dass ist kraftvoller als jedes Getöse, welches wieder verhallt.

500 Meilen füreinander

Als dieses Wochenende Millionen von Frauen – und Männern – auf die Straße gingen, hat es mich beeindruckt zu sehen, wie sich der weltweite Sisterhood erhebt. Und ich habe so viele wunderbare leuchtende Menschen gesehen. Lass uns gemeinsam sicherstellen, dass sich die wahre Botschaft, die sich unter dem Lauten versteckt weiterträgt. Dass wir sie aus unserem Herzen in die Herzen Anderer geben. Dass wir in Sisterhood gehen, uns die Hände reichen, uns den Rücken stärken und füreinander einstehen. Auch ohne viel Tam Tam. Denn diese Märsche waren nur der Anfang von etwas. Jetzt ist es unsere Entscheidung, wie wir die Zeit zwischen den Märschen füllen: sind wir bereit füreinander die 500 Meilen zu gehen? Und auch noch die nächsten 500?

Das Interessante ist: seitdem ich 500 Miles als Cover-Version gehört habe, hört sich auch das Original ganz anders an. Denn die im Herzen empfangene Botschaft ist geblieben und verändert den Blick auf die Welt.

In 2017 werde ich in hellhöriger werden, auch wenn ich selber wieder lauter werde. Was ist die eigentliche Botschaft?

I would walk 500 miles and I would walk 500 more

Just to be the one who walks a thousand miles / to free my sisters to the core

Und ich freue mich, wenn du mich begleitest.

In Sisterhood,

 

 

I’m Gonna Be (500 Miles)

When I wake up, well I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who wakes up next to you
When I go out, yeah I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who goes along with you

If I get drunk, well I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who gets drunk next to you
And if I haver, hey I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who’s havering to you

But I would walk 500 miles / And I would walk 500 more
Just to be the man who walks a thousand miles / To fall down at your door

When I’m working, yes I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who’s working hard for you
And when the money comes in for the work I do / I’ll pass almost every penny on to you

When I come home, oh I know I’m gonna be /I’m gonna be the man who comes back home to you
And if I grow old, well I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who’s growing old with you

But I would walk 500 miles / And I would walk 500 more
Just to be the man who walks a thousand miles / To fall down at your door

When I’m lonely, well I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who’s lonely without you
And when I’m dreaming, well I know I’m gonna dream / I’m gonna dream about the time when I’m with you

When I go out, well I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who goes along with you

And when I come home, yes I know I’m gonna be / I’m gonna be the man who comes back home with you
I’m gonna be the man who’s coming home with you

But I would walk 500 miles / And I would walk 500 more
Just to be the man who walks a thousand miles / To fall down at your door

And I would walk 500 miles / And I would walk 500 more
Just to be the man who walked a thousand miles / To fall down at your door

Mit klarem Kopf durch Jahresendspurt, Jahresrückblick und Jahresplanung

Mit klarem Kopf durch Jahresendspurt, Jahresrückblick und Jahresplanung

Es ist soweit! Die Adventskalender sind geöffnet, die ersten Kerzen am Kranz entzündet und nun kommt Weihnachten mit Siebenmeilenstiefeln auf uns zu. Viele berichten jetzt vom Jahresendspurt, all den Dingen, die noch erledigt werden sollen und noch angeschoben werden müssen. Was eine neumodische Erfindung ist, die uns nur von unserem ursprünglichen Rhythmus abhält. Denn eigentlich ist Winter die Zeit des Rückzugs und der Innenschau. Die ganze Natur zieht sich in sich zurück. Und während wir nach vorne spurten, blicken wir gleichzeitig auf das alte Jahr zurück. Und mit diesem Rückblick geht es dann eben oft ins werten und bewerten.

Früher habe ich mich auch daran beteiligt und hatte zum Jahresende irgendwie immer das Gefühl zu viele Teller auf einmal in der Luft zu haben, habe mich bis Weihnachten gehechtet, wo ich dann eigentlich nur noch Ruhe wollte.

Seit einigen Jahren folge ich einem anderen Rhythmus – und dieser lässt auch mein Struktur- und ordnungsliebendes Jungfrauenherz höher schlagen. Denn er folgt dem eins nach dem Anderen anstatt jetzt nochmal schnell alles auf einmal.

Mit Samhaim beginne ich schon im November mich auf die dunkle Jahreszeit quasi einzuschwingen und den Raum für den neuen Zyklus zu öffnen. Das bedeutet in Ruhe zu schauen, was sich bis Ende des Jahres noch zeigen darf. Ich mache dabei keine großen Pläne, sondern ehre den Rhythmus der Natur, indem ich schaue, was realistisch noch zu erreichen ist. Ganz wichtig dabei: wenn ich es nicht erreiche ärgere ich mich nicht oder mache mich nieder, sondern schaue, woran es lag. Manchmal sind Dinge einfach noch nicht soweit, manche Ideen kommen aus dem Kopf und das Herz spielt einfach nicht mit und manche Dinge brauchen einfach eine andere Organisation. Meine Idee vom Podcast war so eine Idee, die am Ende des Tages eben doch noch etwas Zeit brauchte und sich noch entwickeln darf.

Das Alte verabschieden

Im Dezember stehen dann alle Zeichen auf Altes verabschieden. So habe ich diese Woche alte Stromverträge gekündigt, meinen Internetanbieter gewechselt und meine Steuer gemacht. Altes verabschieden bedeutet aber auch, dass ich gucke welche Beziehungen sich für mich noch gut anfühlen und welche in meinem Business funktioniert haben. Was tue ich nur noch aus Gewohnheit und was hat sich als nicht mehr hinterfragte Routine eingeschlichen. Ich schaue quasi unter jeden Stein, säubere ihn und entscheide dann, ob ich ihn wieder in mein Mosaik lege oder den Platz freimache.

Zur Wintersonnenwende am 21.12. habe ich dann meinen Schreibtisch, denn inneren wie äußeren so gut wie möglich aufgeräumt und das was nicht geschafft wurde notiert, mit dem Wissen ich kann es jederzeit noch erledigen. Und ich mache einen Rückblick auf das alte Jahr. Dabei blicke ich auf jeden Monat und gucke nach meinen „YAY“ und „NAY“ – also die Dinge die toll waren und das was mir vielleicht noch quer im Magen liegt. Diese „NAY“ verdaue ich dann in Ruhe, lasse sie gehen und mache meinen Frieden.

Das Neue einladen

Mit den Rauhnächten öffne ich mich dann wirklich für das neue Jahr. Ich nehme mir die Zeit hineinzuspüren, was sich mein Herz wünscht. Mit den unterschiedlichen Qualitäten der einzelnen Tage habe ich am Ende einen wunderbaren Überblick und ein wirklich rundes Bild darüber, wie mein neues Jahr aussehen soll.

Im Januar werden dann die Ziele formuliert – ich nehme mir dafür gerne bis zum 11.1. – mit der 1 als Manifestations-Energie. Sie erwachsen aus den Intentionen, die ich gesetzt habe. Wichtig dabei ist es die Ziele über das ganze Jahr gut zu verteilen. Dann macht es Spaß, sie nach und nach zu erreichen und du kannst dich von einem bis zum nächsten Ziel tragen und bewegen ohne das am Ende des Jahres ein großer Klumpen dasteht.

Fokus halten

Und um das nächste Jahresende noch entspannter zu machen habe ich mir angewöhnt ich zum Ende jedes Monats hinzusetzen und meine YAY und NAY aufzuschreiben. Das hilft mir den Fokus wieder zu finden und mich im Zweifel neu auszurichten – was auch bedeuten kann Ziele zur Adoption freizugeben und neue zu formulieren – und gleichzeitig schreibe ich damit meinen Jahresrückblick.

Wenn du Lust bekommen hast, dein Jahr auch mal anders zu planen, dann lade ich dich ein, bei Set Your Intention mitzumachen. Gemeinsam starten wir zur Wintersonnenwende und in diese magische Zeit einzuschwingen und die Zeit zwischen den Jahren für Intention und Manifestation zu nutzen. Es ist quasi ein säubern unseres inneren Schreibtisches, um dann das in die Welt zu bringen, was wir uns wirklich wünschen. Dieses Jahr schon im vierten Jahr – ich freue mich drauf und auf dich!

Ich wünsche dir einen guten Dezemberstart.

Alles Liebe,