April – Anarchie im Jahreskreis

April – Anarchie im Jahreskreis

April, April – der macht, was er will – so geht das typische Sprichwort, was man zum April hört. Und wer den April als unbeständig einschätzt, der darf diesen Mond noch einmal genauer hinschauen.

Zeit für femininen Flow

Der Aprilmond steht ganz im Zeichen des femininen Flows – Kreativität, Spontanität, Chaos, Unberechenbarkeit.. all dies hat er für uns im Gepäck. Er fordert uns auf, Erwartungen loszulassen und uns auf den Moment einzustellen, das Leben so zu nehmen, wie es gerade ist und zu viel Planung zur Seite zu schieben. Und damit lädt er uns ein wach zu werden und zu sein für das, was gerade präsent ist – in uns und um uns herum. Der Aprilmond ist intensiv, er lässt sich nicht einfach so abhandeln.

Und so ist auch das Wetter im April nicht zu beherrschen, wild und frei, wechselnd von einem Moment zum anderen, wie die wilde Frau, die sich nicht in einen Rahmen pressen lässt, doch durch ihre Impulse schöpft, kreiert und wunderbares erschafft.

Geballte Weiblichkeit

Der April ist erfüllt mit Feierlichkeiten zur Weiblichkeit, der 1. April als Feierlichkeit und zu Ehren von Venus, Ostern als Fest der Göttin Ostara, welche Fruchtbarkeit symbolisiert und zum Abschluss Walpurgisnacht, die in Deutschland ganz eng mit den Hexen auf dem Blocksberg verbunden ist und ebenfalls eine Feierlichkeit zu Ehren des weiblichen Wissens darstellt.

In diesem Mond werden Dinge geboren und sichtbar. Haben wir beim letzten Mond noch das Feld bestellt, so sieht man es jetzt auch an der Natur, die an allen Enden und Ecken grünt, blüht, wächst und gedeiht. Dazu passen auch die ganzen Fruchtbarkeitsfeiern – wie Ostern.

Du kannst den Aprilmond unter dem folgenden Fokus für dich gestalten:

Wertschätze dich

Schätze das, was ist und ehre dich für deine Transformation. Spüre in deinen Kern, in deine Seele und erkenne, dass egal was im Außen ist, was du tust oder wie du aussiehst, im Kern bleibt deine Seele immer die Gleiche. Sie ist wie der goldene Faden, der die einzelnen Perlen zusammenhält. Nimm dir Zeit, diesen Kern in dir wertzuschätzen. Diese Instanz, die dich leitet, dein innerer Kompass, deine innere Weisheit. Zu wissen, dass dieser Kern unkaputtbar und unangreifbar ist macht es einfacher, den anstehenden Wandel zu vollziehen.

Wandel dich

Der Aprilmond wird auch als der Wandelmond genannt – der Samen wird zum Keimling, die Raupe zum Schmetterling, die Schwangere zur Mutter… an welchen Stellen darfst du dich dem Neuen hingeben, dich wandeln und in deinen neuen Status hineinwachsen? Wie kannst du nun aktiv die Wandlung vollziehen, oder sie zumindest einleiten?

Wässere dich

Jede Pflanze, die im Wachstum und sprießen ist braucht Wasser. Sei gut zu dir und stelle sicher, dass du genügend Ressourcen zur Verfügung hast. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes die Wasserflasche in der Tasche sein. Oder aber genügend Schlaf, Zeit mit dir, ausreichend frische Luft und Bewegung. Egal wie das Wetter ist, versuche jeden Tag in Verbindung mit der Natur zu gehen – und wenn es nur der Baum am Ende der Straße ist, an den du dich für 10 Minuten lehnst, während du über die Kopfhörer entspannende Musik hörst und die Stadt ausblendest.

Wachse wild und weiblich

Der Aprilmond lädt dich ein wild und weiblich zu wachsen – die gegebenen Einschränkungen und Regeln beiseite zu lassen und dich dieser Fülle und Intensität, dem urweiblichen Chaos und der Schöpferkraft hinzugeben. April, April, da macht sie was sie will!

Passend dazu starten wir kommende Woche direkt mit voller Venuskraft in den April – denn der 1. April hat eigentlich mehr mit Sex als mit Scherzen zu tun…

In Sisterhood.

©2017

April, April – sie kommt wann sie will

April, April – sie kommt wann sie will

Der 1. April markierte den ersten Tag des Monates, welcher bei den Römern der Göttin Venus geweiht war. Und damit hat der heute so profane Aprilscherz einen durchaus weiblich-lustvollen Ursprung.  Denn Venus war durchaus mehr als nur einfach die römische Nachfolgerin von Aphrodite – sie ist die Göttin der Schönheit und Liebe, der Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit, des Liebreiz und des Begehrens, des Genusses, des Vergnügens und der Ästhetik. Sie wird auch als die „Schaumgeborene“ bezeichnet – entstanden als Himmel und Erde sich vereinigten. Es gibt unzählige Gemälde in denen sie lieblich einer Muschel entsteigt – weltberühmt ist die Darstellung von Botticelli.  Wenn man Menschen nach einer Göttin fragt, fällt den meisten wohl Venus ein. Nicht nur gab sie dem Abendstern ihren Namen (welcher zuvor ihrer babylonischen Vorgängerin Ishtar gewidmet war), sondern sie ist auch Lucifer, die Lichtträgerin, denn der Morgenstern kündigt den neuen Tag an. Und wenn du jetzt gerade einen großen Aha-Moment hast, dann willkommen in der neuen Realität. Ja, die Kirche hat Lucifer verteufelt und damit die Göttin zum Teufel verdammt. Denn selbstverständlich rebelliert die Göttin, wenn ihr alles abgesprochen und die Macht genommen werden soll. Doch sie konnte nie aus dem Himmel verbannt werden, denn sie war schon immer unter uns. Sie existiert durch jede einzelne von uns. Unsere Körper sind ihre Tempel und auch der Venushügel erinnert im Gegensatz zu dem später verbreiteten „Schambein“ an seinen eigentlichen Zweck – ein Ort der den Freuden der Göttin gewidmet ist. Nach Venus wurde auch der sechste (heute fünfte) Wochentag „Veneris dies“ benannt, daraus entstanden Venerdi (ital) und Vendredi (franz)  Die Germanen setzten sie mit der Göttin Freya gleich, daher die deutsche Bezeichnung „Freitag“. Und daher kommt der #femininefriday, den ich persönlich gerne feiere.

Veneralia – Lust und Anstand

Seinen Ursprung hat der Kult um die Venus Verticordia – der Lenkerin der Herzen – durch den Rat eines Sybillischen-Orakel im Jahre 220 v. Chr. Er wurde als Reaktion auf sexuelle Vergehen und Übergriffe initiiert und stand für die Göttliche Ungnade sexuellen Übergriffen gegenüber. Nachdem sie zunächst in den Tempel ihrer Schwester Fortuna Virilis eingezogen war, bekam Venus Verticordia 114 v. Chr. dann ihren eigenen Tempel. Ihre Aufgabe war es, Römer beider Geschlechter und aller Klassen, ob verheiratet oder nicht, daran zu erinnern, die sexuellen Grenzen einzuhalten und nicht übergriffig zu werden. Während der Veneralia – den Feierlichkeiten zu ehren der Venus am 1. April, wuschen die Frauen rituell den Schmuck und die Statuen der Gottheiten mit Blumen. Die Frauen selbst badeten an dem Tag in den Männerbädern, die ihnen für diese Feste zur Verfügung standen und trugen Myrten-Kränze auf Ihren Köpfen. Die Myrte spielte auch schon in der griechischen Mythologie eine große Rolle. In Griechenland war sie Aphrodite geweiht, die Römer übernahmen diese Tradition. Es gibt Überlieferungen eines Rituals, bei dem Myrtenzweige auf einen zu beschreitenden Weg gestreut werden, während Weihrauch verbrannt wird. Es war ein Tag, an dem die Frauen göttliche Hilfe für ihr Liebesleben, sexuelle Belange, Herzensangelegenheiten und Eheprobleme erbaten. Zu den Lustbarkeiten währen der Veneralia gehörten auch Feste, bei denen die Liebenden oder besser „Sexualpartner“ bisweilen in Masken nur für eine einzige Begegnung zusammenkamen.

Einfach mal kommen lassen

Die Energie der Venus ist das „Kommen lassen“ (venire, ital: kommen). Besonders für uns Frauen ist es wichtig und in diese feminine Energie fallen zu lassen und uns ihr hinzugeben. Wenn wir in dieser Kraft ruhen, können wir Liebes- und andere Dinge einfach anziehen und kommen lassen ohne viel dafür tun zu müssen. Und somit lädt der 1. April uns ein die Dinge einfach mal kommen zu lassen – auf allen Ebenen. Mit all der Launenhaftigkeit und Unberechenbarkeit des Aprils. Ich tausche an diesem Tag bewusst das olle Pupskissen gegen weiche anschmiegsame Stoffe, den Scherzartikel gegen sinnliche Momente und den ausgedienten Witz gegen neuentdeckte Göttlichkeit. Zum 1. April kannst du dir die folgenden Fragen als Inspiration stellen:
  • Welchen Weg möchte ich beschreiten?
  • Was möchte ich kommen lassen?
  • Wie kann ich die Venus in mir feiern?
Du kannst dazu das oben beschriebene Myrte-Ritual machen, deinen Venushügel erobern, dir einen wunderbar sinnlichen Abend gönnen oder deiner schöpferischen kraft Ausdruck verleihen. Für was auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Freude dabei. Ich feiere meine innere Venus ja jeden Freitag mit dem #femininefriday – und wünsche dir viel Freude beim Feiern deiner Venus! In Sisterhood
Maria Verkündigung: In 9 Monaten ist Weihnachten!

Maria Verkündigung: In 9 Monaten ist Weihnachten!

So what? Könnte man jetzt denken? Aber: der 25. März ist der Tag, an dem der Überlieferung nach der Erzengel Gabriel bei Maria angeklopft hat. Was 9 Monate später geschah wissen wir ja alle. Seinen Ursprung hat „Maria Verkündigung“, in den heidnischen Festen zum Erwachen von Mutter Natur. Denn die sich im Februar paarenden Vögel und all die anderen Tiere sind ja schon augenscheinlich erwacht. Und dieses Erwachen wurde traditionell gefeiert, steht es doch im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit und Fülle.

Das Hochfest Annunziata, Verkündigung, feiert die Verkündigung der Empfängnis und damit bevorstehenden Geburt an Maria.  Maria spann dabei nach der Legende gerade das purpurne Garn für den Tempelvorhang, nach anderen Überlieferungen schöpfte sie gerade Wasser aus einem Brunnen.

Tiefe weibliche Symbolik

Es gibt Überlieferungen, die besagen, das Maria als Priesterin im Tempel ausgebildet wurde. Sie war zu der Zeit schon mit Josef „verlobt“, aber noch Jungfrau. Nun spinnt diese „jungfräuliche“ Priesterin den purpurenen Tempelvorhang. Purpur steht oft für das mystische, das Königliche- somit symbolisiert dieses Bild die bevorstehende Empfängnis. Der Brunnen steht dabei ebenfalls als Ort der Liebe und Symbol der Weiblichkeit. In dieser tief spirituellen Umgebung bekommt Maria nun Besuch von Gabriel, der ihn ankündigt, dass sie einen Sohn empfangen wird.

Da Leidenschaft und Körperlichkeit von Frauen nicht in das Bild der Kirche passte, wurde es so interpretiert, dass der Heilige Geist über Jungfrau gekommen sei. In Wahrheit war es wahrscheinlich der erste Liebesakt zwischen Maria und Josef. In einem Moment der Ekstase werden beide vom heiligen Geist durchfahren, mit der Erfüllung der Prophezeiung, das Maria schwanger wurde. Möglich auch, dass es der Liebesakt nach dem Neumond war. Denn mit dem Enden der Menstruation endete die „Mondzeit“ und die Frau wurde somit wieder zur Jungfrau – der neue Zyklus begann.

Dies passt auch zu den uralten Bräuchen der heiligen Hochzeit, welche sich zu Beltane zutrugen. Wenn Könige und Priesterinnen sich vereinten und das Kind welches geboren wurde „heilig“ war. All dies passte nicht in das patriarchale System der Kirche, denn es würde bedeutet, dass die Kraft der Empfängnis bei der Frau liegt, das Mann und Frau gleichgestellt sind und sich Lust und Spiritualität keineswegs ausschließt.

Vom Frauentag zur verqueren Herrlichkeit

So wurde Mariä Verkündigung ab dem 6 Jahrhundert in Konstantinopel gefeiert und auf den alten, damaligen Frauentag – der zugleich auch Frühlingsbeginn war gelegt. Dadurch wollten man von der TagundNachtgleiche und ihren Festlichkeiten ablenken. Als ob das nicht genug war nannten die Kirchenobersten die Festlichkeit Ende der 60er Jahre in „Fest der Verkündigung des Herrn“ um. Damit hatte man das sämtliche weibliche Energie aus diesen Zusammenhängen gestrichen. Als ob ein Kind ohne Mutter die Welt erblichen könnte…

Maria Verkündigung ist im Kern also eine christliche Abwandlung der heiligen Hochzeit zwischen der Priesterin und dem König, Gott, Priester, welche lustvoll dem Empfanges des neuen Lebens geweiht war. So können wir uns heutzutage an diesem Tag mit der Göttin verbinden – repräsentiert durch Maria – und uns darauf einstimmen, was wir für das Jahr empfangen wollen.

In Sisterhood

Von Vögeln am Valentinstag

Von Vögeln am Valentinstag

Der Valentinstag –  umsatzstärkster Tag der Blumenindustrie und Alptraum aller Fleuropboten steht vor der Tür. Der Ursprung des Valentinstages liegt aber fernab von prall gefüllten Pralinenschachteln, sondern bezieht sich auf das Paarungsverhalten der Vögel.

Ein Vogel wollte Hochzeit feiern

Nach der langen Winterszeit sehnten die Menschen den Frühling herbei. Gerade hier im Norden war der Wunsch nach Licht und Wärme besonders groß. Nachdem zu Imbolc die Tage merklich länger wurden richtete sich nun die Aufmerksamkeit auf die Vögel. Denn ihr Balzverhalten war ein sicheres Indiz dafür, dass es bald Frühling werden würde. Inspiriert von Amsel, Drossel, Fink und Star ließen auch die Menschen ihrer auferstehenden Lebenslust freien Lauf und zelebrierten diese.

Im Rom wurde zu diesem Zeitpunkt die Göttin Februata gefeiert, sie galt als Schutzgöttin und Gebieterin der glühenden erotischen Liebe. Damals feierte mal Lupercalia – das „Fest der Wölfin“, zu dem speziell Frauen die Wiederkehr des Lebens und der Lebenssäfte ausführlich gefeiert haben sollen. Es wird überliefert, dass Männern den Frauen Blumen überreichten, da sie die Repräsentation der Göttin waren.

Die Frauen hingegen schrieben Namen auf kleine Schnipsel, welche in einem Kelch gesammelt wurden und die Männer durften daraus ziehen. Die daraus entstehende Vereinigung wurde auch als Ausdruck der Urkraft der Schöpfung gefeiert. Manche dieser Verbindungen wurden bei Gefallen auch für ein Jahr geschlossen. Diese Festivitäten haben wohl bis in die Spätantike stattgefunden.

Von Wollust zu Weihrauch

Die Kirche fand keinen Gefallen an diesen wilden, lustvollen Treiben und so musste der arme Märtyrer Valentin herhalten, welcher sterben musste, weil er Liebespaare vermählte. Und aus dem wilden Namensziehen wurden heilige Sprüchlein, welche ähnlich wie beim Glückskeks ( welcher übrigens auch nicht auch China stammt), das Seelenwohl des Jahres bestimmen sollte. Daher kam dann wohl auch der Brauch mit der Schokolade – denn das alles hört sich so fad an, dass etwas Frust-Schoki her muss.

Viele der ursprünglichen Elemente finden sich in den heutigen Bräuchen zum Valentinstag wieder – mit dem Hintergrundwissen bekommen sie aber eine andere Bedeutung. „Willst du mein Valentine sein?“ kann jetzt durchaus anders verstanden werden, als das unschuldige Bekenntnis zu einer Freundschaft. Wenn ich die Frau als Repräsentantin der Göttin mit Blumen beschenke, sehen diese wahrscheinlich anders aus, als die flott an der Supermarkt-Kasse eingesteckten Rosen. Und wie wäre es mal darüber nachzudenken, was man noch alles mit der Schokolade tun kann, die wir verschenken?

Feuriges Fieber

Dieser Tag Mitte Februar ist ein Tag für die Wonnen der Liebesleidenschaft, der Name Februata leitet sich von „febris“ (Fieber) ab. Es ist ein Tag, an dem wir nicht nur die Gemüter, sondern auch die Lenden und unsere Leidenschaft wieder entfachen dürfen. Das Feuer in uns entfachen, die inneren Kohlen wieder schüren und uns dem Liebesfieber-Feuer erhitzen lassen.

Kein Valentin? Feiere Februata!

Ohne Valentin kein Liebesfeuer? Von wegen! Widme diesen Tag dir selber und ehre die Göttin in dir. Dazu kannst du dir Love Yourself / Dein Date mit dir gönnen oder dich von den folgenden Ideen inspirieren lassen.

– Liebe

Verliebe dich in dich und liebe die Göttin in dir! Lass dich wissen, wie wunderbar du bist. Dazu kannst du den uralten Brauch der kleinen Papyrus-Schnipsel abwandeln und auf Zettelchen all die Dinge schreiben, die an dir toll sind. Das können Charaktereigenschaften, Körpermerkmale oder Dinge, die du erreicht hast sein. Nimm dir vor mindestens 21 Dinge zu finden. Und hol dir Unterstützung, indem du deine Freunde bittest, dass sie dir 5 Sachen nennen, die sie an dir liebenswert und sexy finden. All das sammelst du in deinem „Kelch“ und dann kannst du sie dir in Ruhe durchlesen, während du eins nach den anderen rausziehst. Formuliere die Zettel mit „Ich bin sexy“, „Mein Lachen ist umwerfend“ und lies dir jeden laut vor. Und, wenn du willst, kannst du dabei genüsslich an wunderbar leckerer Schoki knabbern und Rotwein schlürfen.

– Lust

Lust kann auf vielen Ebenen stattfinden – immer dann, wenn wir uns vergessen, genießen und hingeben. Lust kommt Hand in Hand mit Sinnlichkeit – das perfekte Duo an diesem Tag. Wo begegnest du dein beiden? Bei einem leckeren Essen, vielleicht mit verbundenen Augen? Beim Tanzen? Bei einer NoMind-Massage, mit viel Öl? Bei einem Nachmittag im Hamam? Mach eine Verabredung mit den beiden in deinem Kalender fest und genieße den Moment. Und niemand hält dich davon ab, die beiden auch häufiger zu treffen

– Leidenschaft

Wann hast du das letzte Mal deine Leidenschaft zum Lodern gebracht? Hast du schon immer von einer Tantra-Massage geträumt? Wolltest du mal ein Yoni-Ei ausprobieren? Du hast das Gefühl, es ist Zeit endlich wieder auf der Welle der Ekstase zu reiten? Dann nimm dir die Zeit und gönne dir das, wonach sich deine innere Göttin sehnt, was der Verstand aber als „überflüssig“ abtut. Dabei ist ein Orgasmus nicht nur zutiefst spirituell, sondern auch gesundheitsfördernd. Durch den Ausstoß von Oxytocin werden Angstgefühle gemindert und das Immunsystem aktiviert, Serotonin bewirkt ein ganzheitliches Gefühl der Glückseligkeit und Prolaktin baut körperliche und seelische Anspannungen ab und kann helfen durch Verspannung herbeigeführte Beschwerden wie Spannungskopfschmerz oder Rückenschmerzen zu lindern und Stress abzubauen. Also, worauf wartest du noch?

Nun fällt der Valentinstag nicht immer auf ein Wochenende – wen stört es! Die Göttin wird sich doch nicht von einem Kalender einschränken lassen. Nimm die Woche des Valentinstages und serviere dir selber die ersten Häppchen und bewahre dir das Finale fürs Wochenende mit mehr Zeit und Ruhe auf. Wenn wir beginnen unser Feuer zu schüren, beginnen wir zu leuchten. Valentin ist für mich kein One-Night-Stand. Er ist ein Freund mit Vorzügen, der einmal im Jahr vorbeischaut und mich daran erinnert, meine Feuer-Praxis wiederaufzunehmen. Nicht nur jetzt, sondern das ganze Jahr.

In Sisterhood,

Kraft tanken durch Klarschiff machen

Kraft tanken durch Klarschiff machen

Finde deine Kraft! Vielleicht geht es ja nur mir so, aber momentan habe ich das Gefühl, als ob mir von überall zugerufen würde: Lebe deine Kraft. Verkörpere deine Kraft. Finde dein Krafttier. Spüre deine Kraft. Gerne und oft auch mit einem Ausrufezeichen am Ende versehen. All das hört sich ja ganz wunderbar an, aber dennoch bleibt die Frage – wie mache ich das? Wie komme ich an diese verborgene Kraft? Wie kann ich diesen Schatz bergen? Wie kann ich meine Kraft freisetzen? Dabei sollte die eigentliche Frage lauten: Wie fließt deine Energie?

Wenn der Fluss krank wird…

Unsere Energie ist wie ein Fluss. Und genauso wie Flüsse erkranken können, unter Stress leiden und am Ende auch sterben können, geht es uns mit unserem Energiefluss. Sind wir in unserer Kraft, fließt unsere Energie aus einer klaren Quelle kraftvoll und erfrischend bis sie zu einem großen kraftvollen Fluss wird. Nun ist es mit unserer Energie so wie mit vielen Flüssen – sie fließen nicht mehr frei und uneingeschränkt. Denn sie wurden an Stellen begradigt, durch Dämme ausgebremst, durch Schleusen gestoppt, durch Toxine vergiftet und am Ende findet sich im Flusslauf eine braune Suppe, die nichts mehr mit dem klaren Quellwasser vom Anfang zu tun hat. Um einen Fluss zu retten muss man ihn revitalisieren. Das bedeutet, dass sie Begradigungen verschwinden, der natürliche Flusslauf wieder hergestellt wird und der Zufluss von Schadstoffen gebremst wird.

Revitalisierung als Kraftquelle

Übertragen auf unseren persönlichen Energiefluss bedeutet dass, uns einen Überblick über unsere energetischen Einschränkungen zu verschaffen – und zwar konsequent vom Ende des Flusses bis zur Quelle. Und dann Klarschiff zu machen. Der Zufluss von Schadstoffen wir minimiert, indem wir nicht nur auf unsere Ernährung achten, sondern auch mit wem wir unsere zeit verbringen. Das bedeutet, dass wir uns auch von Beziehungen verabschieden, die toxisch sind, die uns nicht gut tun. Dazu gehören Beziehungen zu Menschen, bei denen du dich nach einem Treffen erschöpft und kraftlos fühlst.

Um Begradigungen zu entfernen dürfen wir uns fragen: wo passe ich mich noch zu sehr an. In welchen Situationen verstelle ich mich. In welchen Rollen bin ich nicht authentisch? Und: wie kann ich diese Situationen und Rollen aus meinem Leben verabschieden? Das kann dadurch passieren, dass du einfach häufiger deine Meinung äußerst, zu deinen Bedürfnissen stehst und mehr bei dir als bei anderen bist. Und ja, es kann passieren, dass du damit aneckst – aber auch der wildeste Fluss stößt auf Gestein und fließt dann drum herum.

Dämme sind oftmals Begrenzungen, die wir uns selbst gegeben haben oder wo wir anderen geglaubt haben, dass wir dieses oder jenes nicht tun können. An welchen Stellen limitierst du dich selber, indem du dich klein hältst oder Dinge nicht tust, um niemandem auf den Fuß zu treten? Was wäre, denn du diese Dämme einfach durchbrechen würdest?

Zurück zum Ursprung

Je mehr wir Klarschiff machen, desto näher kommen wir der Quelle, desto heller und klarer wird unser eigener Energiefluss, desto kraftvoller kann dieser wieder fliesen. Wie das wilde Wasser. Das Geheimnis deine Kraft liegt also nicht darin, noch mehr zu stemmen – ob Gewichte oder Situationen – sondern ehrlich und wahrhaftig dir selbst gegenüber zu sein und dich der Welt so zu zeigen, wie du bist. So wunderbar, groß, leuchtend, kraftvoll und fabelhaft. Denn wenn wir uns unseren Energiefluß hingeben geben wir einer Urkraft Platz, die sich nicht aufhalten lässt und uns trägt.

Als wunderbarer Start dazu bietet sich der FLOW Circle an, dort gehen wir direkt an die Quelle und reinigen, lösen und befreien deinen ureigenen Energiefluss.

Wovon darfst du dich befreien um wieder in deine Kraft zu kommen?

In Sisterhood,

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Challenge vs Commitment

Challenge vs Commitment

Immer wieder sehe ich auf Facebook Challenges aufpoppen – 5 Tage /  7 Tage / 21 Tage für mehr Sichtbarkeit, eine schlankere Taille, mehr Stil in meinem Leben.  Und bevor du fragst: Ja, ich habe in der Vergangenheit auch schon einige dieser Challenges mitgemacht. Ehrlicherweise waren die meisten nicht wirklich erfolgreich – denn entweder ich habe sie nicht bis zum Ende durchgehalten, fand sie anstrengend oder sie haben irgendwie nicht für mich funktioniert. Und als ich mich umschaute merkte ich, dass es vielen meiner virtuellen Freunden genauso ging.

Kampfansage an die Komfortzone

Eine Challenge ist immer eine Herausforderung – logisch. Gleichzeitig ist sie aber auch ein Wettstreit oder gar eine Kampfansage. Was mir beim Beobachten diverser Challenges deutlich geworden ist, ist, dass Challenges zumeist ein Symptom bekämpfen, sich aber nicht mit der Ursache auseinandersetzen. Da pushen sich Menschen 21 Tage über ihre Komfortgrenze – was grundsätzlich ja nicht schlecht ist, um am Ende aber trotzdem wieder hineinzufallen. Challenges sind oft auf den kurzfristigen Durchbruch angelegt und tragen damit eben auch das Risiko einen Einbruchs mit sich. Nach der Challenge bricht der Teilnehmer wieder ein und ehe man sich versieht ist alles wieder wie vorher. Denn das Symptom ist eben nicht die Ursache des Problems, sondern nur der sichtbare Auswuchs.

Hingabe an den Ursprung

Eine alternative Herangehensweise, also quasi die sanfte Schwester der Challenge, ist das Commitment. Commitment beinhaltet einen grundlegenden Unterschied. Während die Challenge gegen das Offensichtliche kämpft, bekennt sich das Commitment zu dem tieferlegenden Kern. Es ist die Hingabe an den Ursprung.

Als konkretes Beispiel kann hier mein aktuelles Commitment #33yinspirations herhalten.  Das offensichtliche Thema war: ich nutze keine Live-Videos, keine Instagram-Stories & Co. Jetzt kann ich das Thema auf 2 Arten angehen. Als Challenge könnte ich mich verpflichten jeden Tag ein Video zu posten und damit gegen den Status Quo anzukämpfen. Ich würde mich aus meiner Komfortzone raus schubsen. Ich würde versuchen es richtig und perfekt zu machen. Am Ende der 33 Tage wäre ich persönlich vom kämpfen und pushen erschöpft.

Als Commitment schaue ich, woran es liegt, dass ich dem Wunsch nach mehr Video nicht nachkomme. Wenn ich mich dann ehrlich betrachte bemerke ich, dass meine Perfektion meine Inspiration jedes Mal feste zur Seite schubst, wenn der Gedanke an ein Live-Video aufkommt. In dem Moment kann ich mich für meine Inspiration entscheiden und dazu ihr 33 Tage lang einen Raum zu geben und die Vorfahrt zu gewähren. Damit öffne ich etwas Neues, anstatt gegen etwas Bestehendes anzukämpfen.  Für mich persönlich fühlt es sich leicht und stimmig an und ich spüre, wie meine Inspiration jedes Mal jubelt, wenn ich mich für sie entscheide. Als Belohnung schenkt sie mir weitere Ideen. Ich bin im femininen Flow.

Schweinehund vs Einhorn

Ich habe mich entschieden bei jeder Challenge und Herausforderung Zeit für einen zweiten Blick zu nehmen, um dann das Commitment für mich zu formulieren. Ich kann gegen den Schweinehund kämpfen oder für das Einhorn im mir einstehen. Ich kann gegen die Perfektion kämpfen oder für die Inspiration Raum schaffen. Ich kann meine Pfunde bekriegen oder für meinen Körper sorgen. Oder auf das Foto bezogen: gegen die Wand oder für den Ausblick. Das heißt nicht, dass ich keine Herausforderungen mehr annehme. Ich betrachte sie einfach nur anders. Ein Grundsatz übrigens, den ich auch in meinem Coaching anwende. Welches seitdem noch schneller und effektiver ist. Und zu einfach, schnell undfließend sage ich nicht nein.

Ich habe für mich gelernt, dass es auch einen Weg ohne Kampf, Hustle und Pushen gibt, der mich an mein Ziel kommen lässt. Obwohl ich eigentlich sagen müsste, in meinen Wunsch-Zustand ankommen lässt. Denn für mich ist das Leben eben kein Rennen mehr, sondern ein Tanz.

An welchen Stellen kannst du die Challenge gegen ein Commitment tauschen?

In Sisterhood,

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