Sisterhood is my instinct. Wer mich kennt und weiblich ist hat diesen Satz mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal gehört. Denn Sisterhood ist für mich ein Konzept, welches ich atme und an welches ich aus meinem tiefsten Herzen glaube. Je älter und vielleicht auch weiser ich werde, desto präsenter ist Sisterhood in meinem Leben geworden. Und ich habe auch einige Zeit gebraucht zu verstehen und vor allem zu fühlen, dass jede Frau meine Schwester ist. Denn das ist es, was Sisterhood in seiner letzten Konsequenz für mich bedeutet.
There is a special place in hell for women who don’t help other women.
Madeleine Albright
Der Begriff Sisterhood, so wie ich ihn verwende, bezeichnet die Verbindung von Frauen, die nicht biologisch verwandt, aber in Solidarität verbunden sind. Sisterhood kann sich auf feministische, politische oder gesellschaftliche Themen beziehen, aber auch die Unterstützung von anderen Frauen oder die Anerkennung der femininen Qualitäten, die Frauen zueigen sind bedeuten. Wenn ich mich auf Sisterhood beziehe geht es dabei auch immer um eine Verbundenheit unter Frauen, die sich von der mit Männern unterscheidet. Dabei ist es mir aber wichtig deutlich zu machen, dass es nie gegen Männer geht, sondern darum sich gegenseitig als Frauen zu unterstützen. Das kann auch durch die Zusammenwirkung mit Männern sein, denn feminine Energie ist inklusiv und nicht exklusiv.
Sisterhood was never about everybody agreeing ….
Jennifer Baumgardner
Sisterhood ist Gemeinschaft und in der darf durchaus diskutiert werden, denn gegenseitiger Respekt und Akzeptanz sind wichtige Grundlagen. Und bei Sisterhood geht es nicht um rosarote Wölkchen, sondern tiefe Verbindung. Sisterhood bedeutet nich immer etwas zu tun, sondern auch manchmal einfach nur zu sein. Da zu sein, präsent zu sein, in gemeinschaft zu sein. Dabei ist es essentiell vor allem den Raum zu halten für die Frauen und die feminine Energie in und mit der wir uns bewegen. Auch wenn ich nicht alles genauso machen, sagen oder umsetzen würde, so ist es für mich aber selbstverständlich – vor allem in meinem Sisterhood Circle – die Einzelne auf ihrem Weg zu unterstützen, ihr den nötigen Raum zu geben oder meine Ressourcen mit ihr zu teilen. Sisterhood ist die Erkenntnis, dass wir durch unser Frau sein verbunden sind. Auch wenn es noch einige Frauen gibt, die sich dagegen sträuben.
Women instinctually know how to nourish each other, and just being with each other is restorative.
Tanja Taaljard
Schon seit Urzeiten kommen Frauen zu besonderen Zeiten zusammen, um Weiblichkeit zu zelebrieren. Ob in Moon Lodges oder Roten Zelten – den Ursprung fanden diese Zusammenkünfte in der Menstruation der Frau. Zu Neumond kamen die Frauen einen Stammes, einer Gruppe zusammen und menstruierten gemeinsam. Diese Zeit wurde auch genutzt, um sich auszutauschen, Sorgen, Nöte, Erkenntnisse miteinander zu teilen und einen Raum zu schaffen in dem genau das möglich ist. Es war auch die Zeit der Visionen und des Erschaffens von Ideen, welche sich im Anschluss manifestieren sollten. So hat ein Circle nicht nur die Frau, sondern auch ihre Ideen und Visionen getragen. Dabei ging es immer darum in Gemeinschaft zu sein und unsere Vorfahrinnen wussten noch, wie stärkend diese sein konnten. Diese Idee von Frauen die zusammenkommen wird seit vielen Jahrhunderten „verteufelt“, es ist an der Zeit und wieder an sie zu erinnern.
Because theres one thing stronger than magic: sisterhood.
Robin Benway
Die moderne Version von Sisterhood baut für mich genau auf diesen mystischen Momenten auf und sie fundiert auf der Tatsache, dass wir als Frauen zyklische Wesen sind und dass sich unsere Magie in Gemeinschaft potenziert. Das bedeutet nicht, dass wir jetzt alle wieder anfangen müssen gemeinsam zu menstruieren, sondern dass wir erkennen, dass durch das Zusammenkommen eine besondere Power entfacht wird. Ich beobachte immer wieder, dass in Sisterhood Circles eine besondere Verbundenheit existiert, die auf Intuition und emotionaler Verbundenheit basiert, wie ich sie bisher nur unter Frauen kennen gelernt habe, ob virtuell oder im echten Leben, ob in großen Netzwerken oder kleinen Gruppen. In einem meiner Circles sind meine Sisters in Arizona, Kalifornien und New Mexico und dennoch sind wir tief miteinander verbunden. Im genau richtigen Moment erreicht mich die passende Whatsapp-Nachricht, trotz Zeitverschiebung und unterschiedlicher Lebenswelten. Denn wir haben gelernt unserer femininen Kraft in diesem Circle zu vertrauen, zweifeln die Aussagen oder Eingaben von niemanden nicht an und haben damit einen Rahmen erschaffen in dem wir unseren Visionen Raum geben.
Any woman who chooses to behave like a full human being should be warned that the armies of the status quo will treat her as something of a dirty joke . . . She will need her sisterhood.
Gloria Steinem
Auch im Jahr 2016 gibt es immer wieder Situationen, in denen ich dankbar für die Unterstützung meiner Schwestern bin. Momente in denen ich an mir selbst zweifele, Momente in denen die Gesellschaft mir spiegelt, dass was ich tue sei nicht ernst zu nehmen, Momente in denen ich mich nicht traue zu springen, obwohl ich weiß, dass es absolut richtig ist. Zu wissen, ich kann mich verletzlich zeigen ohne verletzt zu werden ist für mich Gold wert. Wie die meisten Frauen bin ich mit der Idee der „besten Freundin“ aufgewachsen und habe es auch geglaubt. Bis ich begriffen habe, dass diese Idee mich nur limitiert. Das war der Moment, in dem ich begonnen habe mich innerlich zu öffnen, und zwar icht nur gegenüber Frauen, sondern der Idee, dass andere Frauen keine Konkurrenz sind – wie es ja auch immer wieder erzählt wird, sondern meinesgleichen. Ich habe mich von Konzepten wie „Stutenbissigkeit“ und „Lästerschwester“ verabschiedet und mich für ein Miteinander geöffnet.
Innerhalb von kürzester Zeit hatte ich mehr Frauen als zuvor in meinem Leben, Verbindungen, von denen ich nicht wußte dass es sie gab und mir wurde bewusst wie kraftvoll diese sind. Damals habe ich verstanden, was Sisterhood wirklich bedeutet und das erste Mal erfahren, dass es ein Teil von mir ist. Heute bin ich der Überzeugung, dass jede Frau von Sisterhood profitiert. Ich habe verschiede Sisterhood-Circles, manche sind ganz eng, andere sind lockerer, manche fokussieren sich auf professionelle Themen, andere sind privat orientiert. Sisterhood bedeutet für mich aber auch, jedes Mal einer Frau zu Seite zu stehen, wenn ihr Unrecht widerfährt oder sie beispielsweise belästigt wird. Sisterhood ist für mich mehr als der Circle in dem ich sitze, es ist eine Grundhaltung.
It’s because our friendships – female friendships are just a hop to our sisterhood, and sisterhood can be a very powerful force, to give the world … the things that humans desperately need
Tanja Taaljard
Die Herausforderung besteht darin, die eigene Perspektive zu wechseln. Denn aktuell befinden wir uns noch in einer Gesellschaft, die andere Werte propagiert. Sisterhood bedeutet Kollaboration anstatt Konkurrenz, inklusiv anstatt exklusiv, Hand in Hand anstatt Ellenbogen ausfahren. Es bedeutet zu verstehen, dass wir gemeinsam mehr erreichen können als alleine, dass es nicht nur um uns, sondern auch um das Ganze geht, dass langfristige Kooperation wichtiger ist als kurzfristiger Erfolg. Sisterhood ist die Verkörperung femininer Energie, sie ist unterstützend, nähernd, verbindend – und zwar nicht nur für die Einzelne, sonder für alle im Circle und schlussendlich auch für die Welt.
Women are going to form a chain, a greater sisterhood than the world has ever known.
Nellie L. McClung
Es ist an der Zeit uns als Frauen zusammenzufinden. Und zwar nicht, weil wir gegen etwas sind, sondern für etwas stehen. Es ist an der Zeit, dass wir uns erinnern, wie kraftvoll wir sind und beginnen wieder auf unsere Weise zusammen zu kommen, Business zu machen, Entscheidungen zu treffen und zu begreifen, dass eben am Ende keine von uns ihren Weg alleine geht. Es ist an der Zeit zu begreifen, dass Sisterhood der Schlüssel zur Freiheit ist, denn keine von uns wird die Welt durch guten Willen verändern. Die Welt wird sich ändern, wenn wir gemeinsam gehen und für die Freiheit von jeder Frau einstehen. Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass Sisterhood ein Teil von jeder Frau ist und dass dort die feminine Kraft liegt. Sisterhood ist vielleicht nicht die Lösung für alle Herausforderungen in dieser Welt, aber definitiv eine uralte Wahrheit mit Zukunft. Denn Gesellschaft erschafft nicht die Menschen. Die Menschen erschaffen die Geschallschaft. Gemeinsam können wir eine neue Gesellschaft schaffen. Und Sisterhood ist ein entscheidender Schlüssel.
Sisterhood ist mein Instinkt. Und jede Frau ist meine Schwester.
stay fabulous, feel feminines & live fulfilled,

Dieser Artikel kommt aus vollem Herzen und ist gleichzeitig ein Beitrag zur Blogparade der DMW
Im Jahr 2016 macht Deutschland mich immer noch sprachlos. Oder besser: fassungslos. Und zwar nicht wegen des großartigen Tors, welches Bastian Schweinsteiger geschossen hat. Sondern wegen all der Fouls, die weiter gegen Frauen ausgeübt werden, ohne dass jemand die rote Karte zieht. Denn während beim Fußball die Spielregeln anscheinend ziemlich klar definiert sind, sind sie es beim Umgang mit Frauen anscheinend nicht wirklich.
Nicht gepfiffene Fouls
Wenn ich zurückblicke erinnere ich mich an den Typen, der mir in der U-Bahn schräg gegenüber saß und sich einen runterholte während er mich anstarrte. Ich war 12. Oder an den Mann, der mir auf der Rolltreppe von hinten an die Brüste fasste. Ich schrie, er kackte mich an, ich solle mich nicht so anstellen, keiner tat etwas im vollen Kaufhaus. Ich war 13. Ich erinnere mich an die älteren Männer, die mir hinterher pfiffen und dabei dreckig lachten. Ich war unsicher, denn ich war gerade dabei eine Frau zu werden. Ich war 14.
Der alltägliche Sexismus in all seinen Facetten ist völlig inakzeptabel. Letzlich ist es ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung und damit fehlender Gleichberechtigung der Frau.
Manuela Schwesig
Mein Sportlehrer hat mir und anderen Mitschülerinnen mit größerer Oberweite oft eine Extra-Behandlung zukommen lassen, die ihn sichtbar erfreute. Als ich es meiner Mutter erzählte und die zur Schulleitung ging wurde es banalisiert. Er wurde zwar vom Sport „befreit“, aber ich musste ihm weiterhin jeden Tag begegnen und wurde als die Hysterische dargestellt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er wegen eines ähnlichen Vorfalls schon von einer anderen Schule verwiesen worden war. Meiner Schule war das egal. Anstatt der roten Karte gab es eben nur die gelbe. Ich war 15. Ich erinnere mich an die Jungs, die die volle Tanzfläche nutzen, um Frauen an die Brüste oder unter den Rock zu greifen und dabei auch gerne fester zupackten. Es war nicht viel Raum, um sich zu wehren, laut werden hat bei den Bässen nicht geholfen. Sie lachten. Ich war 16. Ich könnte noch weitermachen, aber es soll nicht um mich gehen. Sondern um den Fakt, dass die angeblichen Spielregeln nicht eingehalten werden und es keinen Schiedsrichter gibt, der die gelbe Karte zeigt. Es geht darum, dass Mädchen und Frauen oftmals noch nicht einmal gefragt werden, sondern einfach benutzt. Und dann kommt beim Alltagssexismus das #neinheisstnein oftmals auch zu spät.
Der misslungene Anpfiff
Jetzt könnte man sagen, dass all diese Ereignisse ja schon einige Zeit zurück liegen. Aber auch der Anpfiff in das Jahr 2016 war mit den unfassbaren Ereignissen in Köln nicht wirklich gelungen. Was mich wirklich entsetzte war nicht die Tat als solches, so schlimm und inakzeptabel sie auch ist. Was mich entsetzte war der fehlende #Aufschrei. In dem Bestreben den Tätern gegenüber „politisch korrekt“ zu sein, ging meines Erachtens der Blick auf die Betroffenen verloren. Denn politisch korrekt wäre gewesen zu sagen: Hände weg! Hände weg von Frauen, die nicht nach euren Händen gefragt haben. Es wäre richtig gewesen ein klares Statement darüber zu treffen, dass Frauen in diesem Land Rechte haben, die Freiheit zu tragen was sie wollen und vor allem niemandem zur Verfügung stehen. Egal ob Mann oder Frau, deutsch oder geflüchtet, Christ, Buddhist oder Moslem. Ich habe mit offenem Mund zugeschaut, wie vorsichtig um das Thema „Wie benennen und behandeln wir die Täter?“ herumgetrippelt wurde anstatt mit der Hand auf den Tisch zu hauen und ein klares Statement für die Frauen in diesem Land anzugeben. Schon wieder wurden die Spielregeln nicht eingehalten.
Trikot-Wahl
Als Krönung stolperte ich dann vor einiger Zeit über ein Facebook-Posting, in dem Frauen darauf hingewiesen wurden besser keinen Pferdeschwanz zu tragen, da dieser es potenziellen Vergewaltigern einfacher mache, sie an den Haaren zu packen und statistisch Frauen mit Pferdeschwanz häufiger vergewaltigt werden würden. Bedeutet das, dass ich mir eine Kurzhaarfrisur zulegen soll, damit Männer mich weniger wahrscheinlich vergewaltigen? Dazu kamen Empfehlungen keine Kleidung zu tragen, die leicht zu entfernen oder mit einer Schere „aufzuschneiden“ ist. Soll ich jetzt ernsthaft mit Mütze, gepolstertem Jumpsuit und schweren Stiefeln durch die Gegend laufen?
Wenn das Recht einer jungen Frau auf Unversehrtheit wirklich ernst genommen würde, gäbe es Selbstverteidigung für Frauen als Schulfach. Statt dessen lernen wir nach wie vor Anpassung.
Luisa Francia
Schon wieder geht die Aufforderung in die falsche Richtung. Denn wie verquer ist die Welt bitteschön, dass ich als Frau Rücksicht auf die möglichen Reaktionen von Männern nehmen muss, die sich und ihren Trieb leider nicht unterdrücken können? Warum wird Männern, die es immer noch nicht verstehen nicht einfach deutlich klargemacht, dass sie ihre dreckigen Futtfinger gefälligst bei sich behalten sollen, denn sonst gibt es die rote Karte. Egal in welchem Trikot die Frau das nicht immer selbst gewählte Spielfeld betritt.
Das Team
Ich kenne so gut wie keine Frau, die nicht schon einmal belästigt, begrapscht, bepöbelt, Opfer von Übergriffen oder vergewaltigt wurde. Und das ist das eigentliche Thema. Dass es offensichtlich keine Null-Toleranzgrenze gibt, sondern eine „Stell- Dich-nicht-so-an“- Kultur. Das wir in einer Gesellschaft aufwachsen, in der uns nicht klar ist, dass das Fehlverhalten einiger Männer genau das ist: ein Fehlverhalten ist, welches geahndet werden müsste – allerdings gibt es keinen Schiedsrichter, der sich dessen annimmt. Aktuell auch am Beispiel Gina-Lisa Lohfink zu beobachten, welcher auf Shehadistan.com auf den Punkt gebracht zusammengefasst wird. In dem Fall wird das Opfer zum Täter, auf Basis eines absurden Strafrechts, welches uralt ist und offensichtlich am Thema vorbei gestaltet wurde. Die Tatsache, dass das Video einer Vergewaltigung, bis zu seiner Entfernung, auf einem Porno-Portal gut bewertet wird, zeigt wie dramatisch die Lage ist.
Frauen werden nicht frei sein, solange ihre Unterwerfung als sexy gilt.
Sheila Jeffreys
Um beim Fußball zu bleiben: da bekommt diejenige, die mit einer Blutgrätsche gefoult wurde quasi die Karte dafür gezeigt, dass sie angeblich eine Schwalbe verübt hätte. Wieder bin ich sprachlos ob fehlender konkreter Handlungen und klarer Aussagen seitens der Menschen, die wirklich etwas ändern können. Ich habe mich während passend zur EM dem #TeamGinaLisa angeschlossen. Und dort ist jeder herzlich willkommen, der für das Einhalten klarer Spielregeln und Fair Play im Spiel zwischen Frau und Mann ist – auch Männer.
Ich kann die Stelle in der Bibel einfach nicht finden, in der Gott der Frau die Gleichberechtigung abspricht.
Sarah Moore Grimké
Ich bin nicht nur Mitglied im TeamGinaLisa, sondern auch im Team Claudia Nauman. Claudia Naumann, die als erste Frau ein EM-Spiel kommentiert hat und damit einen sexistischen Shitstorm ohnegleichen ausgelöst hat.
Erneuerung der Spielregeln
Ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass wir die Spielregeln neu bestimmen und klar und deutlich formulieren. Dazu gehören Respekt und Fair Play und das Ziehen der roten Karte, sobald sich jemand nicht daran hält. Es kann nicht sein, dass der beherzte Griff von Jogi Löw in seinen eigenen Schritt mehr mediale Aufmerksamkeit bekommt, als ein unerlaubter Griff an die Brüste oder in die Hosen von Frauen. Sexismus fängt nicht erst dann an, wenn Frauen von Männern belästigt werden, sondern schon viel früher. Und dazu gehört auch, wenn ein Vergewaltigungsopfer gedisst wird oder eine Frau die ihren Job macht aufgrund ihres Geschlechts bepöbelt wird.
Es ist Zeit, dass wir nicht nur als Frauen, sondern als Gesellschaft wacher werden, mehr zusammenstehen und noch lauter werden um dafür zu sorgen, dass niemand aus unserem Team einfach ungeahndet gefoult werden kann. Und das bedeutet auch, jungen Männern rechtzeitig einen respektvollen Umgang mit Frauen zu vermitteln, welcher Beschimpfungen, Beschmutzungen und Belästigungen kategorisch ausschließt. Es ist an uns, unsere Stimme zu heben und zu verstehen, dass mit jeder Frau, der Unrecht widerfährt auch uns selbst Unrecht widerfährt, wenn es keine rote Karte gibt. Denn das ist Sisterhood.
In diesem Sinne,

Dieser Beitrag kommt nicht nur von Herzen, sondern ist auch Teil der DMW-Blogparade
Ich war diese Woche in Frankfurt bei einem Finanz-Workshop von She’s Mercedes und auf dem Innovation Summit der Women Speaker Foundation. Dort habe ich viele erfolgreiche Business-Frauen erlebt und mich gefragt: „Was ist eigentlich feminine Führung? Und was hat das mit mir im Alltag zu tun?“
Bevor ich auf die Antwort eingehe: ich benutze bewusst den Begriff feminine Führung und nicht weibliche Führung. Sowohl Frauen, als auch Männer haben eine feminine Seite und feminine Eigenschaften. So wie wir uns in den Achtzigern aufgemacht haben in das männliche Wertesystem zu gehen, ist es Männer selbstverständlich auch möglich feminin zu agieren. Wobei feminin ist hierbei keineswegs schwach bedeutet.
Führung ist meiner Meinung nicht nur etwas für den Job, sondern Führung heißt auch etwas vorleben, woran ich glaube. Es bedeutet sich so zu verhalten, wie man sich die Welt wünscht und sich damit der eigenen Vision anzunähern und im Optimalfall Andere mitzunehmen. Es bedeutet auch Visionen umzusetzen und in die Welt zu bringen. Wobei feminine Führung dies immer aus dem Herz tut.
Führung ist kein Egoshooting
Was also genau ist feminine Führung? Während maskuline Führung, so wie wir Führung noch oftmals erleben, exklusiv und vom Geist kommt, ist feminine Führung inklusiv und aus dem Herzen. „Führung hilft den Menschen jeden Tag dabei zu helfen das Beste zu geben“, sagt Marianne Dölz von Facebook. Maskuline Führung pusht und fordert, feminine pullt und fördert, denke ich. Denn feminine Führung bedeutet eben auch sich zu kümmern und empathisch zu sein.
Ellenbogen sind out
„Da sie inklusiv ist, geht es um die Sache und die Gemeinschaft“, sagt Dr. Monique R. von Siegel, CEO mrsthink.com. Es geht dabei nicht um die Einzelne, sondern um das, was wir als Frauen bewirken können. Denn jede Führung ist nur dann gut, wenn ihr auch jemand folgt. Und am einfachsten geht das, wenn man zusammengeht. Und das bedeutet eben zu erkennen, dass Ellenbogen out sind und Händchen halten eben in. Gemeinsam können wir am Ende mehr erreichen, haben alle was davon und vor allem sind die Ergebnisse nachhaltiger. Das hat sogar die Wissenschaft bestätigt.
Auch du kannst führen
Wenn du jetzt denkst: “was hat das mit mir zu tun?“, möchte ich dich einladen das Prinzip der femininen Führung mal auf dich anzuwenden. Ich habe es getan, denn ich habe ja auch kein Team, welches ich führe. Aber: ich glaube dem Dalai Lama, der gesagt hat:
The western women will change the world.
Und damit hat jede nicht nur die Chance die Welt zu verändern, sondern meiner Meinung auch die Verantwortung es zu tun. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Töchter, Nichten, Patentöchter und alle die noch kommen. Für eine Gesellschaft, mit deutliche mehr Platz für feminine Werte und Weiblichkeit, in der alte Weisheit und Emotionalität wieder genauso wichtig ist wie modernes Wissen und Verstand. Ich habe mir dazu die folgenden Fragen gestellt:
- Wie kann ich Menschen in meinem Umfeld darin unterstützen, in ihr Leuchten zu kommen?
- Wen kann ich in meinem Umfeld an die Hand nehmen? Mit wem kann ich kooperieren oder gemeinsame Sache machen?
- Wo fahre ich noch die Ellenbogen aus? Wie kann ich anstatt dessen die Hand ausstrecken? Wie kann ich meine gefühlt „größte Konkurrenz“ an die Hand nehmen?
- Was mache ich bisher alleine, was ich auch mit anderen tun könnte?
Ich habe beschlossen meine Freunde auf ihre Talente, Besonderheiten und Außergewöhnlichkeiten aufmerksam zu machen, denn das tue ich bisher noch nicht wirklich oft. Dabei ist es so wichtig, dass wir uns gegenseitig immer wieder unsere Einzigartigkeit vor Augen halten, bis wir sie wirklich umarmen. Das kann sein, dass wir Talente von Kindern sich frei entfalten lassen, auch wenn sie augenscheinlich zu nichts führen, oder Hobbies von Freunden unterstützen auch wenn sie uns nicht begeistern.
Führung inspiriert
Mir ist auch klar geworden, dass ich die Ellenbogen immer dann ausfahre, wenn ich Angst habe. Deswegen werde ich in Zukunft schauen, um was oder vor was ich da eigentlich Angst habe, denn ich möchte in Liebe sein und anstatt jemanden den Ellenbogen in die Brust zu rammen, seine Hand nehmen. Außerdem ist Angst wenig inspirierend.
Kommende Woche werde ich auch direkt wieder damit anfangen mit anderen zu essen. Das habe ich vernachlässigt und viele Mahlzeiten alleine eingenommen. Da nehme ich mir auch ein Beispiel an Regine Mehler, CEO der Women Speaker Foundation, die laut eigener Aussage nie alleine ist. Und sie wirkt damit sehr zufrieden. Mein Ziel ist es durch mein Handeln andere zu inspirieren, denn das ist für mich die wahre Bedeutung von Führung. Und meiner Meinung nach die wahre Stärke femininer Führung.
Alles Liebe und stay fabulos,

Hustle – ich kann es nicht mehr hören. Gerade in meinen „unternehmerischen Umfeld“ stoße ich immer wieder auf dieses Wort. Und irgendwann habe ich geglaubt, dass ich auch einfach nur mehr „hustlen“ muss und dann werde ich erfolgreich. Bis ich bemerkt habe, dass ich mich selbst belüge.
Ich liebe was ich tue. Aber ich liebe mich mehr als meine Tätigkeit. Um ehrlich zu sein liebe ich mich mehr als alles andere. Deswegen ist dieser Beitrag kein Business-Beitrag, sondern gilt auch generell für alles im Leben. Ich habe die Erfahrung mit meinem Business gemacht. Es gab Zeiten, in denen stand mein Business an erster Stelle. Schließlich hatte ich ja gegründet und damit musste der Erfolg im Business ja erste Priorität haben. Ich habe 14 Stunden Schichten geschoben, mir schnell zwischendurch mal was zu essen gemacht, während ich weiter auf den Rechner starrte und bin mit meinem Handy ins Bett gegangen. Getreu dem Motto
„Hustle, hustle, hustle“
Überall schrie es mir in der Gründungs-Blase entgegen: No hustle no game! No hustle no profit! No hustle no progress! Und ich habe dem einfach mal geglaubt. Bis mir irgendwann vor Erschöpfung die Tränen gekommen sind, mein Kopf nur noch gaga war und ich mein Körper mir signalisierte: es reicht! In dem Moment wurde mir klar: all hustle, no heart. Denn „hustle“ bedeutet übersetzt etwas schnell erledigen oder Betriebsamkeit. Aber es bedeutet eben auch Schwindel, Abzocke, jemanden drängen und schubsen oder sich etwas ergaunern.
Die Seele beschwindeln
Und genau das ist mir in der Zeit passiert. Ich habe mich selbst beschwindelt, mir selbst etwas weggenommen, ich habe meine Seele abgezockt und mich permanent weiter geschubst, als ob es um Leben und Tod ging. Dabei geht es im Business nicht darum anzukommen. Ein erfolgreiches Unternehmen wird sich immer weiterentwickeln und verändern.
Das einzig beständige ist der Wandel.
Es gibt keinen Endzustand, sondern nur Meilensteine. Und wenn ich beginne mich selbst zu belügen, kann ich kein wirklich nachhaltiges Business aufbauen.
In der Zeit des Pushen und Antreiben habe ich mich selbst beschwindelt. Ich habe nicht gut für mich gesorgt und nicht auf meine eigentlichen Bedürfnisse geachtet. Ich habe geglaubt, dass die angeblichen Bedürfnisse meines Business wichtiger sind, als die meinen. Habe denjenigen geglaubt, die mir gesagt haben, dass viel viel hilft und doch weniger geschafft als ich mir erhofft habe. Am Ende habe ich nicht nur mich, sondern auch mein Business und mein Umfeld betrogen. Denn ich war nirgendwo mehr 100%ig da. In dieser Zeit habe ich drei Dinge gelernt:
Angst ist kein guter Berater
Ein großer Teil dessen was ich getan habe war von Angst bestimmt, auch wenn ich mir damals dessen nicht wirklich bewusst war. Ich hatte Angst nicht gut genug zu sein, nicht schnell genug zu sein, dass mir jemand anderes den Kunden wegnehmen könnte, nicht professionell genug zu sein, nicht „cool“ genug zu sein, you name it! Anstatt mich auf das zu konzentrieren, was ich schon erreicht hatte, habe ich mich auf das fokussiert, was fehlt und somti ein permanentes Gefühl von Mangel erzeugt. Und das hat sich auf mein Business übertragen. Mir haben damals zwei Dinge geholfen:
Fokus auf Erfolg: ich habe mir eine unendliche Liste von den Dingen gemacht, die ich schon erreicht habe. Unendlich, weil diese Liste immer wieder ergänzt wurde, sobald ein neuer Erfolg hinzukam. Egal wie klein der war. Damit konnte ich meine Mangelperspektive wechseln.
Fragen nach wozu: bei jedem Handlungsimpuls habe ich mich gefragt, wozu ich das jetzt machen will. Wenn die Antwort eine angstgetriebene „nicht-xy-genug“-Antwort war, dann habe ich es gelassen. Konnte ich es mir gegenüber entspannt und nach vorne gerichtet rechtfertigen, dann habe ich es getan. Somit habe ich schnell gelernt wirksame Handlungsimpulse von Mindfuck-Impulsen zu unterscheiden.
Mein Business muss für mich arbeiten
Solange ich angestellt war, habe ich gerne für jemanden anderes gearbeitet und auch die Vorteile genossen. Der Schritt in die Selbständigkeit bedeutete ab dem Zeitpunkt für mich zu arbeiten. Allerdings war ich dann so auf das Business fokussiert, das ich mich aus den Augen verlor. Ich habe also eine Inventur gemacht und mich ehrlich gefragt: wozu habe ich mich selbständig gemacht? Dabei hat mir auch die Übung Klarheit durch Kontrast geholfen. Mit einem klaren „hin zu“ konnte ich mir bei jedem Schritt die Frage stellen: „Bin ich auf dem richtigen Weg?“, dem richtigen Weg zu mir. Und dabei immer meinen Nordstern im Auge zu behalten. Ich habe mein Business dem angepasst, denn der Zweck dieses Business ist, dass es mir einen bestimmten Lebenstil ermöglicht. Und nicht, dass ich mich für das Business aufreibe. Dann hätte ich auch angestellt bleiben können.
Zu mir stehen
So oft habe ich gedacht, ich müsste auf die Anderen hören und Dinge so machen, wie sie mir gesagt wurden. Auch wenn sie innerlich kein „Hell Yes!“ bei mir erzeugt haben. Nachdem mir wieder klar war wozu ich den Schritt in die Selbständigkeit gegangen war, war ein zentraler Punkt Authentizität. Denn nur wenn ich ehrlich mit mir bin und mich so zeige wie ich bin, kann auch mein Business sich mir anpassen. Solange ich mich verstelle oder Konventionen anpasse, läuft es einfach nicht rund. Seitdem ich konsequent meinen Weg gehe, egal was andere sagen, läuft es auch im Business wieder rund. Und zwar ganz entspannt, denn das ist ein Teil dessen, wie ich es mir wünsche.
Ich stehe zu mir, zu Purpur und Gold auf der Webseite, zum Pendeln bei Business-Entscheidungen, zum uralten Frauenwissen, was sich in meine geschäftlichen Planungen einwebt. Ich stehe dazu, dass ich vormittags nicht zu erreichen bin, weil es meine kreative Zeit ist, dazu, dass ich keine Termine vor 11 mache und mich sowohl zu Businessthemen als auch zu weiblichen Rhythmen äußere. Du wirst mich nicht im Hosenanzug sehen, egal wie „ernst“ die Lage ist und ich duze jeden, der mit mir arbeitet.
Seitdem ich mich konsequent klar zeige und meine klaren Grenzen ziehe, gibt es keinen Hustle mehr. Sicherlich gibt es Dinge, die erledigt werden müssen und ja, ich arbeite auch gerne und viel, wenn es der Moment erfordert. Wenn das aber nicht der Fall ist, kann ich mein virtuelles Büro auch hervorragend schließen. Was ich für mich gelernt habe ist: höre auf dein Herz und lass dich nicht verunsichern.
Sich den Ängsten zu stellen, die dich treiben ist effizienter, als dich blind treiben zu lassen.
Einmal richtig tief durchatmen und vor allen durchschlafen ist eine wesentlich effektivere Investition in dein Business als durchgearbeitete Nächte. Die Dinge gezielt anzugehen, den eigenen klaren Fokus zu setzen und zu erkennen, was man wirklich will hilft, das andere links liegen zu lassen. In CRAFT YOUR CALLING zeige ich nun anderen Frauen, wie sie ein Business ins Leben bringen können, was sie dabei unterstützt das Leben zu führen, welches sie sich wünschen. Und das Feedback ist durchweg positiv.
Wenn du also auch nach einem Weg suchst, aus dem ewigen Tun auszusteigen: trau dir und traue dich. Es ist möglich.
Alles Liebe,

Oftmals haben wir bestimmte Bilder davon im Kopf, wie wir zu sein haben und teilen dementsprechend auch nur dass, was diesem Bild entspricht. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich durch mein Instagram-Feed scrolle und Dinge denke wie: „ich sollte mehr Yoga machen“, „ich ernähre mich zu ungesund und meine Smoothies waren nie so schön.“ „Ich bin schon wieder in Deutschland stecken geblieben und die ist schon wieder an dem nächsten Strand.“
Zum Glück ertappe ich mich ziemlich schnell und verpasse mir direkt ein „Judgment Detox“. Ich erinnere mich daran, dass ich, wenn ich andere beurteile eben nur die Oberfläche berurteile und nicht das dahinter. Ich sehe nur, was vor dem Social Media Vorhang passiert und nicht, was dahinter los ist. Und dann erinnert mich immer wieder daran, dass wir so schnell eine Scheinwelt erschaffen, in der wir alle gesund, sportlich und ewig glücklich sind.
Dabei glaube ich, dass es so wichtig ist, ehrlich zu bleiben und auch die schwachen und weniger glänzenden Momente zuzulassen. Denn ich glaube:
TEILEN IST HEILEN
oder
SHARING IS CARING
Und das Tolle ist: das gilt nicht nur für uns selbst, sondern auch im Zwischenspiel mit Anderen. Es gibt für mich drei Ebenen auf denen die Magie des Teilens zum Tragen kommt und auf denen wir nicht nur uns, sondern auch andere heilen können.
Jedes System ist so krank, wie die Summe seiner Geheimnisse.
Was immer ich als Geheimnis bei mir behalte, was immer ich zu verstecken versuche, führt am Ende nur dazu, dass ich mich selber verstecke. Wenn ich denke, dass ich so wie ich bin nicht gut genug bin, oder versuche ein bestimmtes Bild von mir zu erschaffen, welches gar nicht echt ist, dann erschaffe ich etwas, was in seiner Wurzel nicht gesund ist. Ich habe dazu das Bild, in dem jedes Geheimnis, wie eine Krebszelle ist. Krebs ist eine Autoimmun-Krankheit, also eine Krankheit, in der der Körper sich gegen sich wendet. Und so wendet sich auch jedes Geheimnis schlussendlich gegen uns selbst. Und erzeugt damit ein krankes System. Denn wir trauen uns nicht mehr diejenigen zu sein, die wir wirklich sind. Wenn ich aber teile, dann heile ich das System. Und so wird jedes geteiltes Geheimnis zu einem Gesundbrunnen.
Wenn du leuchtest, erlaubst du anderen zu leuchten.
Wenn ich mich traue, mich mit all meinen Facetten zu zeigen, dann beginne ich zu leuchten. Verletzlichkeit ist dabei für mich eine absolute Stärke und keine Schwäche. Wenn ich mich verletzlich zeige, dann kann mich niemand mehr verletzen. Wenn ich beginne, mein authentisches Ich zu zeigen, dann gibt es keine Fassade, hinter die jemand gucken könnte. Und damit erlaube ich mir ich zu sein. In dem Moment, in dem wir ich sind, fangen wir an zu leuchten. Wenn wir leuchten, geben wir auch anderen das Signal: es ist ok. Mach mit! Und erlauben ihnen somit auch zu leuchten. Ich ihren ganz eigenen persönlichen Ich-Licht. Und somit machen wir die Welt zu einem helleren Ort. Und ganz sicher auch zu einem bunteren – bei all den Farben, in denen wir leuchten werden.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Ich habe irgendwann begonnen bei meinen Freundinnen die sogenannten „Tabu-Themen“ anzusprechen. Dabei ging es um Vagina, Verdauung, Leere, emotionales Essen, das eigene Körpergefühl, und vieles andere. Was ich dabei gelernt habe ist: ich bin nicht alleine. Und das war für mich absolut heilsam. Zu erkennen, dass ich nicht die Einzige bin, die unter Verdauungsproblemen leidet. Dass ich nicht die einzige bin, die bei einige Positionen beim Sex als unangenehm empfindet. Dass ich nicht die einzige bin, die denkt sie hat keine Ahnung vom Business. Wir Frauen sind über die Jahrtausende immer wieder in Circles zusammen gekommen und irgendwann haben wir aufgehört. Dabei sind gerade diese Momente wahre „Heil-Kreise“, wenn wir erkennen, dass wir nicht alleine sind. Und in dem Moment kann die Heilung schon beginnen und wir können anfangen, das Leben anders und vor allem realistischer zu betrachten. Und so wird geteiltes Leid zu halbem Leid. Und geteilte Erkenntnis zu doppelter Heilung.
Magie passiert im Kreis
Ich habe über die Jahre gelernt, wie wichtig es ist, mich von meiner verletzlichen und dunklen Seite zu teilen. Denn damit breche ich den Bann. Und so habe ich mich mehr und mehr befreit. Angefangen habe ich mit einer meiner engsten Freundinnen, indem wir uns hingesetzt haben und miteinander die Dinge geteilt haben, von denen wir wollten, dass sie nie jemand erfährt. Alleine zu sehen, dass ich nicht sofort verurteilt werde und dass einiges überhaupt gar nicht so dramatisch ist, wie ich gedacht habe, hat schlagartig ein Gewicht von mir genommen.
Es geht nicht darum dich direkt in der Öffentlichkeit „nackig zu machen“, sondern dir einen Rahmen zu schaffen in dem du die ersten Schritte gehen kannst. Ich erlebe immer wieder, dass ein Coaching für viele ein gute Rahmen ist, um mit dem Teilen zu beginnen, denn es gibt einen geschützten Rahmen und ein „neutrales“ Gegenüber, welches nicht bewertet, sondern unterstützt.
Ich habe die letzten Wochen gemerkt, wie heilsam es sein kann zu teilen. Und kann dich nur einladen es auch auszuprobieren.
Alles Liebe,

Die Energie bei Vollmond repräsentiert Fülle – wovon willst du mehr im Leben haben. Dabei kannst du kreativ sein und deiner Eingebung folgen. Ich habe hier drei Möglichkeiten, mit denen du ganz einfach ein Vollmond-Ritual kreieren kannst.
Zukunfts-Zettel
Der Vollmond steht für Fülle? Wovon möchtest du mehr in deinem Leben? Schaff dir einen ruhigen Moment und zünde eine Kerze an. Am schönsten ist es einen Platz zu wählen, von wo aus du den Mond sehen kannst. Schreib dir auf einen Zettel deinen Wunsch oder dein persönliches Mantra, dem du Nachdruck verleihen möchtest. Schließe deine Augen und sie innerlich vor dir, wie sich dein Wunsch erfüllt. Wenn du dazu einige Worte sprechen willst, tu das gerne. Dann verbrennst du den Zettel in der Flamme und übergibst damit deinen Wunsch dem Universum. Die Mond-Energie unterstütz die Manifestation
Mehr von…
Manchmal gibt es keinen konkreten Wunsch. Um dennoch die Mond-Energie zu nutzen, kannst du das folgende Ritual machen. Nimm dir Zeit und schreib dir 13 Dinge auf, für die du in deinem Leben dankbar bist. Dann schickst du Dankbarkeit in jeden der einzelnen Punkte und spürst, wie es sich anfühlt. Zum Abschluss wählst du einen Punkt aus, von dem du gerne mehr in deinem Leben willkommen heißen möchtest. Diesen schreibst du auf einen kleinen Zettel und verbrennst ihn über einer Kerze.
Charge it Baby!
Eines meiner Lieblings-Rituale zu Vollmond ist das aufladen von Dingen im Mondlicht. Klassischerweise wird oft davon gesprochen Kristalle auf die Fensterbank zu legen, damit sie sich über Nacht mit der Energie des Vollmondes füllen können.
Warum das Ganze nur auf Kristalle begrenzen? Ich lege gerne meine Geldbörse, EC- und Kreditkarten ins Mondlicht, damit diese sich füllen dürfen. Die Kreditkarte ist dabei eine, die durch vorheriges überweisen liquide bleibt. Denn ich will ja nicht, dass sich der Kreditbetrag vergrößert. Ich habe auch schon Anträge zum Erfüllen und Schmuck, dem ich mehr Kraft verleihen wollte in den Mondschein gelegt. Für mich hat es funktioniert! Sei kreativ, folge deinem Impuls und lass dich vom Verstand nicht bremsen.
Du kannst dem Ganzen noch einen Boost geben, indem du dich mit Freundinnen triffst und ihr gemeinsam eine Zeremonie macht. Das Teilen von Wünschen verleiht diesen Nachdruck. Und zum Neumond ist dann der perfekte Moment Neues ins Leben zu holen.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Erfüllen deiner Wünsche!
Alles Liebe,
