Wozu eigentlich Ahnenheilung?

Wozu eigentlich Ahnenheilung?

In dieser Episode werden wir in ein Thema eintauchen, mit dem ich mich tagtäglich beschäftige und zu dem ich dennoch immer wieder Fragen gestellt bekomme. Ahnenheilung. Denn die Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme sind: Wozu machen wir das eigentlich? Also wozu setze ich mich eigentlich mit Menschen auseinander, die schon lange tot sind? Da kann ich doch nichts mehr machen. Und was hat das mit mir zu tun im Hier und Jetzt? Und wie kann das mein Leben verändern? Und die Frage ist natürlich total berechtigt. Vor allem, wenn wir mit unserem westlichen Mindset da dran gehen, in dieser sehr logisch rational verhafteten Denkweise, die wir oft einfach im „Westen“ haben, der „zivilisierte Denkweise“.

In der indigenen Sichtweise gehen wir „hinüber“,

in die unsichtbare Welt.

In der religiösen Sichtweise verlassen wir die Erde,

hoch in den Himmel oder eben in die Hölle.

Kaja Andrea

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Unsere Ahnen waren die größte Konkurrenz zum christlichen Gott. Und so mussten sie uns verlassen.

Kaja Andrea

Was ich in den letzen Jahren gelernt habe ist, dass wenn wir an dem Symptom arbeiten, dann können wir das manchmal kurzzeitig beschwichtigen. Nur wir lösen die Ursache nicht. Wenn ich Kopfschmerzen habe, und eine Kopfschmerztablette nehme und immer wieder Kopfschmerzen habe und immer wieder eine Kopfschmerztablette nehme, dann kann ich das Symptom bekämpfen, doch ich bekomme wieder Kopfschmerzen. Die Lösung könnte sein, ich muss einfach einen Liter mehr trinken am Tag, dann bekomme ich keine Kopfschmerzen mehr, dann gehe ich an die Ursache heran.

Genau das machen wir bei der Ahnenheilung, wir legen den Fokus auf die Ursache anstatt auf das Symptom. Denn wenn wir uns bei ahnengeprägten Themen, also denen, die wir übertragen bekommen haben, nur auf uns und die Gegenwart fokussieren, dann kann es sehr gut sein, dass das kurzzeitig hilft, wie die Kopfschmerztablette und wir denken: „Super, das Thema hat sich irgendwie erledigt.“ Doch was dann passiert ist, dass das Thema wieder auftaucht. Der nächste Kopfschmerz, kommt. Das Thema wieder hoch. Wir finden wieder eine kurzzeitige Lösung und dann kommt es trotzdem wieder. Mit Ahnenheilung kümmern wir uns um die Ursache. Und machen somit aus einer kurzfristigen Lösung eine langfristige Veränderung. 

Wir müssen zum Ursprung des Thema,

um es langfristig zu lösen.

Ansonsten behandeln wir ein wiederkehrendes Symptom.

Kaja Andrea

Jedes Mal wenn wir in unserer Linie arbeiten, berühren wir nicht nur uns, sondern auch alle anderen. die mit dem jeweiligen Ahnen verbunden sind. Und damit bewegen wir eben nicht nur unser Leben, sondern das Leben von vielen. Und das ist für mich etwas, was Ahnenheilung zu einem sehr kraftvollen Tool macht zum Arbeiten. Wir bewegen also nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart. 

Und gleichzeitig verändern wir die Zukunft, die möglich ist. Denn wenn wir Traumata aus unseren Linien lösen, wenn wir Stressoren und festgesteckte Emotionen aus unseren Linien lösen, dann gilt es ja nicht nur für die Generation, die jetzt da sind, sondern auch für alle anderen, die uns folgen.

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Was deine seelische Gesundheit mit deinen Ahnen zu tun hat

Ich freue mich zu erfahren, wie dir die Folge gefallen hat und was dein Aha-Moment war.  Teile es gerne hier unter dem Beitrag deinen Kommentar mit mir oder kommentiere bei Instagram oder YouTube.

In Sisterhood.

Hier findest du das komplette Transkript
[00:00:08.560]

Hallo und herzlich willkommen zu Spoken Medicine. Ich freue mich sehr, dass du auch dieses Mal wieder mit dabei bist. Mein Name ist Kaja Andrea, ich bin dein Podcast Host und freue mich heute ganz besonders auf das Thema, denn wir werden in ein Thema eintauchen, mit dem ich mich tagtäglich beschäftige und zu dem ich dennoch immer wieder Fragen gestellt bekomme. Und zwar geht es das Thema Ahnen Heilung. Denn eine Frage, die da immer wieder kommti ist: Wozu machen wir das eigentlich? Also wozu setze ich mich eigentlich mit Menschen auseinander, die schon lange tot sind? Da kann ich doch nichts mehr machen. Und was hat das mit mir zu tun im Hier und Jetzt? Und wie kann das mein Leben verändern? Und die Frage ist natürlich total berechtigt. Vor allem, wenn wir mit unserem westlichen Mindset da dran gehen. Also wenn wir in dieser sehr logisch rational verhafteten Denkweise, die wir oft einfach im Westen haben, die zivilisierte Denkweise, wenn wir mit der da rangehen. Und ich möchte dich heute einladen auf eine Reise in das indigene Denken oder die indigene Sicht der Welt, wie sie auch bei uns in Europa vor gut 1000 Jahren vollkommen präsent war.

 

[00:01:52.500]

Und dann noch mal kurz die Erinnerung, 1000 Jahre sind gar nicht so viel, wenn wir uns die Menschheitsgeschichte als solches angucken. Fühlt sich für uns natürlich in so einem einzelnen Leben nach ganz viel an, aber in Wirklichkeit ist es gar nicht so viel. Und einmal da rein zu gucken, die indigene Weltsicht und dann aber auch wirklich ganz konkret möchte ich dir erzählen, wie das funktioniert… Wie das funktioniert mit der Ahnenheilung, warum das relevant ist für uns auch im Hier und Jetzt und was es damit auf sich hat. Und wir gehen auch noch auf zwei, drei kleine Bonbons ein.

 

[00:02:29.150]

Also wenn wir in der westlichen, linear denkenden Perspektive bleiben, dann ist es so, dass wir geboren werden und dann leben wir und dann werden wir gestorben und dann gehen wir unter die Erde. Das ist so die Atheistische Sichtweise. Und dann zerfallen wir und kann man einen Baum draufsetzen. Wer freut sich? Die andere Sichtweise, wenn wir in die religiöse Sichtweise gehen, die christliche Sichtweise, ist die, dass wir geboren werden und dann sterben wir. Und dann kommen wir entweder, je nachdem welche Religion wir angehören, in den Himmel oder wenn wir Katholiken sind, gibt es auch die Option, dass wir in die Hölle kommen, wenn wir nicht brav gewesen sind und ganz viele böse Dinge getan haben.

 

[00:03:16.810]

Aber, und das ist ganz wichtig, fix ist, dass wir die Erde verlassen, also dass wir hochgehen in den Himmel oder runter in die Hölle. Das habe ich übrigens auch noch nie so ganz verstanden. Wo da oben und unten ist oder ob die Hölle jetzt der Erdkern ist und wir quasi in die Erde zurückgehen. Was Sinn machen würde, wenn wir und bare with me, ich komme gleich auf den nächsten Punkt, uns das angucken. Also wir sind auf der Erde und dann verlassen wir die Erde. Und wenn wir jetzt ein bisschen weiter zurückgehen und uns die indigene Sichtweise auch der europäischen Völker angucken, zum Beispiel auch der Kelten, dann ist es so, dass wir geboren werden. Und dann leben wir. Wenn wir sterben, dann gehen wir nicht irgendwo anders hin und dann verschwinden wir nicht, sondern unser Körper natürlich zerfällt zu Staub, Erde, Kompost, so wie das auch in der atheistischen Sichtweise ist. Der Unterschied ist aber dazu, dass es neben der wissenschaftlichen Perspektive, dieser physischen Perspektive eben auch eine spirituelle Perspektive gibt, die sagt: Die Seele löst sich aus dem Körper und sie geht in die Anderswelt. Und die Anderswelt ist eben nicht im Himmel ganz weit weg oder in der Hölle ganz weit weg, wo auch immer die Hölle ist, sondern die Anderswelt ist quasi eine Parallelwelt, die parallel zu der sichtbaren Welt existiert, eine Welt, die wir mit dem normalen physischen Auge eben nicht sehen können.

 

[00:04:51.260]

Und diese Welt ist die Welt der Ahnen. Deswegen komme ich darauf zu sprechen. Und diese Welt der Ahnen ist eben auch die Welt, in der die Ahnen sind und aus der sie dann eben aber auch wieder zurückkehren können in die sichtbare Welt, indem sie neu geboren werden. Also die Idee von Inkarnation und Reinkarnation gibt es dort. Und es gibt eben auch diese Perspektive der Welt, dass unsere Ahnen nicht weg sind, irgendwo im Himmel verschwunden, irgendwohin, wo wir nicht wissen, wo das ist, sondern dass sie noch ganz nah bei uns sind und relativ nah dran sind. Und es gibt eben auch die Geschichte, der keltischen Völker. Es ist nicht der Celtics, sondern der Kelten in unserem Breitengraden, sag ich jetzt mal, die ganz berüchtigt waren als Kämpfer, weil sie keine Angst hatten zu sterben, weil für sie war es so, wenn ich sterbe, dann werde ich begraben und werde im Schoß der Mutter begraben. Also ich kehre nach Hause zurück, dann wieder neu geboren zu werden. So alles easy. Und was man daran sieht, ist, dass es damals eben diese zyklische Sichtweise von Kreisläufen wie auch dem Lebens Kreislauf gab, während wir heute in einer linearen Sichtweise sind mit Anfang und Ende.

 

[00:06:10.710]

Wenn etwas zu Ende ist, dann ist es zu Ende und wir ganz schwierig für uns kollektiv in Zyklen denken können. Das geht ganz oft noch mit dem Monatszyklus oder dem Mondzyklus. Und zu merken, das ist ja immer ein Kreislauf. Aber so für andere Dinge fällt uns das schwer. Wenn wir uns auf diese Sichtweise einlassen, dann wird auch deutlich, dass unsere Ahnen durchaus nicht verschwinden, sondern immer wiederkommen können. Es gab damals auch die Situation, wo man sich das Baby angeguckt hat, wenn es geboren wurde und geguckt hat, wem sieht es wohl ähnlich? Ist es vielleicht der Urururopa Herbert, der da zurückkommt oder so? Und wir hatten ein ganz anderes Verhältnis zu unseren Ahnen. Wenn wir jetzt wieder zurückgehen auf die rein wissenschaftliche Perspektive, dann ist die Wissenschaft mittlerweile auch so weit zu sagen, wir können verstehen und nachweisen, dass Geschehnisse unserer Vorfahren teilweise so intensiv waren, dass sie quasi auf der DNA abgespeichert werden und weitergegeben werden in die nächsten Generationen. Da gibt es vielfältigste Beispiele für. In der indigenen Sichtweise war es schon immer so. In Nordamerika spricht man beispielsweise von den sieben Generationen vor uns und nach uns, die unser Handeln beeinflussen bzw.

 

[00:07:43.480]

Von deren Handeln wir beeinflusst sind. Da kommen wieder zwei Weltsichten zusammen. Wenn wir jetzt in das Thema AhnenHeilung gehen, dann wird daraus ein Schuh, weil wenn wir davon ausgehen, dass es Themen gibt, die zu groß waren für unsere Ahnen Traumata, Kriegserlebnisse, Trennungen, gesellschaftliche Herausforderungen. Ich muss mein Kind abtreiben, weil es sonst ein Bastard ist und so weiter. Oder ich musste mein Kind verstecken. Oder ich musste jemanden heiraten, den ich nicht heiraten wollte und es war die Hölle. Also da gibt es ja auch noch ganz viele Dinge, die wir im Hier und Jetzt in Europa gar nicht mehr so massenweise erleben. Passiert immer noch alles, weiß ich. Und diese Dinge, diese Ereignisse, die liegen dann auf der DNA und werden dann bei uns spürbar. Das heißt, so funktioniert die Übertragung von Traumata, intergenerational und auch transgenerational. Und da wirklich zu merken Okay, das, was damals passiert ist, beeinflusst mich im Hier und Heute.

 

[00:08:53.770]

Jetzt kann ich natürlich davon ausgehen, dass ich mich mit dem Thema im Hier und Heute beschäftigen kann. Nur wer mich ein wenig kennt, der weiß, dass ich gerne auch immer nach der Ursache suche. Denn was ich gelernt habe in den letzten, es sind bald schon 20 Jahre, die ich mich mit diesen Themen offiziell beschäftige, und das hat ja alles viel früher auch, ist, dass wenn wir an dem Symptom arbeiten, dann können wir das manchmal kurzzeitig beschwichtigen, sage ich jetzt mal, oder beruhigen. Nur wir lösen die Ursache nicht. Wenn ich Kopfschmerzen habe, wenn eine Kopfschmerztablette nehme und immer wieder Kopfschmerzen habe und immer wieder eine Kopfschmerztablette nehme, dann kann ich das Symptom bekämpfen, doch ich bekomme wieder Kopfschmerzen. Die Lösung könnte sein, ich muss einfach einen Liter mehr trinken am Tag, dann bekomme ich keine Kopfschmerzen mehr, dann gehe ich an die Ursache heran. Und das Gleiche machen wir mit der Ahnenheilung. Wenn wir also an den Themen hängen oder uns nur auf die Themen in Bezug auf uns fokussieren, die wir übertragen bekommen haben, von dem wir vielleicht auch gar nicht mehr wissen, dass wir sie übertragen bekommen haben, weil wir die Option gar nicht in Betracht ziehen, dass wir sie übertragen bekommen haben. Dann kann es sehr gut sein, dass das kurzzeitig hilft, wie die Kopfschmerztablette und wir denken: „Super, das Thema hat sich irgendwie erledigt. Doch was passiert ist, dass es wiederkommt. Nächster Kopfschmerz, kommt. Nächstes Mal poppt das Thema wieder hoch. Wir finden wieder eine kurzzeitige Lösung und dann kommt es trotzdem wieder.

 

[00:10:39.680]

Das wäre zum Beispiel so was wie, also eine Sache, die ich zum Beispiel hatte, war, und ich habe das ja auch schon mal erzählt, aber das ist so ein Klassiker, dass ich immer was zu essen dabei haben musste, wenn ich unterwegs war. Also es war immer dieses Gefühl, wenn ich nichts dabei habe, dann könnte ich verhungern, dann kriege ich nichts zu essen. Und ich weiß, ich wusste in meinem Kopf, dass es vollkommen Banane ist, diesen Gedanken zu haben, weil ich mich immer irgendwo bewegt habe, wo irgendwo ein Supermarkt war oder man irgendwo irgendwie was zu essen bekommen hätte. Und trotzdem hatte ich dieses Gefühl. Und ich habe einige Dinge getan. Ich habe Ernährungsprogramme gemacht. Ich bin ins Coaching damit gegangen. Ich habe Mindset-Geschichten gemacht. Mein Gott, ich habe mich abgerackert an dem Thema, weil ich gemerkt habe, das lässt mich überhaupt nicht. Und ich war damals in einem Job, in dem ich viel, viel, viel gereist bin. Seit der Pandemie reisen wir alle auch gar nicht mehr so viel. Aber ich bin damals wirklich richtig viel gereist. Übrigens mein einziger echter Job, könnte man sagen, bevor ich mich selbstständig gemacht habe. Und da habe ich gemerkt, das ist für mich einfach, das schränkt mich total ein. Ich muss mich mit dem Thema auseinandersetzen und habe wie gesagt diese ganzen Dinge gemacht. Und dann war es auch kurzzeitig gut, aber es kam immer wieder. Dann war es kurzzeitig gut und dann kam es irgendwann wieder.

 

[00:11:59.000]

Es gab irgendwann immer wieder den Moment, wo ich merkte, ich muss jetzt diesen Proteinsnack in der Tasche haben oder ich muss die Packung Mandeln dabei haben. Und zwar nicht, weil ich weiß, es ist jetzt irgendwie eine lange Fahrt und es ist gut einen Snack dabei zu haben, sondern selbst wenn es nur ein kurzer Weg war, ich hatte das Gefühl, ich brauche das, sonst verhungere ich. Und das war das, was ich meine mit die Kopfschmerztablette, dass ich also gemerkt habe, irgendwann, ich finde immer irgendwie eine kurzzeitige Lösung, aber das Problem bzw. Das Thema ist irgendwie nicht gelöst, es kommt halt doch irgendwann immer wieder. Manchmal ist es ein halbes Jahr ruhig, manchmal ist es drei Monate ruhig und dann kommt es immer wieder. Und da ist mir klar geworden, ich muss gucken, wo die eigentliche Ursache ist. Und dann bin ich eben wirklich noch mal mehr in das Thema Ahnen reingekommen. Krass, das ist gar nicht mein Thema, das ist ein Ahnenthema.

 

[00:12:51.970]

So, und jetzt habe ich diese Erkenntnis, dass es ein Thema ist, was nicht meines ist, sondern was übertragen wurde, sprich was in meinem Rucksack mir schon mitgegeben wurde in dieses Leben von Menschen, die vor mir gelebt haben. Und der Logik nach ist es natürlich jetzt so, wenn ich diese Kopfschmerzen heilen will, muss ich die Ursache finden. Und wenn das ausgetrocknete Teil ist, dann muss ich dort wässern. Sprich, wenn ich dehydriert bin, muss ich trinken. Wenn die Ursache jetzt in der Vergangenheit liegt, dann heißt es für mich eben auch, wenn sie bei meinem Ahnen liegt oder meiner Ahnen liegt, so und so viel Generationen zurück, dass ich dahin gehen muss und gucken muss, was braucht es da, an der Stelle diese emotionale Erleichterung, diese emotionale Transformation, Auflösung zu kreieren, die dann dafür sorgt, dass ab dann es sozusagen wieder gut fließen kann und die Symptome gar nicht erst wieder im Hier und Jetzt entstehen, weil die Grundursache beseitigt ist. Und das ist das, warum es für uns wichtig ist, unsere Ahnen zu heilen. Und Ahnenheilung ist auch so ein Wort, das ist vielleicht auch gar nicht so ganz passend, sondern es geht eher für mich, ich nenne es gerne auch Ahnenanerkennung. Ich glaube, das ist eher so ein besseres Wort. Das ist aber was, wo die meisten dann nichts mit anfangen können. Denn am Ende des Tages geht es ganz oft darum, dass wir anerkennen, was unseren Ahnen passiert ist, dass wir anerkennen, was dort geschehen ist.

 

[00:14:26.680]

Denn man kann sich das so vorstellen, wenn wir es ganz bildlich sehen, dass es dort einen Teil von Energie gibt. Also auch da noch mal kurz einen Schwenk. Wenn wir in die Weltsicht gehen und sagen unser Körper zerfällt, zu Staub, Asche, Kompost, gibt es aber eben genauso auch naturwissenschaftlich das Ding, dass Energie nicht verschwindet, wenn sie nicht von einem schwarzen Loch gefressen wird. Und auch da gibt es noch ganz viele andere Theorien zu. Und diese Energie ist ja weiter da. Sprich das ist die Energie, mit der die Seele, das Wesen, der Ahne, die Ahnin weiter existiert. Und wenn ein Teil dieser Energie bildlich gesprochen in so einer endlos Loopschleife festhängt, quasi zwischen dieser Welt und der nicht sichtbaren Welt. Dann geht es da nicht vorwärts, dann hängt da was. Das ist so, wie wenn so eine Schallplatte, wie sagt man das, einen Sprung hat, immer wieder zurückhüpft. Das heißt, das ganze Lied kann nicht vorwärts gehen. Und das gilt eben nicht nur für diese Person, die damals von vor X, Y Generation es erlebt hat, sondern dieser Sprung in der Platte, dieses Hängenbleiben sorgt dafür, dass es eben auch für alle anderen nicht weiter fließt mit dem Thema an der Stelle.

 

[00:15:45.960]

Und deswegen ist es so wichtig anzuerkennen, was war. Jetzt verlassen wir dabei natürlich den Weg des logisch Rationalen, weswegen es uns auch manchmal so schwer fällt, uns vielleicht auf diese Arbeit einzulassen. Mir fällt es nicht schwer. Aber ich bin da auch. Ich bin damit großgeworden. Ich kenne es aus vielen anderen Traditionen. Ich sehe, dass überall auf der Welt Menschen Ahnentraditionen haben. Und deswegen war es für mich nicht schwer, mich darauf einzulassen. Ich sehe allerdings auch, dass unsere Ahnenkultur, die wie gesagt bis vor gut 1000, 1200 Jahren existiert hat, so ins Vergessen geraten ist, dass wir das Gefühl haben, das ist was ganz Merkwürdiges, was wir machen. Und deswegen ist da immer meine Einladung, uns daran zu erinnern, 1200 Jahre sind nicht wirklich viel im Vergleich mit der Menschheitsgeschichte. Und die Menschen in Europa hatten schon immer Ahnenkultur und Ahnenkult und Ahnentradition, wie auch immer man es nennen möchte. Der Grund, warum wir es nicht mehr haben und es ist ganz wichtig, das wirklich wahrzunehmen, ist, weil die Ahnen die größte Konkurrenz für den christlichen Gott waren. Und es ist wahrscheinlich auch immer noch sind.

 

[00:17:01.150]

Denn der christliche Gott sitzt dort als und das gilt wahrscheinlich auch für den islamischen Allah und alle anderen Religionen, ich nehme nur das als Beispiel, weil mir das am vertrautesten ist. Der christliche Gott sitzt dort oben, irgendwo im Himmel, ganz weit weg von uns und schaut auf uns runter und guckt, was wir richtig machen und was wir nicht richtig machen. Er ist sozusagen die Instanz, die darüber entscheidet, ob wir unser Leben gut leben. Das ist ja eine Hierarchie, die da entsteht. Also der Gott da oben und wir hier unten. Jetzt kann man natürlich sagen, aber Kaja, wir hatten ja immer schon Götter. Und dann kann ich sagen Ja, der Götter Himmel in Anführungsstrichen, auch die Idee, dass die immer im Himmel waren. Es ist auch nur eine Idee, die irgendwann gekommen ist. Es war auch nicht immer so. Ich sage mal, der Götterreigen war immer schon vielfältig. Und je weiter man zurück guckt, desto interessanter ist es, sind es eben Götter mit Macken, sind es Götter mit Charakterzüge, sind es Götter mit schwierigen, schwierigen Umsetzungsproblemen manchmal auch, Dinge, die sie fast schon menschlich machen. Und da finden wir den Hinweis auf die lebendige Ahnenkultur. Denn natürlich waren unsere Ahnen bei uns. Sie waren bei Frau Holle, Hel, Hölle. Jetzt haben wir auch das Bild, woher das kommt. Also in der Anderswelt und haben darauf gewartet, dass ihre Zeit ist, dass Frau Holle sagt Kannst du wieder rübergehen.So, der Hader ist ja die Unterwelt bewacht, wo ja anscheinend keiner rausgegangen ist, aber auch nicht so ganz stimmt, auch noch mal drüber reden, sozusagen diese Übergänge bewacht.

 

[00:18:49.050]

Und in dem Moment, wo wir unsere Ahnen haben als eine Verbindung, bei der wir Rat bitten können, die wir Unterstützung bitten können und die eben so ähnlich sind zu uns, weil sie eben auch nicht fehlerfrei sind, entsteht natürlich auch für uns ein Raum, der uns entspannt sein lässt, der uns erlaubt, noch mal durchzuatmen, zu sagen Okay, die waren nicht fehlerfrei, ich war nicht fehlerfrei. Ich tu mein Bestes. Und zwar tu ich mein Bestes, für die nächsten sieben Generationen beispielsweise eine gute Ahnin zu sein. Ich weiß, dass man Handeln hier, das, was morgen übermorgen ist, beeinflusst. Der christliche Gott funktioniert ja ganz anders, das wissen wir alle. Da geht es nur darum, dass ich alles tun muss in diesem Leben, bestimmten Regeln zu folgen, die nicht unbedingt fürs höchste, beste Gut der Gemeinschaft sind und auch nicht fürs höchste beste Gut meiner Kinder, Kindeskinder und so weiter, ob persönlich oder kollektiv, sondern die gut sind für die Kirche. Und wenn ich diese Regeln nicht befolge, dann werde ich bestraft.

 

[00:20:00.500]

Das gab es bei der Ahnenkultur nicht, dass wenn du die Regeln nicht befolgst, dass du bestraft wirst, sondern es gibt Regeln, an die wir uns halten. Das sind Regeln, die ganz oft mit den natürlichen Kreisläufen zu tun haben. Und man erfährt im Leben schon Konsequenzen, wenn man sich nicht an diese Rhythmen und Zyklen hält. Es ist nicht so, dass man danach auf ewig in der Hölle ist. Zurück zum Thema Ahnenheilung. Warum ist es also wichtig, unsere Ahnen zu heilen, damit wir ihnen helfen, aus diesem Zwischenfeld sozusagen, zwischen unserer Welt und der anderen Welt, an das Welt herauszukommen, damit sie im wahrsten Sinne des Wortes rübergehen können, gute Ahnen zu werden. Und wenn sie das tun, dann kann die Platte sich weiterdrehen, dann verschwindet der Sprung aus der Platte, dann kommen die Kopfschmerzen nicht mehr wieder, dann ist alles wieder im Fluss. So kann man sich das vorstellen, funktioniert es mit der Ahnenheilung. Das kann man natürlich sagen, das ist alles Glaubenssache, Kaja, das kannst du dir ja ausgedacht haben, höre ich und verstehe ich auch. Nur meine Erfahrung und die Erfahrung von hunderten von Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, von über tausenden, Millionen von Menschen, die immer noch aktiv in Ahnenkultur existieren, zeigt, dass etwas passiert, wenn wir uns mit unseren Ahnen verbinden.

 

[00:21:25.860]

Warum das für uns so schwer ist, ist, weil es ein Ahrentrauma ist, was uns davon abhält, uns mit unseren Ahnen zu verbinden. Das ist jetzt interessant, weil man denkt, das ist jetzt ja irgendwie so ein Paradox. Nur dadurch, dass unser größter Schmerz darin liegt, dass uns die Ahnen genommen wurden. Und wir seitdem ja vor allem immer danach suchen, wo gehöre ich hin? Ich möchte in Verbindung gehen. Ich möchte zu etwas größerem Ganzen gehören. Und man dann immer guckt, in welche spirituelle Community kann ich denn reinpassen? In welche, welchen Verein kann ich denn reinpassen? In welchen Zusammenhang? Wo kann ich denn zu Hause sein? Ich fühle mich so allein und abgeschnitten, was übrigens auch mit diesem christlichen Konzept zu tun hat, dass ich hier bin und da oben irgendwie ein Gott sitzt und ich immer noch nicht weiß, ob ich in Anführungsstrichen nach Hause darf. Erst wenn ich ganz brav gewesen bin, dann entscheidet der Petrus darüber am Ende auch noch mal irgendjemand ganz anderes, ob sich die Schlüssel, ob sich die Tore zu der Himmels Tür öffnen für mich oder nicht. Das gibt es in der alten Spiritualität ja gar nicht. Diese Sehnsucht nach Verbundenheit, diese Seele, sucht nach Zugehörigkeit, die liegt in dem Schmerz begründet, den wir erfahren haben, als wir in Europa missioniert und christianisiert wurden.

 

[00:22:41.610]

Denn in dem Moment haben wir nicht nur die Verbindung zu unseren Ahnen verlorenüber all die Ahnen wurden ausgetauscht zu Gott, sondern die Wälder wurden abgeholzt, Menschen wurden umgesiedelt, wir haben die Verbindung zu dem Land verloren und wir haben einfach mit der christlichen Kultur ganz viel dieser rhythmischen und zyklischen Lebensweisen verloren, in denen wir uns als Teil von etwas gefühlt haben. Gehe ich im Jahreskreis, das machen wir ja im Jahresprogramm, so gehe ich im Jahreskreis. Und ich hatte das heute gerade erst in einer gemeinsamen Session, wo eine Frau sagte: Das ist so krass. Seitdem ich mit dir durch das Jahr gehe, bin ich auf einmal voll da. Ich merke das in meinem Körper. Ich merke es in meinem Sein. Und ich kann dir das gar nicht sagen, was es ist. Aber ich merke, ich bin im Rhythmus. Ich bin in diesem Kreis. Es fließt alles. Es ist so krass. Ich war noch nie so präsent in meinem Körper. Unser Körper ist Natur und der natürliche Kreislauf ist eben ein Kreislauf und keine Linie. Wenn wir das jetzt wieder zurückbringen auf das Thema Ahnen Heilung, dann ist ganz klar, dass dieser Ur Schmerz des getrennt werden. Also in dem Moment, wenn wir gucken Oh mein Gott, wir sind missioniert worden und oh mein Gott!

 

[00:24:03.450]

Am besten kenne ich natürlich die Geschichte der Waldvölker aus der Ecke, wo ich geboren wurde. Die haben erleben müssen, wie die Irminsul das Heiligtum abgeholzt wurde. Einige sagen auch, dass aus dem Holz eine Kirche gebaut wurde von Karl dem Großen. Der hat Teile, also da sind Tausende von Menschen, ja Tausende, Zehntausende gestorben. Dann hat er Teile der Völker genommen und hat die umgesiedelt von sagen wir mal Detmold nach Köln. Fühlt sich nicht so weit an, waren damals aber Welten. So, und auf einmal verliere ich meine Identität und mein Angebot an sein. Und dann werden mir noch meine Ahnen genommen. Also das große Ganze, in dem ich existiere, das große Ganze, auf dem ich existiere, die Erde. Und auf einmal fühle ich mich verloren. Und dieses Gefühl hält bis heute an.

 

[00:24:51.690]

Und deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Ahnen heilen bzw. Dass wir anfangen, Ahnenschmerz anzuerkennen, Ahnentrauer anzuerkennen, Ahnentrauma anzuerkennen und uns dem zu widmen. Und das Ding ist, dass wir das einfach für so lange Zeit nicht gemacht haben, warum wir keine Angst haben, sagen Oh mein Gott, dann, wenn ich damit anfangen, dann ist das so ein riesiger Berg von Traumata, die ich mich kümmern muss. Also ja, der ist da, aber du musst dich nicht alles kümmern, sondern das, warum wir uns kümmern dürfen, sind die Dinge, die wir in unserem Körper in Hier und Jetzt wahrnehmen, weil das sind die Dinge, die sozusagen angepiekt sind, die aktiv sind. Wenn ich zum Beispiel mein Bruder und mich vergleiche, dann hat der ganz andere Themen als ich, weil der in einem anderen Körper geboren ist, weil der mit einer anderen Wahrnehmung geboren ist und weil bei dem andere Themen aktiv sind als bei mir. Wenn wir uns beide also unser Anliegen widmen würden, würde er andere Themen angehen als ich. Und das ist okay. Wir müssen nicht alle alles angehen.

 

[00:25:48.170]

Doch was wirklich immer wieder prägnant ist und sichtbar ist, ist, sobald wir es anfangen anzuerkennen, dass es etwas gibt, was sozusagen wie so ein Sprung in der Platte in unserer Ahnenlinie hängt. Und dann auch wirklich diese Tatsache anerkennen, die ja nun auch wissenschaftlich bewiesen ist, dass es Reaktionen, Verhaltensmuster, Emotionen gibt, die nicht aus uns heraus entstanden sind, sondern die uns mitgegeben wurden. Und dann anfangen, dort Dinge zu bewegen. Ich habe noch nie jemanden gehabt, der unberührt aus einer Ahnen Session herausgegangen ist. Noch nie. Und was ich immer wieder merke, ist, dass selbst Menschen, die skeptisch sind, wenn sie sich einfach nur auf den Prozess, ich gehe ja in einen klaren Prozess rein in der Arbeit, wenn du dich einfach nur auf diesen Prozess einlässt, selbst wenn ein Teil von dir glaubt, es ist Bullshit, es funktioniert.

 

[00:26:51.730]

Das Entscheidende ist, dass wir diesen Ursprung finden, dass wir mit den Ahnen in Kontakt gehen und dass wir sagen Hey, und wenn das Bild des Ahnen oder der Ahnen als Person schwierig ist für dich, dann stell dir vor, das ist dieses kleine energetische Ding, was in einem Energieloop hängt. Und wo es darum geht, dieses Teilchen aus diesem Loop rauszuholen, damit es wieder flitzen kann und frei sein kann. Die Veränderungen, die dadurch entstehen, sind prägnant, signifikant und für mich immer wieder so tiefgehend, dass sie mich jedes Mal wieder demütig werden lassen, zu merken, wie sich Muster, Verhaltensweisen, Denkweisen, also eine tiefe Überzeugung wie in unserer Familie wird keiner reich oder Wir können das nicht. Oder bei uns wird jede Ehe geschieden. Oder ich überlege gerade, was die letzten Themen waren, mit denen Frauen zu mir gekommen sind. So Dinge, die wir als selbstverständlich erachten, weil sie halt eben schon immer da waren, die unsere Sicht der Welt so tief prägen, dass sie eben auch unser Verhalten und unsere Entscheidung, unsere Lebensentscheidung prägen.

 

[00:28:07.100]

Wenn wir die als Ahnenthema erkennen und wenn wir dann das Schicksal der Ahnen, was dahinter steht, anerkennen und wir das auflösen können, also den Sprung aus der Platte rausholen, den trockenen Rachen wässern. Dann verändert sich auf einmal alles. Und ich meine es wirklich so, es ändert sich alles. Ich hatte letztens eine Frau in einer Ahnen Session, die saß da. Und guckte nur von rechts nach links. Man merkte so okay, da bewegt sich was. Und irgendwann. Also ich habe sie machen lassen. Es dauert eine Minute. Zwei. Okay. Wir warten, bis sie sich da durchgearbeitet hat. Und irgendwann guckte sie mich an und sagte. Es ist jetzt alles anders, oder? Und dann fing sie an zu lachen. Und hatte erst mal nicht mehr auf, dass ich wirklich alles, was sie mitgebracht hatte, in die Session alles gelöst hat. Und das ist der Grund, warum Ahnen Heilung auch im 21. Jahrhundert so relevant ist. Es ist eine uralte Praktik, die wir einfach für einen kurzen Moment unserer Geschichte, für diese knapp 1000 Jahre, sage ich jetzt mal, vergessen haben. Und gleichzeitig ist es eine Praktik, die so wichtig ist für unsere persönliche Gesundheit und Heilwerdung und Freiheit und unseren Frieden und für das Kollektiv.

 

[00:29:51.860]

Weil das, was eben auch passiert und jetzt wird es für mich immer noch mal so so krass, das zu beobachten. Wenn ichich mich mit einer Ahnen zum Beispiel verbinde, sagen wir mal sieben Generationen zurück, mütterlicherseits, dann ist es ja nicht nur meine Ahnen. Sondern vielleicht ist es auch deine Ahnen. Man weiß aber nicht, wie man verwandt ist. Je weiter man zurück guckt, desto mehr ist es so. Eigentlich sind wir alle irgendwie Cousinen. Und wenn ich an dieser Stelle was verändere, dann verändert sich nicht nur meine persönliche Platte. Sondern dann können sich auch all die anderen Platten verändern, die mit diesem Sprung in der Welt sind. Macht das Resonanz? Also für mich ist es immer so, ich musste das einmal sacken lassen. Also ich sehe das immer wieder im Kleineren, wenn zum Beispiel jemand sagt Krass, meine Cousine hat sich gemeldet oder Krass, mein Onkel hat das und das oder Krass, mein was weiß ich. Da ist irgendwas in dem familiären Feld, was sich danach bewegt, wo alle immer ganz erstaunt sind, wo ich mir denke Na, du hast ja genau an dem Punkt gearbeitet und das beeinflusst natürlich deine Geschwister sowieso. Aber es beeinflusst auch deine Mutter.

 

[00:31:07.260]

Es beeinflusst je nachdem, wo du auf welcher auf welcher Seite du warst. Und dann wird es natürlich auch die Geschwister deiner Mutter beeinflussen. Wenn wir jetzt sagen, wir waren auf der mütterlichen Seite und damit eben dann auch die Cousins und Cousinen, die da sind, die aus der mütterlichen Seite sozusagen kommen. Es beeinflusst so viel mehr Menschen. Und wenn wir anfangen, Ahnenheilung als solches wieder auch als als Tool zu kultivieren, dann heilen wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur uns, also wir machen uns wieder heil, Platte, heil, Sprung raus, sondern wir geben eine potenzielle Heilung in ein kollektives Feld. Und es ist eine immense Kraft und Power, die dahinter steckt. Und damit ist für mich eben auch das Thema Ahnen Heilung eines, wo wir wirklich anerkennen, es geht nicht nur mich, sondern ich gehe hier auch im wahrsten Sinne des Wortes, trotzdem mal so in Anführungsstrichen, in Service zu etwas Größerem. Und zwar im Service zu Menschen, die ich nicht kenne. Und für die ich es dennoch auch tue. In der Hoffnung, dass der Schmerz, die Verzweiflung, der Hunger, was auch immer es ist, was ich spüre, was immer wieder kommt, sich nicht nur bei mir löst, sondern auch bei all den anderen, mit denen ich über diesen einen Knotenpunkt verbunden bin, lösen darf.

 

[00:32:38.080]

Und wenn ich mir überlege, wie lange wir keine Ahnenheilung gemacht haben, aktiv in Masse, was eben auch bedeutet Ahnenverbindung, weil solange die Verbindung nicht da ist, können wir auch nicht in Ahnen Heilung gehen. Irgendwie logisch. Und das Feld öffnet sich jetzt ja wieder. Einfach auch deswegen, weil wir freier sind von Kirche. Und je freier wir sind von Kirche als Institution. Und ich sage nicht, dass es jeder kann mit Gott wie er möchte und mit Jesus wie er möchte da. Das hat das für mich gar nicht zu tun, sondern mit der Macht, die diese Institution über unsere spirituelle Bewegungsfreiheit hatte. Seitdem das weniger wird, kommen sofort wieder all diese alten Dinge hoch. Es ist fast so, als ob diese Erinnerung in uns geschlummert hat. So unsere Ahnen auf der anderen Seite stehen sagen Na, endlich können wir mal bitte! Und damit bewegen wir eben nicht nur unser Leben, sondern das Leben von vielen. Und das ist für mich etwas, was Ahnenheilung zu einem sehr kraftvollen Tool macht zum Arbeiten. Und der andere Aspekt dabei ist, wenn ich jetzt, ich habe ja viel gesprochen von der Vergangenheit und ich habe viel gesprochen von dem, was parallel passiert mit den Cousins und Cousinen.

 

[00:34:00.510]

Und gleichzeitig verändern wir die Zukunft, die möglich ist. Denn wenn wir Traumata aus unseren Linien lösen und ich benutze das Wort Traumata, wenn wir Stressoren, festgesteckte Emotionen aus unseren Linien lösen, Sprünge da rausnehmen, das Lied kann weiterlaufen, der Fluss ist wieder da. Dann gilt es ja nicht nur für die Generation, die jetzt da sind, sondern auch für alle anderen. Denn wenn sich es in uns löst. Also wenn ich jetzt eine Tochter kriegen würde, dann würde die garantiert nicht mehr das Bedürfnis haben, Snack mitzunehmen, weil sie Angst hat, dass sie Hunger hat. Das Thema ist weg. Und damit bin ich diejenige, die es aus der Linie gelöst hat. Und das Gleiche gilt für alle anderen Themen, die angeprägt sind. Und wenn wir uns manchmal fragen, was kann ich tun? Dann denke ich mir immer, es muss keiner von uns vor 10.000 Leuten stehen. Das ist großartig, wenn wir das wollen. Aber. Und gleichzeitig ist besser gesagt. Ist es genauso kraftvoll zu sagen Ich committe mich zur Heilung meiner Linie. Ich committe mich dazu, jedes Mal, wenn die Themen hochkommen, direkt einzuchecken. Mein Thema, ein Thema an, Thema kollektiv, wenn es ein Thema ist, es anzugehen und zu wissen, dass ich damit die denkbare, lebbare, erlebbare Zukunft für all diejenigen, die nach uns kommen, individuell, also als meine Kinder oder als kollektive Kinder, verändere.

 

[00:35:41.260]

Und damit eine lebenswertere Zukunft schaffe für all diejenigen, die kommen und damit selber im Hier und Jetzt schon zu einer guten Ahnen werde. Denn all das, was wir jetzt auflösen, das müssen unsere Kinder und unsere Kindeskinder nicht mehr mittragen. Und je weniger Themen wir haben und ich meine, wir haben, wenn wir jetzt mal kollektiv gucken, ist es einiges. So. Desto freier wird der Raum, der betreten werden kann. Und von daher ist für mich Ahnenheilung auch mein Dienst an der Gemeinschaft. Das ist das Mindeste, was ich tun kann, weil ich es eben kann. Wenn ich mir dessen bewusst bin, wenn ich es erkannt habe. Ja. Und damit bewege ich die Zukunft und sorge dafür, dass wir aufhören, Dinge zu wiederholen an ungesunden Beziehungsmustern, an toxischen Verhaltensweisen, an Missbrauch, der weitergegeben wird. Was gibt es noch? All diese Dinge, die uns davon abhalten, in unsere Kraft zu gehen, in unsere Macht zu gehen. All diese Glaubenssätze, die uns als Frauen glauben, machen, dass wir kleiner sind, dass wir unwichtiger sind und so weiter und so fort. All das hängt ja damit zusammen.

 

[00:36:52.620]

Weil die Erfahrungen, die unsere Ahnen gemacht haben. Die Hexenwunde, da gibt es übrigens ein ganz wunderbares Angebot, was man auch auf der Webseite runterladen kann. Heile deine Hexenwunde. Das sind die Themen, die wir lösen können. Und wenn ich mir überlege, dass es eine Welt gibt, in der Frauen sich wieder trauen, in ihre Macht zu gehen, sich nicht für ihre Spiritualität zu entschuldigen. In Weisheit zusammenkommen, in Sisterhood zusammenkommen, wenn diese Wunde auch gelöst ist. Und all das, was da dranhängt. Was für eine krasse Welt wäre das? Und das ist der Moment, wo ich wieder Hoffnung schöpfe. Ich glaube, dass es zum einen natürlich wichtig ist, dass wir all diese wunderbaren Innovationen haben, eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Nicht nur für uns, sondern für diejenigen, die nach uns kommen. Und gleichzeitig bin ich tief davon überzeugt, dass an Arbeit, an Heilung, an Anerkennung, an Klärung, wie auch immer wir es nennen wollen, die Verbindung mit unseren Ahnen der zweite riesengroße Schlüssel ist. Denn nur damit können wir dafür sorgen, dass wir aufhören, historische Dinge zu wiederholen, uns weiterhin dumm zu verhalten, weil wir einfach in traumatischen Verhaltensweisen feststecken, aus denen wir nicht rauskommen. Und damit eben wirklich einen neuen Raum erschaffen. Und das ist das, warum ich Ahnenarbeit liebe. Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen klarer machen konnte, was da passiert. Es gibt unzählige Beispiele, die ich erlebt habe in meinen 15, 20 Jahre, glaube ich, 16 Jahren, glaube ich. 16 Jahre sind es jetzt 16 Jahre offizielle Selbstständigkeit. Ich habe ja vorher, wer meine Geschichte kennt, weiß, dass ich schon sehr viel früher mich auf den Weg gemacht habe.

 

[00:38:59.190]

Aber ich habe so viele Beispiele. Ich glaube, da könnte man eine eigene Podcastfolge draus machen. Was es bewegt und es ist wirklich jedes Thema schon dabei gewesen. Das heißt auch da noch mal der Hinweis. Es geht nicht darum, was für ein Thema es ist. Also es ist nicht so, dass es bestimmte Themen gibt, die voll Ahnenthemen sind, sondern es geht immer bei jedem Thema, was du hast, da drum, herauszufinden, ist es persönlich, ist es ein ahnengeprägtes Thema oder ist es ein kollektives Thema? Kollektive Themen sind die Themen, die aus gesellschaftlichen Strukturen heraus immer wiederholt werden, aus klassischen Erwartungen, die an Frauen da sind, beispielsweise Lebenslauf, Erwartungen und so weiter und so fort, die nicht unbedingt individuelle Erfahrungen sind. Und die können durchaus auch Ahnenthemen, kollektive Themen können auch Ahnenthemen sein, sind dann quasi kollektive Ahnenthemen. Also wenn wir ein Thema haben, lohnt es sich als erstes immer zu gucken, wo liegt der Ursprung? Und dann an diesen Ursprung zurückzukehren, unseren persönlichen, den Ahnen geprägten oder den kollektiven und dort in die Heilung zu gehen, in die Veränderung zu gehen, in die Transformation zu gehen und damit eben diesen neuen Raum aufzumachen und zu wissen, wenn wir das Ahnenfeld betreten, dann bringen wir ja quasi die Energie von vielen in Bewegung.

 

[00:40:28.770]

Und ja, das ist eine wunderschöne Sache. Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Episode heute so ein bisschen mehr erklären, was es mit dem Thema Ahnenheilung auf sich hat, wie das Ganze funktioniert, wie wir damit eben auch wirklich im wahrsten Sinne des Wortes unsere komplette Familie verändern können, auch die lebenden noch. Also wenn es so Familienthemen gibt, kann man die auch mit reinnehmen. Und wie man einfach dadurch, dass wir uns öffnen, die Welt verändern kann. Also so blabla sich das anhören mag, so wahr ist es. Ich freue mich natürlich sehr zu erfahren, wie dir diese Folge gefallen hat. Kommentiere gerne auf dem Blog, YouTube unter dem Video, lass mir einen Kommentar bei Spotify da. Und ich freue mich natürlich auch von Herzen immer über die Bewertungen. Vor allem die Sternchen, die fünf Sternchen bei Apple. Denn durch das Kommentieren und durch die Bewertung hilfst du dem Podcast, dass er sichtbarer wird und machst es anderen Menschen leichter, diesen Podcast auch zu finden. Und damit sind wir quasi wieder beim Dienst am Kollektiv, dass wir Dinge nicht nur für uns tun, sondern eben auch für alle. Denn ich gehe davon aus, dass auch du ein Interesse daran hast.

 

[00:41:56.510]

Und darüber würde ich mich sehr freuen, wenn dieser Podcast mal ein bisschen weiter in die Welt geht. Ich wünsche dir erst mal einen wunderschönen weiteren Tag, wann auch immer du das hörst heute. Und lade dich ein, einfach mal hineinzuspüren und auf die Suche zu gehen. Was mir noch wichtig ist, bevor wir diese Episode beenden. Unsere Linien sind natürlich nicht nur voll von Schwere und Trauma und Drama und allem, sondern da liegt auch ganz viel Weisheit, da liegt auch ganz viel Kraft, da liegt ganz viel Stärke. Denn sonst wären du und ich heute nicht hier. Unsere Ahnen haben schon einiges zusammengezaubert, damit wir heute hier sind. Und auch das anzunehmen und anzuerkennen. Nur auch diese Stärke und dieses Potenzial und diese Kraft eröffnet sich uns erst dann, wenn wir wieder in Verbindung gehen. Und das ist das, was ich immer wieder merke. Oftmals gehen wir in die Heilung als erstes über die Misere, sozusagen über die Herausforderung, über den Schmerz. Und wenn wir uns darauf einlassen, dann gibt es auf einmal ganz viele Geschenke, die wir entdecken dürfen. Was übrigens eine wunderschöne Nebenwirkung ist, wenn wir uns auf die Ahnenarbeit einlassen. So, nun aber. Ich wünsche dir und deinen Ahnen eine fantastische Zeit.

 

[00:43:20.080]

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, verlinke ich noch mal ein paar Blogposts in den Shownotes. Und es gibt natürlich weiterhin das Ahnenbundle, was du direkt auf meiner Website dir buchen kannst, wenn du möchtest. Im Ahnenbandel geht es drei Themen, wo wir direkt in die Ahnen Heilung gehen. Und wenn du sagst, die sprechen mich an, dann ist das eine super Möglichkeit. Oder du kannst ja auch Heide, deine Hexenwunde besorgen. Und da geht es wirklich darum, uns zu trauen, uns zu zeigen, uns zu trauen, uns spirituell zu zeigen, uns zu trauen, uns mit unserer Weisheit als Frauen zu zeigen. Denn auch da gibt es noch ein Kollektiv, ganz schön viel aufzuarbeiten. Und Heide deine Hexenwunde ist auch eine der Home Experiences, die du für dich zu Hause machen kannst und die ganz wunderbar und kraftvoll ist. Also es gibt einiges zu entdecken auf der Website, alle Links packe ich in die Shownotes und ich wünsche dir jetzt einfach erst mal eine wunderbare Zeit mit deinen Ahnen. Wenn du möchtest, lade sie einfach ein, zünde eine Kerze an und sage ich weiß, dass ihr da seid. Ich werde mich jetzt auf den Weg machen. Alles Liebe von mir, für dich, für dich und deine Ahnen in Sisterhood.

 

[00:44:44.360]

Dankeschön.

 

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Was deine seelische Gesundheit mit deinen Ahnen zu tun hat

Was deine seelische Gesundheit mit deinen Ahnen zu tun hat

Aktuell wird neben unserer physischen Gesundheit auch viel von unserer seelischen Gesundheit gesprochen. Doch was ist unsere seelische Gesundheit und vor allem: was hat diese mit deinen Ahnen zu tun? Das werden wir heute beantworten.

Der Unterschied zwischen körperlicher und seelischer Gesundheit besteht in den verschiedenen Bereichen des menschlichen Wohlbefindens, auf die sie sich beziehen. Wobei manchmal außer Auch gelassen wird, dass die körperliche Gesundheit oder Krankheit ein Hinweis auf den Zustand der seelischen Gesundheit sein kann – aber eben nicht muss. Sind wir seelisch krank, dann kann sich dies eben auch auf körperlicher Ebene äußern, jedoch sind nicht alle körperlichen Symptome seelischen Ursprungs. Auch wenn dies manchmal so propagiert wird.

Nicht alle körperlichen Symptome sind körperlichen Ursprungs. Manchmal meldet sich auch die Seele.

Unsere körperliche Gesundheit umfasst Aspekte wie die Abwesenheit von Krankheiten, eine gute körperliche Fitness, die Fähigkeit, alltägliche Aktivitäten auszuführen und eine angemessene körperliche Funktionalität aufrechtzuerhalten. Dazu gehört auch ein gesunder Lebensstil, einschließlich ausgewogener Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität, ausreichendem Schlaf und dem Vermeiden von schädlichen Verhaltensweisen wie Rauchen oder übermäßigem Alkoholkonsum. Wir können die körperliche Gesundheit also durch äußere Faktoren beeinflussen und aktiv verändern.  

Seelische Gesundheit dagegen wird über Merkmale, wie die Fähigkeit, mit Emotionen umzugehen, positive zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, Stress zu bewältigen, Herausforderungen zu meistern und ein sinnvolles und erfülltes Leben zu führen, bestimmt. Dazu gehören dann eben auch Elemente, wie die Fähigkeit, mit Stress, Angst, Depressionen oder anderen psychischen Problemen umzugehen, gesunde zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, eine positive Selbstwahrnehmung zu haben und die eigenen Fähigkeiten und Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Im Gegensatz zu der körperlichen Gesundheit, geht es hier sehr viel mehr um innere Prozesse, wenn es darum geht seelische Krankheiten zu heilen bzw. seelisch zu gesunden.

Und ja, beide sind eng miteinander verbunden, so kann regelmäßige körperliche Aktivität dazu beitragen, Stress abzubauen, die Stimmung zu verbessern und das Selbstwertgefühl zu steigern. Und gleichzeitig können chronische Krankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen, das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen und zu emotionalen Problemen führen.

Zu erkennen, dass meine seelische Gesundheit von meinen Ahnen beeinflusst wird, war zunächst ein Schock.

Bis ich lernte diese Tatsache zu nutzen.

Kaja Andrea

Das interessante für mich auf meiner persönlichen Reise war festzustellen, dass ich meine körperliche Gesundheit relativ einfach bis zu einem gewissen Maße verbessern konnte, jedoch bei bestimmten Verhaltensweisen oder Praktiken an meine Grenzen stieß. Bis mir klar wurde, dass diese mit meiner seelischen Grundkonstitution zusammenhingen. Und im nächsten Schritt erkannte, wie sehr meine seelische Gesundheit auch mit meinen Ahnen verbunden ist. Allzu lange hatte ich mich um mich gedreht – so fühlte es sich jedenfalls an – und bin immer wieder an die gleichen Punkte gekommen, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass sich wirklich und langfristig was änderte.

Bis ich lernte und erkannte, dass meine seelische Gesundheit eben nicht nur meine ist, sondern auch die meiner Ahnen. In dem Moment hatte ich am liebsten alles hingeschmissen. Allein in den letzten 3 Generationen meiner mütterlichen Seite gibt es Depressionen, physische und psychische Traumata, und noch so einiges mehr. Und all das sollte mir nun auch auf der Seele sitzen? In dem Moment war ich wahrlich etwas verzweifelt.

Doch mithilfe der Ahnenarbeit, die ich darauf hin machte, konnte ich einige meiner Symptome wahrlich gehen lassen, bin sehr viel klarer darin geworden zu erkennen, welches meines ist und welches im Ursprung zu meinen Ahnen gehört und konnte in die aktive Ahnenheilung gehen. Mit geht es seelisch deutlich besser als zuvor, was sich übrigens auch positiv auf meine körperliche Gesundheit ausgewirkt hat.

Durch Ahnenarbeit können wir uns mit den Erfahrungen und Emotionen unserer Ahnen verbinden und sie in einem sicheren und heilenden Raum transformieren.

Kaja Andrea

Unsere seelische Gesundheit ist ein komplexes Thema und ich will es an dieser Stelle nicht bagatellisieren. Was ich hier teile, hat für mich funktioniert, das bedeutet nicht, dass es für alle Symptome bei jeder anderen Person funktionieren muss. Denn unsere seelische Gesundheit wird beeinflusst durch genetische, biologische und Umweltfaktoren und eben auch unsere Linie. Denn: Unsere Ahnen haben nicht nur ihre physischen Merkmale an uns weitergegeben – Haarfarbe, Nasenform und Co, sondern auch emotionale und energetische Informationen, die unsere seelische Gesundheit prägen. Diese Informationen können auf einer subtilen Ebene in unserem Energiefeld und unserer DNA gespeichert sein und unsere seelische Gesundheit beeinflussen.

Dabei geht es eben auch um die transgenerationale Übertragung von Traumata. Ob Krieg, Verfolgung, Missbrauch oder Verluste, die unsere Ahnen erlebt haben, die emotionale und seelische Erinnerung an diese Erfahrung kann auf uns übertragen werden. Dies geschieht durch Mechanismen wie epigenetische Veränderungen, bei denen Gene aktiviert oder deaktiviert werden, oder durch die Übernahme von Verhaltens- und Denkmustern. Wir erleben dies dann unter anderem in Form von Ängsten, Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen oder Bindungsproblemen, deren Ursprünge jedoch nicht in uns selbst liegen.

Durch Ahnenarbeit können wir uns mit den Erfahrungen und Emotionen unserer Ahnen verbinden und sie in einem sicheren und heilenden Raum transformieren. Wir können die Traumata aus unserer Ahnenlinie bewusstwerden lassen und sie lösen. So können wir uns im Hier und Jetzt von den Lasten der Vergangenheit befreien und öffnen uns für ein Leben voller Gesundheit und Wohlbefinden.

Seelische Gesundheit erlaubt es uns eine lebenswertere Zukunft zu gestalten. Für uns und für andere.

 

Kaja Andrea

Neben den Auswirkungen der klassischen Traumata können wir auch Überzeugungen und Verhaltensmuster unserer Ahnen übernehmen. Einige von ihnen können negative Einflüsse auf unsere seelische Gesundheit haben. Kommen wir beispielsweise aus einer Familie in der Angst und Misstrauen vorherrschten, kann es gut sein, dass wir ebenfalls misstrauisch und ängstlich werden, ohne dass es unser wahres Sein ist. Und diese Ängste können dann eben auch unsere seelische Gesundheit beeinflussen.

Und auch auf der Ebene unserer spirituellen Gesundheit – welche ich als Teil unserer seelischen Gesundheit betrachte – kann uns die Arbeit und Verbindung mit den Ahnen durchaus unterstützen und helfen, sogar heilen. Denn durch die Verbindung mit unseren Ahnen werden wir automatisch zu einem Teil von etwas Größerem. Erlauben wir ihnen uns zu unterstützen, können wir auch eine tiefere Verbindung zu unserer eigenen Spiritualität entwickeln.

Für mich persönlich war dies ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu seelischer Gesundung und dem Erkennen meines Selbst. Für mich lädt uns die Verbindung mit unseren Ahnen dazu ein, uns mit unserer Vergangenheit zu versöhnen, um in der Gegenwart ein Leben voller seelischer Gesundheit, Erfüllung und innerem Frieden zu führen und damit eine lebenswerte Zukunft für uns und andere zu erschaffen.

In Sisterhood,

Wozu eigentlich Ahnenheilung?

Der Höhepunkt im Jahreskreis

Der Höhepunkt im Jahreskreis ist Mittsommer bzw. die Sommersonnenwende. Die Sommersonnenwende findet am 20./21. Juni statt, Mittsommer wird oft am anschließenden Wochenende gefeiert, damit alle dabei sein können. Denn es ist eines der Jahreskreisfeste, wo es darum geht, dass wirklich alle dabei sind. Und deswegen tauchen wir heute ein in die Mythologie um Mittsommer und ich teile mit dir eines der schönsten Mittsommer-Rituale, welches ich je erleben durfte. 

Nach dem Höhepunkt geht es bergab.

Kaja Andrea

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Mittsommer ist feiern,

bis von der Nacht nichts mehr übrig bleibt.

Kaja Andrea

Das, was wir zur Sommersonnenwende feiern ist die Herrschaft des Lichts. Es ist der Höhepunkt des Zyklus. Es ist der Eisprung sozusagen. Je nachdem, in welchem Zyklus wir es sehen wollen. Und es ist natürlich auch wieder ein Fest, wo das Feuer angezündet wird, denn die Menschen haben schon immer gerne Feuer angezündet. Wir machen es ja bis heute, denn das Feuer trägt die Kraft der Transformation in sich. Feuer transformiert Momente. Und die Feste im Jahreskreis waren eben auch immer Momente der Transformation für diejenigen, die sie gefeiert haben.

Mittsommer ist wirklich das Fest im Jahreskreis, wo es ums Feiern geht und um sonst nichts anderes. So könnte man es einfach runterbrechen. Es gibt natürlich auch die Geschichten, wo wir uns mit dem Licht verbinden, wo wir den Zyklus anerkennen, wo wir das Ganze wirklich wahrnehmen und sehen. Doch im Kern ist Mittsommer das Motto von Sommer von der Sommersonnenwende lassen es krachen.

Lasst uns all das beleuchten,

was gut ist in unserem Leben.

In dem Moment, wo der Schatten

für einen Moment nicht existiert.

Kaja Andrea

Ich freue mich zu erfahren, wie dir die Folge gefallen hat und was dein Aha-Moment war.  Teile es gerne hier unter dem Beitrag deinen Kommentar mit mir oder kommentiere bei Instagram oder YouTube.

In Sisterhood.

Hier findest du das komplette Transkript
[00:00:08.220]

Spoken Medicine mit Kaja Andrea. Herzlich willkommen zur Spoken Madison. Ich freue mich, dass du auch diesmal wieder mit dabei bist. Es geht um Mittsommer, denn wir haben den Höhepunkt des Jahreskreises erreicht und das ist eine Podcastfolge wert. Natürlich. Am. 20., 21. Juni haben wir die längste, den längsten Tag des Jahres und die kürzeste Nacht. Und es ist sozusagen der Moment, in dem das Licht am kraftvollsten ist. Es ist Mittsommer. Es ist die Sommersonnenwende. Es ist die Feier des Lichtes. Mittsommer kennen die meisten von uns wahrscheinlich von Ikea. Denn das wunderbare schwedische Möbelhaus hat uns damals, als ich erinnere mich noch, als die Fernsehwerbung anfing von Ikea, da war ich auch noch deutlich jünger. Wo wir auf einmal glückliche Menschen in weißen Kleidern und Bekleidungen in der Natur mit ganz viel Ikea Möbeln und ganz viel zu essen gesehen haben, die die ganze Zeit gelacht haben. Und das war Mittsommer. Und nun ist Mittsommer besonders für die skandinavischen Länder natürlich noch mal ein ganz besonderes Fest.

 

[00:01:53.420]

Denn dieser längste Tag des Jahres ist wirklich. Es wird nicht dunkel. Also in einigen Regionen, je höher wir Richtung Norden gehen, gibt es einfach keine richtige Nacht mehr. Und das ist sozusagen der Sieg des Lichts über die Dunkelheit, der dort gefeiert wird. Denn wenn wir jetzt zur Wintersonnenwende nach Skandinavien gehen, dann stellen wir fest, er gibt es dann auch fast kein Licht mehr. Also ich erinnere mich daran, dass ich ziemlich nahe zu Weihnachten mal in Umeå war. Und das ist weit im Norden von Schweden. Und da war wirklich nur noch ein paar Stunden Licht am Tag. Und Licht bedeutet auch nicht strahlender Sonnenschein, sondern es war Tageslicht. Und den Rest fuhr man mit riesigen Scheinwerfern vom Auto durch die Gegend, weil es wirklich dunkel war. Und deswegen ist Mittsommer als solches für die Skandinavier wirklich das Gefühl von: das ist die Mitte des Sommers. Das Licht hat gewonnen für uns hier. Wir haben den Begriff des Mittsommer übernommen. Und gleichzeitig ist. Die Sommersonnenwende, das, was uns auf den ursprünglichen Moment dieser Mythologie hinweist, die mit diesem Fest zu tun hat.

 

[00:03:13.270]

Das ist die Geschichte, um die es heute gehen soll, je nachdem, in welcher Mythologie wir sprechen, ist es der Moment, in dem der Sonnengott, beispielsweise Baldur, auf dem Höhepunkt seiner Kraft ist. Es ist der Moment, in dem er stärker ist als alles andere. Und er leuchtet stärker als alles andere. Er hat alles bekommen, sozusagen. Doch gleichzeitig, und das finden wir in dem Begriff der Sonnenwende, bedeutet das eben auch, dass am nächsten Tag direkt sein Downfall beginnt. Sein Sterben beginnt. Der Zenit ist eben nur ein Moment, der wird gefeiert und danach geht’s auf gut Deutsch Berg abwärts, denn ab dann werden die Tage wieder kürzer, bis wir zur Wintersonnenwende kommen. Zur längsten Nacht des Jahres und zum kurzen Tag im Jahreskreis. Und das ist auch das, wo wieder dieser Wendepunkt drin ist. Und das ist der Moment, den ich zum Mitsommer, zur Sommersonnenwende ganz besonders finde für mich. Es ist der Moment des Innehaltens und wirklich dieses Momentes, des: wir haben total eingeatmet.Wenn wir das so sehen, wenn wir den Jahreskreis im Atemrhythmus sehen.

 

[00:04:38.910]

Denn alle Kreisläufe folgen dem gleichen Rhythmus. Es gibt ein Einatmen. Ausatmen. Es ist wie die Menstruation. Wenn wir bluten, dann ist es das Ausatmen. Und das die Evolution ist sozusagen. Dann wird etwas kreiert, was dann wieder gehen gelassen wird, wenn es nicht befruchtet wird. Bzw. Wenn die Eizelle sich nicht befruchten lässt. Denn wir wissen ja auch, dass die Eizelle aussucht. Das wissen wir mittlerweile ja. Und genauso ist es mit dem Jahreskreis Der Sommer der Höhepunkt des Ausdrucks Fruchtbarkeit, Kraft und Energie. Und dann der Winter, wo wir im Ausatmen sind. Und dann wieder einzuatmen. Und diese Wendepunkte, finde ich, sind immer ganz besonders wirklich zu merken. Wo finden die statt? Und was passiert da eigentlich? Und ich finde es immer schön, das mit dem Atemzug zu sehen. Das heißt, wenn ich jetzt ganz tief einatmen, bis ich nicht mehr einatmen kann. Ist der Moment der Sommersonnenwende.

 

[00:05:52.730]

Und dann kommen die Balance zur Tagundnachtgleiche am dann zur Wintersonnenwende ist wirklich der letzte Atemzug aus. Es gibt diesen Moment zwischen den Atemzügen und dann geht es wieder los mit dem Einatmen. Und so ist eben auch das genau das, was wir feiern zur Sonnenwende im Sommer eben die Herrschaft des Lichts. Es ist der Höhepunkt des Zyklus. Es ist der Eisprung sozusagen. Je nachdem, in welchem Zyklus wir sehen wollen. Und es ist natürlich auch wieder ein Fest, wo das Feuer angezündet wird, die Menschen haben gerne Feuer angezündet, machen das ja bis heute auch um, denn Feuer hat immer auch einen Moment von Transformation. Feuer transformiert Momente. Und diese Feste im Jahreskreis waren eben auch immer Momente der Transformation für diejenigen, die sie gefeiert haben. Jetzt ist Mittsommer wirklich das Fest, wo es ums Feiern geht und um sonst nichts anderes. Wenn man das mal so runterbrechen will. Es gibt natürlich auch die Geschichten, wo wir uns mit dem Licht verbinden, wo wir den Zyklus anerkennen, wo wir das Ganze wirklich wahrnehmen und sehen. Doch im Kern ist Mittsommer das Motto von Sommer von der Sommersonnenwende lassen es krachen.

 

[00:07:17.960]

Die Menschen ziehen sich weiße Gewänder an, um das Licht zu repräsentieren, oftmals Blumenkränze im Haar. Sie kommen zusammen, alle Generationen, so wie das früher der Fall war. Der Opi ist dabei und das Enkelkind ist dabei und alle kommen zusammen. Es wird gegessen, es wird gefeiert, es wird gelacht, es wird getanzt. Und all das hat Mittsommer, all das bringt Mittsommer sozusagen mit sich. Und das ist auch das, wenn du jetzt überlegst „Ja, wie kann ich das denn jetzt so machen im Jahreskreis?“ Es gab Zeiten, in denen wurde noch zwölf Nächte lang gefeiert. Wo es wirklich so war, dass man nachts bis zur letzten, nicht mehr vorhandenen Nacht, sozusagen bis zur kürzesten Nacht, feiern wir zwölf Nächte lang, und lassen es krachen. Und daraus ist dann irgendwie dieser eine Tag übrig geblieben. Bzw. In vielen skandinavischen oder auch in den baltischen Ländern ist es so, dass man sagt wir feiern das Wochenende danach. Weil da haben alle Zeit, können sich ein ganzes Wochenende Zeit nehmen. Alle fahren aus der Stadt raus und fahren in ihrer Landhäuschen oder treffen sich irgendwo und zelebrieren dann Mittsommer.

 

[00:08:32.720]

Und es ist wirklich die Kraft des Lebens, die dort zelebriert wird. Das ist der am Höhepunkt des Lebens, der da zelebriert wird. Wir haben das Jahreskreisfeste davor und das davor ist natürlich ein Monfest. Die wechseln sich immer ab. Und es ist Beltane und dort wird die Fruchtbarkeit zelebriert. Es ist dieses miteinander sein. Bumm. Jetzt ist es so weit. Da ist was passiert. Und dann zu Erntedank sehen wir das Resultat. Also, um da auch in diesen Kreislauf, in dieser Mythologie zu bleiben, das ist das, was wir feiern. Wenn man jetzt überlegt, wie kann ich das machen, dann gebe ich dir den Rat nimmt Schnapp dir die Picknickdecke, lade Freundin ein, lade Freunde ein und trefft euch zu Mittsommer. Seid miteinander, flechtet euch die Haare, flechtet euch Blumen in die Haare, macht euch Blumenkränze. Da kann man auch ganz einfach übrigens die wunderschönen Gänseblümchen- Wie früher vom Fingernagel unten in den Stiel und Löchern reingeritzt, das nächste Blümchen durchgezogen. Gänseblümchen sind übrigens auch total gut, um Trauma zu bearbeiten und zu heilen. Das auch noch mal dazu. Also nicht ganz unintuitiv, dass wir als Kinder immer Gänseblümchen Ring gesagt mal Krönchen gemacht haben. Ich glaube, wir wussten alle schon Bescheid, wussten Bescheid, was wir taten, bevor wir selber wussten. Und genießt das Leben, zelebriert das Leben und kommt zusammen.

 

[00:10:02.240]

Und was ich immer ganz schön finde, es zu sehen im Moment. Wirklich. Und es kann es natürlich auch tun, wenn du alleine feierst. Ähm Feier finde ich immer super, da wirklich abends auch noch mal das Feuer anzuhaben. Und wenn es nur ist, dass man das Stockbrot reinhält. Und noch mal wirklich zu sagen, für was man dankbar ist. Was jetzt alles da ist. Was sozusagen schon befruchtet wurde in diesem Jahr, was sich gezeigt hat, wo ihr spürt, dass die Dinge reif sind, wo ihr spürt, das da ist etwas, was bald geerntet werden darf. Und all das zu formulieren und mit anderen Menschen zu teilen.

 

[00:10:41.080]

Denn Spoken Medicine: Worte sind Vibration. Ihr könnt euch gemeinsam ums Feuer versammeln und wirklich all das hineingeben in das Feuer für die positive Transformation von dem du sagst: Das ist schon da. Und dafür bin ich dankbar. Beispielsweise würde ich sicherlich sagen, dass ich sehr dankbar dafür bin, dass dieser Podcast schon ins Leben gekommen ist. Es war wirklich drei Jahre still und jetzt ist es wieder so weit und dafür bin ich wahnsinnig dankbar. Ich bin dankbar für bestimmte Menschen in meinem Leben, die ich nicht mehr missen möchte. Und ich werde ihnen das sagen. Dafür ist Mittsommer für mich so ein Moment. Ich sorge Mittsommer dafür, dass ich meine Lieben sozusagen um mich habe und dass ich die das auch wissen lasse, und dass das ein besonderer Moment ist, den ich bewusst mit ihnen begehen möchte. Und dass es eben nicht nur ein Picknick ist, sondern dass es für mich auch was bedeutet. Und so können wir Mittsommer diese Bedeutung wirklich geben von: Das Licht ist da.

 

[00:11:40.780]

Also lasst uns all das beleuchten, was gut ist in unserem Leben. Lasst uns wirklich das Licht nutzen. In dem Moment, wo der Schatten für einen Moment nicht existiert, wo die Dunkelheit für einen Moment nicht existiert, für die Nacht, für einen Moment vergessen scheint und wirklich all das zum Strahlen bringen, was eh schon leuchtet und strahlt. Und dann noch mal mit dem Brennglas drauf, das Licht zu verstärken. Und das ist das, wie wir uns gegenseitig zu Mittsommer auch wunderbar beschenken können. Und es ist etwas, was man wirklich mit der ganzen Familie machen kann. Eine Sache, die ich besonders schön finde. Das habe ich mal mitbekommen. Bei einer Sonnwendfeier, einer Mittsommerfeier, war das jeder Blumen mitgebracht und dann die Blumen verteilt wurden an die einzelnen Menschen. Immer mit den Worten, was man an ihnen wertschätzt oder warum sie so besonders sind für jemanden in dem Leben. „Du bist für mich besonders, weil du mir durch die Zeit meiner Trauer geholfen hast und nie beurteilt hast“, oder: „du bist für mich besonders, weil du mich immer zum Lachen bringst und es wirklich schaffst, den dunkelsten Moment mich zum Strahlen zu bringen.“ Oder Oder, oder.

 

[00:13:00.670]

Dann sind wir auch wieder bei dem Ding. Wir schaffen Beziehung, indem wir Worte sprechen und uns öffnen, uns zu zeigen und dann der andere sich öffnen kann, um sich zu zeigen. Übrigens Folge eins dieses Podcasts. Da gehe ich auch noch mal auf das Thema Zuhören ein. Und so kommen wir in Verbindung und auf einmal entsteht so eine ganz besondere Energie in so einer Gruppe. Und es ist gar nicht so, dass jeder jedem eine Blume geben muss. Wenn sich vielleicht alle auch gar nicht so eng kennen, sondern man kann auch einfach sagen Ich kenne ihn noch nicht, kann ja noch keine Blumen gebe es überhaupt gar kein Problem. Oder man kann eine Blume dafür geben, dass man sagt Dein Kleid hat mich heute zum Strahlen gebracht. Dein Lächeln hat mich zum Strahlen gebracht. Als ich in diesen Raum, als ich in diesem Garten, als ich auf diese Wiese gekommen bin. Und das mitnehmen. Ich finde es wunderschön. Übrigens, wenn man draußen feiert. Das macht das ganze Ding immer noch so verbundener.

 

[00:13:56.640]

Und dann wird aus diesen Blumen der Blumenkranz gemacht. Gemeinsam. Das heißt, ich trage sozusagen die Krone meines Leuchten, die Krone dessen, wie ich Menschen berühre, sichtbar auf meinem Kopf. Und das finde ich, ist eine super schöne, schöne Art und Weise, diesen Moment zu zelebrieren. Das ist Mittsommer, der Höhepunkt im Jahreskreis. Und ich freue mich, wenn du Lust hast, mal ein bisschen das auszuprobieren und vor allem auch nachher gerne mit mir zu teilen, wie diese mit Mittsommerfeier für dich war. Und wenn dich dieser Podcast ein wenig inspiriert hat und wenn du Lust auf mehr hast, dann stell sicher, dass du mir auf einem bekannten Kanälen folgst, den Podcast abonnierst und vor allem freue ich mich richtig darauf, wenn du bei Apple fünf Sterne hinterlässt und mir eine kurze Bewertung schreibst, Denn dann hilfst du auch anderen Leuten dabei, diesen Podcast zu finden. Ich wünsche dir erst mal eine wunderbare Mittsommerfeier. Bis ganz bald in Sisterhood.

 

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Wozu eigentlich Ahnenheilung?

Frauenrhythmus im Jahreskreis

Heute geht es um ein Thema, welches für mich lebensverändernd war. Als ich begonnen habe, den Jahreskreis als Praxis für mich in meinen Alltag einzubinden, war ich absolut überrascht davon, welche Auswirkungen das hatte. Ich habe gemerkt, wie es uns als Frauen kraftvoll macht bzw. was sich für uns wirklich verändern kann, wenn wir uns auf diesen uralten Zyklus wieder einlassen. Und damit sind wir auch schon mitten im Thema, denn das Wort Zyklus sagt eigentlich schon alles.

Wir sind zyklische Wesen.

Der Jahreskreis mit diesen acht Festen,

das uralte indigene europäische Medizinrad,

mit seinen acht Speichen, erinnert uns daran.

Kaja Andrea

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Wenn wir anstatt linear zu denken beginnen

zyklisch zu leben, dann entsteht ein neuer Raum.

Einer, der wesentlich größer ist und

gleichzeitig viel mehr Details beinhaltet.

Kaja Andrea

Wir bewegen uns im Normalfall im Kalender, den wir haben. Wir starten am 1. Januar. Wir enden am 31. Dezember. Und dazwischen findet das Jahr statt. Wir teilen unsere Zeit oftmals in Wochen und Tage ein und existieren in diesem Rhythmus. Das habe ich auch ganz lange so gemacht. Bis ich gemerkt habe, dass es irgendwie nicht so richtig für mich funktioniert. Mir ist es als erstes aufgefallen am Jahreskreis. Und dann habe ich gemerkt, wie ich das Ganze rückwärts sozusagen übertragen kann in diese kleineren Zyklen, die wir haben.

Der Jahreskreis ist das, was wir als die vier Jahreszeiten kennen. Und gleichzeitig ist es ganz viel mehr. Denn der Jahreskreis ist vier Sonnenfeste und vier Mondfeste, die uns durch das Jahr begleiten oder leiten, könnte man eher sagen. Mit ihren natürlichen Markern und gleichzeitig aber auch mit ihren Mythen, die dahinter stecken und die uns immer wieder ein bisschen daran erinnern, wo wir uns gerade befinden, was gerade wichtig ist. Und diese Geschichten werden seit Urzeiten sorgsam gesponnen und geben uns Orientierung und helfen uns wirklich auch uns zu verorten. Und für mich helfen sie auch mit ihren Zeremonien meiner Seele, sich zu verorten.

Ich plane mittlerweile nicht mehr von Tag zu Tag,

sondern nehme meinen Zyklus als Maßstab:

Ich plane von Menstruation bis Menstruation

Kaja Andrea

Was wäre denn, wenn ich nicht den Tag oder die die einzelne Woche als Maßstab nehme, sondern meinen Zyklus als Maßstab nehme. Dann kann ich sagen: ich plane von meiner Wintersonnenwende bis zur nächsten Wintersonnenwende. Das heißt von dem Tag meiner Menstruation bis zur nächsten Menstruation. Und in dieser Zeit möchte ich diese bestimmten Dinge erledigt haben. 

Was dadurch passiert ist das Folgende: wir beginnen in größeren Räumen zu denken, was uns einen größeren Spielraum gibt. Das bedeutet nicht unbedingt, dass wir weniger machen, sondern dass wir anders machen. Anstatt Tätigkeiten über den Tag zu clustern, fangen wir an, sie in Wochen zu clustern und sie unserem Zyklus anzupassen, Und damit habe ich direkt in einem Zeitraum von 21-28 Tagen zu denken anstatt nur im kleinen 24-Stunden-Ablauf zu hängen. Und so beginnt sich nicht nur unser Raum zu öffnen. Sondern der Jahreskreis wird zur Inspiration für unseren ureigenen Rhythmus, für den Rhythmus unserer Körper und eine neue Art des Seins.

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Unterschied Walpurgisnacht & Beltane


Ich freue mich zu erfahren, wie dir die Folge gefallen hat und was dein Aha-Moment war.  Teile es gerne hier unter dem Beitrag deinen Kommentar mit mir oder kommentiere bei Instagram oder YouTube.

In Sisterhood.

Hier findest du das komplette Transkript
[00:00:08.190]

Spoken Medicine mit Kaja. Andrea. Hallo und herzlich willkommen zum Spoken Medicine Podcast. Mein Name ist Kaja Andrea. Podcast-Host, Storytellerin, Generation-Befreiern und spirituelle Mentoren. Und ich helfe Frauen dabei, ein Leben zu kreieren, welches wirklich stimmig ist für sie und dir ein Leben zu kreieren, welches stimmig ist für dich, wenn du Lust hast. Dieser Podcast soll ein kleines bisschen dazu beitragen. Und deswegen habe ich heute ein Thema mitgebracht, welches für mich absolut verändernd war. Man kann fast sagen lebensverändernd. Als ich mich damit auseinandergesetzt habe und als ich angefangen habe, das in mein Leben so zu inkorporieren, also einzubetten und zwar das, was den Jahreskreis als Praxis für uns als Frauen so kraftvoll macht bzw. was sich für uns wirklich verändern kann, wenn wir als Frauen uns auf diesen uralten Zyklus wieder einlassen. Und damit sind wir eigentlich auch schon mitten im Thema, denn das Wort Zyklus sagt eigentlich schon alles. Lass uns vorne anfangen.

 

[00:01:46.770]

Also, wir bewegen uns im Normalfall im Kalender, den wir haben. Wir starten am 1. Januar. Wir enden am 31. Dezember. Und dazwischen findet das Jahr statt. Wir teilen unsere Zeit oftmals in Wochen und Tage ein. Und existieren in diesem Rhythmus. Das habe ich auch ganz lange so gemacht. Bis ich gemerkt habe, dass es irgendwie nicht so richtig für mich funktioniert. Mir ist es als erstes aufgefallen am Jahreskreis. Und dann habe ich gemerkt, wie ich das Ganze rückwärts sozusagen übertragen kann in diese kleineren Zyklen, die wir haben. Der Jahreskreis ist das, was wir als die vier Jahreszeiten kennen. Und gleichzeitig ist es ganz viel mehr. Denn der Jahreskreis ist vier Sonnenfeste und vier Mondfeste, die uns durch das Jahr begleiten oder leiten, könnte man eher sagen. Mit ihren natürlichen Markern und gleichzeitig aber auch mit ihren mystischen Geschichten oder mythischen Geschichten, ihren Mythen, die dahinter stecken und die uns immer wieder ein bisschen daran erinnern, wo wir uns gerade befinden, was gerade wichtig ist. Und diese Geschichten werden seit Urzeiten sorgsam gesponnen und geben uns Orientierung und helfen uns wirklich auch uns zu verorten und für mich auch immer mit ihren Zeremonien helfen Sie meiner Seele, sich zu verorten.

 

[00:03:18.980]

Wenn wir uns den Jahreskreis angucken, dann hat man auf den ersten Blick wie gesagt Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Im klassischen Jahreskreis würde man wahrscheinlich sagen haben wir Winter, Frühling, Sommer, Herbst. Doch der Jahreskreis beginnt mit Samhain. Wir kennen es im christlichen Kontext als Allerheiligen oder aller Seligen. Und zwar interessanterweise nicht am 31.10. , sondern am elften Vollmond nach der Wintersonnenwende. Und da geht es dann auch schon los, denn es ist ein Mondfest. Genauso wie die anderen drei Mondfeste, die wir haben, wenn wir rückwärts gehen, um zu August das Schnitterinnenfest, um zu Mai Beltane und um zu Februar Imbolc. Und jedes dieser Feste hat seine eigene Geschichte.

 

[00:04:08.750]

Bei Samhain geht es darum, uns mit den Wurzeln zu verbinden, also wirklich nach innen zu gehen und ins Lauschen zu gehen. Das ist die Einladung. Die Nächte werden länger. Die Zeiten verändern sich. Wir kehren nach innen. Wir kennen es normalerweise so, wir muckeln uns gerne ein und da merken wir es auch oft ganz besonders, das obwohl wir diese Bedürfnisse haben und die in uns drin sind, außen der Jahresendspurt angekündigt ist und alles weiterlaufen muss und noch mal ganz viele Termine stattfinden vor Weihnachten und ganz viel Aktion und ganz viel Action. Und ich es immer wieder von ganz viel Frauen hören, die sagen hätte ich ich will eigentlich nur mich zurückziehen und einmuckeln und mit meinem heißen Kakao oder mit meinem heißen Tee sitzen und irgendwie nach innen lauschen. Und das ist genau nämlich, dass: dafür steht im Kern der Winter. Die Leute haben sich damals früher darauf vorbereitet, haben alles winterfest gemacht und sind dann in den Rückzug gegangen, wo es auch noch nicht so viele, wo es keine Elektrik gab und man einfach irgendwie nicht die ganze Nacht das Licht anhaben konnte. Oder auf einen Netflix starren sozusagen. Und diesen Rhythmus, den haben wir total verloren in unserer modernen Zeit, wo es darum geht, immer produktiv zu sein und vor allem, wo es darum geht, dass wir sagen „cease the day“. Also wir fokussieren uns auf den Tag, diesen kleinen Mini-Rhythmus. Und in dem muss alles immer passieren, anstatt uns auf einen größeren Rhythmus zu fokussieren.

 

[00:05:40.060]

Und wenn wir das übertragen, diese Zeit des Winters, diese Zeit des Rückzugs und der Ruhe eher, dann kommen wir auch an die Wintersonnenwende. Das ist sozusagen der Wendepunkt. Das ist die längste Nacht, der kürzeste Tag im Jahr. Und dann schließen sich darin die Raunächte an traditionellerweise. Das hast du vielleicht auch schon mal gehört. Das ist die Zeit, in der die Menschen gelauscht haben,  in die Zukunft fusioniert haben, wo die Völven, die Weisen, die weisen Frauen, die Walas in die Zukunft geschaut haben, gesagt haben Was wird im kommenden Jahr alles passieren oder was sind die Tendenzen? Mit den Ahnen hat man auch viel gesprochen zu der Zeit. Und wenn wir diesen Rhythmus, nur diesen Ausschnitt, dieses Rhythmuses jetzt übertragen, dieses Zyklus auf den nächsten Zyklus, den Menstruationszyklus, dann ist die Zeit von Samhain bis zur Wintersonnenwende quasi die prämenstruelle Phase. Die Wintersonnenwendezeit die menstruelle Phase mit den Raunächten. Und dann ist sozusagen mit Imbolc, das offiziell das Fest ist, wo das Licht zurückkehrt, kommen wir in die nächste Phase des Zyklus. Der Eisprung wäre dann als Äquivalent Mittsommer die Sommersonnenwende im Juni.

 

[00:07:03.330]

Und wenn wir in diesen Zyklus gucken, dann kommen wir auf einmal in einen ganz anderen Rhythmus, weil wir uns nicht mehr auf dem Klitzekleinen bewegen, sondern weil wir das Ganze auf einer viel größeren Plattform, auf einem viel größeren Bild sehen und damit auch viel feiner in die Dinge reingehen können. Und vor allem wozu es führt, ist, dass wir wegkommen aus diesem linearen. Hier starte ich am 1. 01. und am 31. 12. ist es zu Ende. Bis dahin muss das passiert sein oder muss ich das erledigt haben, sondern ich fange an, wieder zurück in ein zyklisches Sein zu gehen. Ich fange wieder an, in einen zyklischen Rhythmus zu gehen. Jeder Atemzug ist ein Zyklus. Wir leben in Zyklen und unsere Menstruation ist ein Zyklus. Und wenn du nicht mehr menstruierst, kannst du dich an dem Mondzyklus orientieren.

 

[00:07:50.940]

Was übrigens auch interessant ist. Der Grund, warum wir Männer mit dem Sonnenzyklus eher in Verbindung bringen, weil er eben kürzer ist als der des Mondes für uns sichtbar. Und der Zyklus des Mannes oftmals eben in diesen kurzen Phasen, also erst über 24 Stunden stattfindet. Deswegen auch nicht so, ich will nicht sagen intensiv, aber so langwierig fühlbar ist. Und der Zyklus der Frau eher im Rhythmus des Mondes geht, also länger spürbar ist. Es ist nicht das eine ist besser, das andere ist schlecht. Das ist einfach nur das Anerkennen einer anderen Wahrnehmung der Welt, einer anderen Körperlichkeit und Verkörperung in der Welt und eines anderen bezugnehmens auf die Welt. Denn was ich vorhin meinte, wenn ein kommt, das ist sozusagen die prämestruelle Zeit, das ist das PMS, was wir kennen in der Menstruation, was Frauen kennen, in der Menstruation gesagt wird, Es ist so viel, ich will einfach nur meine Ruhe haben. Ich bin, wenn wir so genervt sind und angestrengt sind und pissig werden und aggro werden. Und ich habe lange Zeit auch gedacht, dass das so sein muss, bis ich angefangen habe, mich mit diesen alten Rhythmen und den Zyklen mehr auseinanderzusetzen und gemerkt habe nie der Grund, warum ich so PMS, ich bin so aggro bissig so ist, weil ich, wenn ich jetzt auf den Jahreskreis gucke und den als Zyklus nehme, ich jetzt in meiner Ahnenzeit bin, in der Rückkehr zu den Wurzeln, in der Rückbesinnungzeit. Ich gehe in die Ruhe. Im Alltag, in unserer patriarchalen Gesellschaft wird mir aber erzählt : Hey, immer weiter machen und immer durchpushen und lass dich nicht aufhalten! Usw. und so fort. Und dann, wenn die Menstruation, wenn die Blutung kommt, nicht, ziehe dich zurück, lausche wie in den Rauhächten deinen Vision. Oder wie beim Orakel von Delphi, dass man nur einmal im Monat befragen konnte, weil da die Phytia, die oberste Priesterin bzw. diejenige, die ausgewählt wurde um in der Zeit ihr die Weissagung zu geben, dann blutete. Denn wenn sie ihre Menstruation hatte, war sie am offensten, hat sich am meisten verbunden, war am sensitivsten in ihrer Wahrnehmung.

 

[00:10:04.680]

So, und wenn wir das jetzt mal nehmen und übertragen. Und überlegen, dass wir meistens in Tagesrhythmen uns befinden und nicht in Menstruationsrhythmen planen und nicht im Jahresrhythmus planen und auch da wirklich sagen okay, wie kann ich mein Jahr so gestalten? Und ich weiß eben alle Jobs usw. und so fort, dass ich im Winter mehr Ruhe reinkriege, dass ich wirklich diese Zeit reinkriege und Zeit für Rückkehr und Einkehr und vielleicht nicht die riesengroße Bums-Falera-Familienfeier mache, sondern mir ein paar Tage für mich nehme und daraus Kraft schöpfe.

 

[00:10:43.490]

Denn das ist es, was am Ende des Tages ich beobachte es immer wieder unsere mentale und psychische und physische und spirituelle Gesundheit so sehr unterstützen kann, wenn wir vor allem als Frauen uns wieder daran erinnern, dass wir im Kern zyklische Wesen sind. Und der Jahreskreis mit diesen acht Festen, also das uralte indigene europäische Medizinrad, könnte man sagen, mit seinen acht Speichen, erinnert uns daran. Denn wir können jederzeit gucken, Welche innere Jahreszeit habe ich gerade? Wo befinde ich mich gerade? Ich merke, so bleiben wir in dem Beispiel Ich brauche den Rückzug, ich will bei mir bleiben. Okay, ich bin gerade so in meinem inneren Spätherbst. Frühwinter, das erkenne ich an. Was bedeutet das in der Natur? In der Jahreszeit ist es kalt, ist es dunkel, wird ziehen uns zurück. Dann gönne ich mir das auch. Und das bedeutet nicht, dass wir jetzt alle irgendwie selbstständig werden müssen und nackt mit Elfen durch den Wald tanzen. Das meine ich nicht, sondern dass wir anerkennen können, dass sind vielleicht die. Das ist die Woche im Monat, in der ich keine Verabredung treffe. So mache ich es.

 

[00:11:56.670]

Also ich kenne meinen Menstruationszyklus, ich habe einen Kalender, ich weiß ganz genau, wann was passiert und kann so eben dann auch in den klassischen Kalender gucken und die dementsprechenden Tage für mich markieren und dann sagen Hey, in der Zeit gucke ich, dass ich keine Interviews mache, dass ich keine, ähm, dass ich nicht so viel Action im Außen habe, dass ich nicht abends noch 15.000 mal verabredet bin oder mich irgendeine wilde Expedition mit jemandem committe. Sondern dass ich eher mit mir bin. Dass ich vielleicht mich auf ein ruhiges Gespräch mit einer Freundin treffe, dass ich arbeitsmäßig, da mir meine Zeit meine, um kreativ zu sein, um in meinen Gedanken sozusagen in Anführungsstrichen nachzuhängen und in dieses okay, lass uns mal was Neues runterholen gehe.

 

[00:12:44.820]

Gleichzeitig ist es zum Beispiel so, wenn wir jetzt im Jahreskreis gucken Beltane, Es wird ja immer gesagt, die Zeit der Hexen, das stimmt ja nicht so ganz, da kann ich den Blog auch noch mal zu verlinken. Walpurgisnacht und Zen sind zwei ganz verschiedene Geschichten und zwei ganz verschiedene narrative Welten.

 

[00:13:03.360]

Diese Zeit der Vermählung. Es ist die Zeit der Fülle. Es ist auch deswegen heiraten immer noch so viele Mai. bzw. werden so viele dieser Hochzeiten initiiert. In der Zeit und da rein zu spüren und dann zu merken, dass wenn wir das jetzt auf den Zyklus übertragen, wir wenn wir merken, der Eisprung kommt näher, wir wollen uns vermählen, wir gehen raus, wir werden wieder geselliger, leutseliger, das ist die Zeit. Der Jahreskreis erzählt uns genau diese Geschichten. Das ist das Wunderbare. Wenn wir nicht so wissen und in unserem Zyklus so ein bisschen, wo dann können wir diesen acht Speichen im Jahreskreis einfach auf unseren eigenen Zyklus übertragen und gucken, was erzählt mir dieses Jahreskreis Fest: Zeit der Vermählung, Fülle, feiern, Rausgehen, Werte. Ich zeige meine Werte. Wir sind in der fruchtbaren Phase. Es geht los, der Eisprung steht bevor, die Brüste werden ein bisschen größer, die Röcke werden meistens ein bisschen kürzer, statistisch gesehen, bis der Eisprung da ist. Die volle Fülle zum Mitsommer. Und das ist sozusagen das, was wir merken.

 

[00:14:08.790]

Das heißt, und jetzt wird es interessant, die Sonnenfeste Wintersonnenwende und Sommersonnenwende und die Tag und Nachtgleichen, die zeigen uns sozusagen an, wo ähm wo sich unsere Ei-Produktion befindet, könnte man sagen, das physische. Die Mondfeste, die zeigen uns an, was da ist, ein bisschen wie das Ying und Yang des Zyklus ist. Das heißt, Samehein sagt uns, welche Zeit ist jetzt, es die Zeit des Rückzugs. Hallo, wir verbinden uns mit den Wurzeln. Wir gehen zurück. Beltane beispielsweise sagt, das ist die Zeit der Vermählung und der Fülle. Okay, dann ist das jetzt dran. Okay, dann gehe ich so in diese Energie schon mal rein. Das kann ich fürs ganze Jahr so sehen, der Jahreskreis erinnert dort an den Lauf der Natur. Und wenn wir mit der viben bzw. im Einklang sind, dann geht es auch oftmals leichter.

 

[00:15:02.790]

Was uns übrigens auch dazu einlädt, nicht sofort immer von heute auf morgen Amazon Prime mäßig Ergebnisse zu wollen, sondern zu sagen Ich weiß, ich säe jetzt meine Samen und oder die Eizelle lässt sich befruchten und dann dauert es etwas, bis das alles Blüte trägt. Aber zur Erntezeit kann ich ernten. Und wenn ich diese Zeit meinen Fokus halte, mein Boden nähre und gucke, dass das, was ich in die Welt gegeben habe, aufgeht, dann bekomme ich auch das, was ich mir gewünscht habe. Vielleicht sieht es ein bisschen anders aus, weil nicht jede Blume sieht aus wie auf der Verpackung, wenn sie aufgeht. Und trotzdem geht sie auf.

 

[00:15:41.500]

Und das gleiche gilt eben auch, wenn wir das mit dem Menstruationszyklus machen und uns diese Geschichten des Jahreskreises als Inspiration nehmen dafür, was in welcher Zeit in unserem Kalender passieren darf. Und so mache ich das. Ich blocke mir wirklich die Tage. Ich marker die in Anführungsstrichen rot an, mittlerweile nicht mehr, das habe ich am Anfang gemacht., Da hab ich gesagt: und ab jetzt geht mein inneres Samheim los, jetzt es orange. Zeit des Rückzugs geht los. Und jetzt ist die Menstruation, die Raunächte. Das ist die Zeit, in der ich gucke, dass ich viel Zeit für mich habe, dass zu Hause bin oder nur ganz bestimmte Menschen treffe, mit denen ich diese visionären Gespräche gehen kann oder einfach mit denen sein kann. Und genau so plane ich eben auch ein, dass es die Zeit von Beltane, in meinem persönlichen Kalender. Das ist die Zeit, wo ich auf den Eisprung zugehe. Meine Pheromone fangen an rauszuschießen und ich bin wieder leutseliger. Also leg ich da meine Termine hin, wo ich rausgehe, wo ich Gruppenaktivitäten viel mache, wo ich präsenter bin. All das, was dahin liegt. Da kann man super auch so Meetings, Gehaltsverhandlungen, richtig gut. Gehaltsverhandlungen, solche Zeiten oder alles andere, wo es um Verhandeln geht, vor allem mit Männern, ist besonders gut, wenn er in dieser Zeit von ihm auf den Jahreskreis gesehen, vom Beltane bis zum Mittsommer seid. Denn dann seid ihr im vollen Saft, in der Reifungszeit und das wird gemerkt und dann kann man danach sehr gut ernten, im wahrsten Sinne des Wortes.

 

[00:17:17.440]

Und das ist es, was ich dir heute mitgeben möchte, so als Perspektivveränderung. Einfach auch, dass wir wegkommen von diesem linearen: Hier fängt mein Leben an, da hört es auf und wenn ich das nicht erreicht habe, bin ich irgendwie eine Leserin. Oder Hier ist der Tag und da hat er auch und dann habe ich das nicht geschafft und dann ist es irgendwie kacke. Was uns allen immer wieder passiert interessanterweise. Sondern zu sagen, was wäre, wenn ich nicht den Tag oder die die einzelne Woche, sondern meinen Zyklus als Maßstab nehme und sage: ich plane von sozusagen meiner Wintersonnenwende bis zur nächsten Wintersonnenwende. Das heißt von dem Tag meiner Menstruation bis zur nächsten Menstruation möchte ich, dass das und das, dass ich das und das erledigt habe, dass ich das und das geschafft habe, dass ich das und das angegangen habe.

 

[00:18:09.620]

Was es bedeutet: zum einen ist, dass wir anfangen, in größeren Räumen zu denken, was uns einen größeren Spielraum gibt, was nicht heißt, dass wir weniger unbedingt machen müssen. Darum geht es gar nicht, sondern dass wir die Sachen anders clustern. Anstatt sie über den Tag zu clustern, fangen wir an, sie in Wochen zu clustern oder in Tagen zu clustern. Und es macht einen riesigen Unterschied, wenn ich mir sage Hier sagen wir mal von Tag 1 bis 5 beispielsweise, jede hat ja einen eigenen Zyklus. Da setze ich mich hin. Das ist die Zeit, wo ich kreativ plane, wo ich Sachen mache, die vorausschauend sind, wo ich viel Stillarbeit machen kann, wo ich Dinge mache, die ich gut für mich alleine, vielleicht sogar auch im Homeoffice machen kann. Und das plane ich bewusst da rein. Anstatt zu gucken: Ja, das versuche ich jeden Morgen eine Stunde zu machen. Zu gucken kann ich, wie kann ich die Sachen für mich zusammen dann genauso dann zu sagen, Wenn ich in diesem Rhythmus lande, habe ich meine zweite Phase, in der ich interaktiver werde, wo ich dann vielleicht mit anderen anfange, Dinge zu konkretisieren, anzugehen, Everyday-Business mache usw. und so fort. Und dann in dieser dritten Phase zu sagen: So, und jetzt geh ich damit raus. Jetzt führe ich diese Gespräche, jetzt gehe ich in diese Kontakte, jetzt leite ich diese Kooperation an, was auch immer es sein mag in deinem Berufsfeld. Und auch da zu sagen, das muss nicht bis Ende der Woche passieren, sondern wieder in dem Zyklus zu denken.

 

[00:19:38.280]

Und wenn du anfängst, das auszuprobieren. Ich weiß, dass es am Anfang etwas merkwürdig ist, weil es von uns ein Umdenken verlangt und gleichzeitig zu merken, es ist ein Rhythmus und ein Zyklus, der ganz natürlich ist, der nur deswegen nicht praktiziert wird, weil wir im Patriarchat uns auf den Mann und seinen Zyklus und seinen Rhythmus fokussieren. Der Tagesrhythmus, der Zyklus des Mannes, wie gesagt. Also Männer haben ja auch Wechseljahre usw. und so fort. Aber diese werden eben anders wahrgenommen, weil sie sich innerhalb von 24 Stunden in diesem Zyklus bewegen, während wir uns zwischen 21 Tage und 28 Tage in unserem Zyklus bewegen. Und dann alles sehr viel spürbarer ist. Und da wirklich mal zu gucken, was wäre, wenn ich das, was ich versuche jeden Tag zu machen, mal auf einen Zyklus rechne. Was ich beobachte nämlich immer wieder ist, wenn Frauen anfangen, das zu tun. Wenn wir zusammen arbeitenl vor allem im Mentoring dann, wo wir wirklich so Schritt für Schritt diese kleinen Dinge umstellen. Das ist nicht, dass man immer sagt mein ganzes Leben ändern, sondern wirklich in diese Impulse reinzugehen, dass die ganz schnell sagen ich merke, wie viel mehr ich schaffe. Ich merke, wie viel mehr Raum da ist. Und ich merke vor allem, wie sich mein System entspannt.

 

[00:20:56.240]

Und ich hatte das letztens mit einer Freundin, die sagte Sag mal, wie machst du das eigentlich, wie ist dein Arbeitsrhythmus? Also als Selbständiger, weil die halt überlegt, sich selbstständig zu machen und da dabei irgendwie Schiss war, dass sie die Disziplin nicht hat. Und genau das ist nämlich das Ding. Wir denken, wir müssten uns über den Tag disziplinieren. Ich habe hier auch wieder total viele Gespräche, aber auch mit anderen Freunden sagt. Und dann sitze ich da vom Tisch und muss noch meine acht Stunden machen, weil ich denke eben nicht. Sondern es geht darum, Wenn ich also so ist es bei mir, wo ich zu ihr sagen ja dann auch gesagt habe, ich kann dir nicht genau sagen, was ich jeden Tag mache. Ich kann dir sagen, was ich in jeder Phase mache und in jeder Phase sieht, mein Morgen aber auch ein bisschen anders aussieht mein Tagesablauf ein bisschen anders aus und sieht auch dadurch, weil meine Energie eben ein bisschen anders aussieht.

 

[00:21:42.050]

Also gibt es Tage, in denen ich da Phasen, wo ich früher wach bin, wo ich aktiver bin, länger wach bleiben kann und dann auch noch mal an angerechnet auf das Jahr ist es natürlich im Sommer, wenn die Sonne scheint, bin auch ich aktiver. Im Winter weiß ich von mir, arbeite ich anders, ist meine Energie anders. Im Sommer kann mehr passieren. Also da kann ich dann noch mal nachher raus und kann lange draußen bleiben und so. Wenn ich viel mache im Winter, geht das nicht.

 

[00:22:11.510]

Und das habe ich mir auch gesagt. Ich So aktuell befinde ich mich in der und der Phase. Da sieht mein Tag ungefähr so aus. Bzw. Meine Tage in der Zeit fokussieren sich auf das und das. Und da hat sie mich angeguckt und hat gesagt Das hat sie ja noch nie gehört. Und ehrlich gesagt glaube ich, das ist das Problem, das wir uns nicht erlauben, in unseren Rhythmus zu gehen, dass wir uns nicht mehr erlauben, in unserer Energie zu sein, sondern dass wir natürlich total verständlich, weil es uns seit 6000 Jahren, über 6000 Jahren eingeprügelt wird. Und auch dieses System, in dem wir jetzt existieren, schon tief, tief, tief in uns drin sitzt, weil wir in Wochentagen denken, in einzelnen Tagen denken und vor allem im solaren Kalender denken. Zwölf Monate, 13 Monde und das ist ja nicht umsonst, heißt es ja auch Menstruation und die Göttin Menses, die sich an diesem Zyklus orientierte. Über die ich übrigens auch im Spiritual Feminist Buch noch mehr rede. Also wenn du da zum Thema Menstruation noch mal reinschauen willst. Aber da wirklich zu merken, es ist ein anderer Rhythmus, in dem wir sind, durch unseren Körper, durch unser Sein.

 

[00:23:28.550]

Und es geht mir überhaupt nicht darum. Das ist mir auch noch mal wichtig jetzt zu sagen, es gibt nur Männlein und Weiblein und ich will da jetzt Duality aufmachen. Es gibt nonbinäre Menschen, es gibt Transmenschen und jeder hat seinen eigenen Rhythmus und seinen eigenen Zyklus. Nur was ich feststelle ist, dass für viele Frauen, die biologisch als Frau auf die Welt gekommen sind und menstruieren oder generell für menstruierende Menschen das hilfreich sein kann, sich an dem großen Jahreskreis mit seinen Sonnenmarkern und seinen Mondgeschichten zu orientieren. Und zu gucken, wie ich dieses alte europäische Medizinrad in meinen Alltag übertragen kann, eben dadurch, dass ich meine Alltagsplanung damit mache.

 

[00:24:23.330]

Und dann fangen wir an, uns wieder richtig zu verbinden, uns anzubinden und auch in einen Einklang zu kommen. In ein Zusammenspiel zu kommen, ein Miteinander zu kommen mit dem, was um uns herum ist und was eben größer ist als wir. Und das ist etwas, wozu ich dich heute einlade, das einfach mal auszuprobieren. Mein Tipp ist wirklich als erstes anzufangen, Menstruationsrhythmus klar zu haben. Wenn du nicht menstruierst nimm den Mondzyklus einfach. Und da einfach mal zu starten und zu gucken, wie kann ich diesen Rhythmus für mich in meinen Alltag einbauen. Und ich würde wirklich einfach einen Kalender nehmen. Und ich würde den Menstruationskalender nehmen und anfangen Tage zu machen. Also wie gesagt, ich habe es damals gemacht. Orange war die Zeit von Samhain bis zur Wintersonnenwende. Dann die Zeit, Wintersonnenwende, Raunächte, Imbolc, das habe ich also übertragen. Also meine Menstruation habe ich gut gemeistert. Ich habe die Zeit von Beltane bis zur Sommersonnenwende. Also die Zeit vom Eisprung bis Eisprung habe ich grün gemarkert, einfach mal so im Kalender, um überhaupt erst mal eine Orientierung zu kriegen, wo ich mich befinde.

 

[00:26:03.330]

Das muss nicht von heut auf morgen funktionieren, sondern manchmal ist es ja wirklich so, dass es ein bisschen dauert, bis wir Prozesse umstellen, bis wir so Arbeitsstrukturen umstellen können und bis wir auch für uns diesen Raum gefunden haben, wo wir sagen jetzt flutscht das, jetzt flowt es. Und daher ist dieser Impuls einer, wo du dich sofort hinsetzen kann, an deinen Kalender und da einfach mal reingehen und anfangen, bunt zu markern.

 

[00:26:30.720]

Und vor allem die andere Einladung ist, was ich auch gemacht habe. Ich habe wirklich im ersten Monat sozusagen, also als ich das, als mir das so klar geworden ist und es mir wie Schuppen von den Augen fiel, habe ich angefangen, einfach mal aufzuschreiben, ich hatte einfach einen Zettel an meinem Schreibtisch, was ich gemacht habe. Da bin ich so ein bisschen die Aufgaben sehe. Und zwar nicht jetzt ich habe die Bank angerufen und dies gemacht und das gemacht. Es ging mir nicht darum zu gucken, wie viel ich mache, sondern was die Qualität der Aufgaben ist, die ich eigentlich zu erledigen habe. Und da habe ich dann irgendwann diesen da habe diese Liste gehabt. Dann habe ich gesagt: kann ich die anders zusammenordnen, kann ich die anders zusammenbringen. Das war, das war meine große Herausforderung sein, das alles mal so ein bisschen zu shuffeln und zu sagen: ach guck mal, das sind alles die Aufgaben auf den Zetteln, die sind alle eher still. Arbeit für mich, Arbeit mit mir sein, an die Vision gehen, ja und downloads haben, wenn man möchte. Und ich habe die mal so zusammengefasst und habe gedacht, okay, dann geht das. Und das war für mich die Ausgangsbasis mit der Menstruationsphase sozusagen angefangen und dann den Rest der Zeit gestaltet. Und es hat auch ein bisschen gedauert.

 

[00:27:42.490]

Also es ist nicht so, dass ich direkt nachdem ich das hatte, dann direkt nach meinem ersten Zyklus gesagt habe, ob es um passt oder nach dem ersten Mond, sondern. Das ist wirklich. Ich glaube, wenn ich so zurückdenke, ich habe drei Monate gebraucht, bis ich wirklich an einem Punkt war, habe ich gemerkt habe: So, jetzt merke ich den Unterschied. Weil es ist so ein bisschen kompliziert. Es kann herausfordernd sein mit Alltäglichkeiten, es kann, wenn du jetzt sagst, ja, aber ich habe bei meinen Job und meine fixen Sachen, ja auch, da können wir ein bisschen gucken. Wir können mit unseren Chefs reden, wir können mit dem Team reden, mit dem wir sind, wir können gucken, kann ich vielleicht meine Home Arbeitstage, also meine Home Office Tage, die ich habe, kann ich diese vier Stück in der Woche, im Monat anstatt eins in der Woche? Kann ich die vier Stück am Tag vier Stück, vier Tage am Stück nehmen? In der Zeit, wo ich meine Menstruation habe, beispielsweise, weil wir kriegen ja kein Menstruational Leave, so wie in Spanien. Hier und da so ein bisschen kreativ zu denken oder eben, wenn in den Job Sachen auch nicht ändern kann, dann kann man aber wirklich auch gucken, wie plane ich meine persönlichen Aktivitäten zum Beispiel.

 

[00:28:48.500]

Also ich weiß, dass auch meine physischen Aktivitäten ganz anders sind, seitdem ich mit dem Zyklus plane und ich nicht jeden Tag High intensity machen. Also es ist sowieso nicht meins, aber könnte, sondern dass ich wirklich auch da Zyklen habe und bei Fee die Woche grüne Marker das ist dass da kann ich richtig durchpowern. Da kann ich auch Sachen machen die ich mich vielleicht in der roten Phase nicht traue, nicht, die ich mir nicht zutraue oder die mir einfach nicht gut tun würden. Und das wenigstens schon planen. Das ist meine High Active Social Phase sozusagen. Und das ist meine, die rote Phase ist meine Rückzugsphase. Und da mal so rein zu gucken und rein zu spüren und da sich einfach mal diese nächsten zwei, drei Monate Zeit zu nehmen. Und zu gucken, wie es sich dann anfühlt. Und vor allem dann, mir gerne dazu auch noch mein Feedback zu geben. Ich bin immer total neugierig herauszufinden, wie es sich für dich anfühlt, diese Dinge im Alltag zu gestalten.

 

[00:29:45.550]

Ich finde ja, dass die alten Rhythmen wahnsinnig präsent sind und ich versuche immer, das so alltagspraxismäßig wie möglich zu übertragen und dir auch den Impuls dafür zu geben: wie kann ich das übertragen? Ich weiß, viele sagen, wie soll ich das denn im Alltag leben. Das heute, was ich in dieser Episode mitgeteilt habe, dass zum Beispiel ein Vorschlag wie du super im Alltag leben kannst. Ohne dass du bis dahin irgendeine Kerze angezündet haben musst, dass du irgendwelches richtig tiefes, mystisches Wissen haben musst oder oder, oder, reicht es, das, was du jetzt mitbekommen hast, einfach mal mitzunehmen und da so ein bisschen einzutauchen.

 

[00:30:30.530]

Ich wünsche dir viel Spaß dabei. Vor allem wünsche ich dir viel Freude dabei, diesen neuen Raum und diesen neuen Flow zu entdecken und damit eher in den 13 Monden zu fließen, als durch die zwölf Sonnen zu hetzen, um das mal so zu sagen. Und vor allem wieder in deinen zyklischen, körperlich auch zyklischen Rhythmus zu kommen. Denn damit verkörpern wir auch unsere Weiblichkeit, wenn man so möchte. Und kommen wieder ein ganzes Stückchen mehr bei uns an. Und wir verbinden uns mit etwas, was uns tragen kann, anstatt dass es uns erschöpft, denn es trägt uns und wir müssen nicht es tragen, sozusagen. Ich wünsche dir ganz viel Freude dabei.

 

[00:31:17.790]

Ich freue mich selber natürlich tierisch darüber, wenn dir diese Episode gefallen hat. Ich freue mich auf deine Kommentare und Gedanken, auf YouTube, auf dem Blog oder auch auf Instagram und Pinterest natürlich. Und ich freue mich mega, wenn du mir eine Bewertung bei Apple da lässt. Am liebsten natürlich mit fünf wunderbar funkelnden Sternen dazu, denn das ist so ein bisschen das Podcastgold und es hilft anderen Leuten diesen Podcast zu finden. In diesem Sinne, wünsche ich dir viel Freude dabei, erst mal deinen Rhythmus, deinen Zyklus zu finden. Denn es geht am Ende des Tages um das, was auch auf der Webseite steht und was ich immer wieder sage: Dieses Willkommen bei dir. Und kreiere ein Leben, welches für dich stimmig ist. Und das ist so ein Teil, wo wir es stimmig machen können. Was überhaupt nichts mit Bam, Boom Bang zu tun hat, irgendwelchen sexy Kleidern oder dreimal durch die Pussy atmen zu müssen, sondern wirklich was sehr alltagspraktisches ist, wo wir uns wieder mit diesem immer noch bestehen. Das ist ja auch doof, wenn man sagt, das sind die alten Zyklen, das sind die alten, gelebten Zyklen, die existieren natürlich noch, wenn man sich mit dem Bewährten verbindet. Und es bringt uns auch unseren Ahnen ein ganzes Stück näher. Was ich übrigens auch ganz schön finde.

 

[00:32:40.490]

Also viel Freude und bis ganz bald in Sisterhood.

 

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Eine Reise in Spanien zu den Ursprüngen unserer Spiritualität

Eine Reise in Spanien zu den Ursprüngen unserer Spiritualität

Was haben die Ursprünge unserer Spiritualität mit der Kolonialisierung Amerikas zu tun? Und wie hängen spirituelle Aneignung und die Missionierung der Waldvölker in Europa zusammen? In diesem Beitrag gehen wir auf diese Fragen und noch einiges mehr ein. Ich teile mit dir Details aus der Reise, die ich mit meinen Native American Sisters im Mai gemacht habe und was genau dahintersteckte. Und du wirst einiges über die Kraft und Durchführung von Zeremonien erfahren.

Ich war im Mai eine gute Woche lang mit zwei meiner Native American Sisters in Spanien unterwegs. Und zwar nicht zum Vergnügen, sondern es hatte einen tiefen und ernsten Hintergrund. Und dieser Hintergrund hatte nicht nur mit ihrer Geschichte zu tun, sondern auch mit meiner und deiner. Wir sind nach Bilbao gereist, saßen in der Kathedrale von Granada und sind in die Berge von Gran Canaria. Was genau zu dieser Reise geführt hat, teile ich im Video-Impuls mit dir.

Was uns nach Granada geführt hat, war die Tatsache, dass die dortige königliche Kapelle der Aufbewahrungsort von König Ferdinand und Königin Isabella. Diese waren nicht nur für die Doktrin der „Eroberung“ der neuen nicht-christlichen Welt zuständig. Sondern sie eroberten 1492 auch das Emirat Granada zurück. Sie waren krasse Katholiken, die ohne Gnade missionierten und unterwarfen. Auch auf dem europäischen Kontinent litten Andersgläubige wie Juden oder Moslems unter ihnen. Und 1492 war auch das Jahr, in dem Kolumbus Fuss auf den Kontinent setzt, den wir heute als Amerika kennen. Und dem folgte die Auslöschung von Millionen von Ureinwohnern, Ausbeutung und unendliches Leid. Von dem wir in Europa wohlgemerkt noch heute profitieren.

Ob wir wollen oder nicht –

wir profitieren bis heute von dem Leid,

welches die katholischen Könige der Welt

im Namen der Kirche zufügten.

Wir sind nach Granada gereist, damit meine Freundinnen Angesicht zu Angesicht in eine Zeremonie mit Ferdinand und Isabella gehen konnten. Denn wie ich es auch immer wieder anführe – es geht darum zum Ursprung zurückzukehren. Und der Ursprung des Leidens der Ahnen meiner Sisters und ihrer Ahnen liegt nun einmal in zwei Särgen in der königlichen Kapelle in Granada. In dem Video beschreibe ich genauer, was wie gemacht haben, wie wir die Zeremonie gestaltet haben und was es für die beiden bedeutete, das erste Mal in eine mit Gold gefüllte europäische Kirche zu treten.

Unsere letzte Station auf der Reise war Gran Canaria – die Kanaren waren der erste Stopp auf der Reise von Kolumbus. Und die Kanarios haben erbitterten Widerstand gegen ihre Eroberer geleistet. Denn nein: sie gehörten nicht immer zu Spanien, sondern waren unabhängige Königreiche einer matriarchalen Gesellschaft mit einer Göttin. Wir sind dort an alte Ritualplätze gegangen, gemeinsam mit meinem Freund, der Kanario ist. Somit standen all unsere Ahnen im gleichen Kreis und wir konnten viel heilen. Mehr dazu findest du auch im Impuls.

Wenn wir nicht an den Ursprung zurück kehren werden wir keine wirkliche Heilung finden.

Wir packen ein Pflaster auf eine offene Schusswunde anstatt die Kugel zu entfernen.

Und wir wundern uns, dass sie nicht heilt.

Solange wir das Trauma nicht erlösen,

hängen wir in kollektiven Wiederholungs-Loop.

Wenn du jetzt sagst: Mensch das berührt mich total, doch was hat das alles mit mir zu tun?, dann kann ich dir sagen: wir sitzen in dem gleichen Schmerz. Denn der Schmerz, den wir da spüren, ist einer, der nicht unserer ist. Sondern es ist der Schmerz unserer Ahnen. Das Trauma der Christianisierung sitzt auch uns noch tief in den Knochen. Und es scheint mir so, als ob wir in einem kollektiven Wiederholungszwang stecken. Denn warum schaffen wir es nicht aufzuhören, auszusteigen und vor allem uns mit unseren Wurzeln wieder zu verbinden? Weil der Schmerz dahin zu schauen so groß erscheint, dass er uns zu überwältigen droht.

Kurz als Erklärung: Freud hat den Begriff des Wiederholungszwang etabliert. Es beschreibt damit das traumatisierte Menschen schmerzhafte Erfahrungen wiederholen bzw. reinzenieren. Teilweise ihr Leben lang. Und wie man sich denken kann, ist dies keine bewusste Handlung, sondern eine unbewusste. Auf diese Art und Weise kann Trauma auch in der Linie weiter gegeben werden, weil wir durch das Wiederholen der nächsten Generation eine ähnliche Situation zumuten. Und so geht es immer weiter…

Es war nicht deine Schuld.

Doch es ist deine Verantwortung.

 Ich will damit nichts entschuldigen von dem was passiert ist, sondern ich möchte dich und uns dazu einladen endlich vor unserer eigenen Traumatür zu kehren, anstatt nur im Mitleid mit den Anderen zu sein und gleichzeitig jedoch nichts zu ändern. 

Wir haben mir der Christianisierung die bewusste Verbindung zu unseren Ahnen verloren, jetzt ist der Moment gekommen, in dem wir sie wieder herstellen können. In dem Impuls teile ich ja auch die Parallelen des immer wiederkehrenden Zyklus von Christianierung und Eroberung – von den Waldvölkern and bis zu den Tribes in Turtle Island (Nordamerika) noch bis in die 1980er Jahre.

 

Das was wir uns so verzweifelt versuchen von anderen anzueignen, existiert in Wahrheit auch in uns.

Im Hier und Jetzt haben wir die Tool. Wenn wir von der neuen Zeit sprechen, dann geht es für mich nicht um Innovationen und KI. Es geht um eine Zeit, in der wir gesunden, unsere Linien heilen, die Traumata erlösen und endlich wieder wirklich einander begegnen können. Eine Welt in der wir uns als Teil von etwas Größerem ansehen und erkennen, wie jede einzelne von uns eine Antwort sein kann. In den ReRooting©-Sessions steigen wir direkt in deine Themen ein. Wir klären und heilen deine Linie – für Klarheit und Frieden im Hier und Jetzt. 

Alleine das Erinnern daran, dass wir einst spirituell verbunden waren, dass wir das, was wir uns bei anderen verzweifelt aneignen in uns tragen und dass all dies wiederbelebt werden kann öffnet des Raum für eine tiefer Veränderung. Lass sie uns gemeinsam verkörpern. 

In Sisterhood,