Ein Ritual zur Ahnenheilung

Ein Ritual zur Ahnenheilung

Jedes Thema, welches im Ursprung nicht unseres ist, hat seinen Ursprung entweder in Kollektiv (gesellschaftlich) oder in inserer Ahnenlinie (epigenetisch). Und meiner Erfahrung nach ist der Großteil unserer Themen in unserer Ahnenlinie verankert. Vor allem die Themen, die so richtig hartnäckig sind und sich nicht einfach mit klassischem Coaching oder Therapie lösen lassen. Denn bei diesen Themen geht es ja nicht nur um uns, sondern um mindestens eine Ahnin oder einen Ahnen, wo wir den Ursprung des Themas finden. Wenn wir also versuchen mit einem Ansatz, der sich ausschließlich auf uns fokussiert das Thema zu lsen, werden wir erfolglos bleiben.

Aus diesem Grund möchte ich heute eine Möglichkeit mit dir teilen, wie du selbst beginnen kannst die Themen deiner Ahnen zu heilen, lösen und transformieren. Ahnenheilung ist etwas, was vor der Christianisierung in unseren Breitengraden nichts verrücktes war. Wir waren uns darüber bewusst, dass wir Teil einer Linie waren. Die Menschen schauten Babies in die Augen, um herauszufinden, ob vielleicht ein Ahne zurückgekehrt war. Es gab nicht Himmel und Hölle, sondern unsere Welt und Hel – die Welt der Verstorbenen, die neben unserer existierte. Es war die Welt von Frau Holle, aus der wir dann eben auch wieder in unserer zurückkehrten. Die Sicht der Welt war eine zyklische.

Für wirksame Ahnenheilung müssen wir anerkennen,

dass wir Teil von etwas Größerem sind.

Von unserer Ahnenlinie.

Kaja Andrea

Und das ist auch die Voraussetzung für wirksame Ahnenheilung: du musst dich wenigstens darauf einlassen können, dass du Teil von etwas Größerem Ganzen bist, in diesem Fall deiner Ahnenlinie. Und dass so wie du von der Vergangenheit beeinflusst wirst, deine Gegenwart auch die Zukunft verändert. Damit sagen wir nicht, dass wir als Person unwichtig sind, doch wir erkennen auch an, dass wir Teil von etwas sind, etwas was nicht statisch ist, sondern organisch, beweglich, veränderbar.

Zunächst noch einmal der Hinweis, dass wir friedvolle und friedlose Ahnen haben. Für das Ritual ist es wichtig, dass wir zur Unterstützung unsere fiedvollen Ahnen dazuholen. Diejenigen, die vor uns gegangen sind und in Frieden aus dem Leben gegeangen sind – unabhängig davon, was ihnen in ihrem Leben widerfahren ist. Dazu musst du nicht all deinen Ahnen kennen. Sie kennen dich. Darauf kannst du dich verlassen.

So wie ich von der Vergangenheit beeinflusst werde,

beeinflusst meine Gegenwart auch die Zukunft.

Kaja Andrea

In dem Ritual, welches ich hier mit dir teile, fokussieren wir uns auf einen Glaubenssatz, der dich begleitet. Wähle dir also einen Glaubenssatz aus, welcher irgendwie schon immer da war und von dem du dich eingeschränkt oder behindert fühlt. Dabei ist das Thema egal. In dem Ritual möchten wir an den Ursprung unseres Glaubenssatzes kommen, Kontakt mit seinem „Erschaffer“ aufnehmen und ihn so auflösen und transformieren.

Plane genügend Zeit ein, denn du darfst in Ruhe arbeiten und dieses Ritual zu deiner ganz eigenen Zeremonie werden lassen. Sorge dabei für eine ruhige Umgebung und einen Rahmen, in dem du ungestört bist. Du kannst es zu Hause machen oder an einem abgelegenen Ort in der Natur.

Was du brauchst: Notizbuch und Stift, Räucherwerk, Kerze, ein Glas Wasser mit einer Prise Salz

 

„Es lohnt sich immer hinter die Kulissen zu schauen.

Denn dieser Blick kann Wunder wirken,

wenn es darum geht Ursachen zu erkennen.“

Kaja Andrea

 

Zuerst gilt es, den Raum und auch uns selbst zu reinigen. Das kann durch Räuchern, Sound oder Flüssigkeiten geschehen. Z.B. kannst du wunderbar Beifuß oder auch Salbei zur Reinigung benutzen.

Als Nächstes folgt die Eröffnung der Zeremonie. Entzünde dafür deine Kerze. Schließ deine Augen. Atme tief ein und aus und finde deine ruhige, stille Mitte. Du kannst dir vorstellen, wie ein sanfter Wasserfall aus goldenem Licht alles wegspült, was du in diesem Moment nicht mehr brauchst, und dich ganz fein säubert und leert. Alle Gedanken, To do’s und Einkaufslisten werden weggetragen. Alle Dinge, die noch ungesagt sind an dem Tag, sie dürfen gehen. Alle Emotionen, die noch da sind, und Gefühle von Wut, Ärger, Missmut dürfen sich auflösen. Atme tiefer und löse die Verspannungen in deinem Unterbauch, dem kreativen Zentrum, und dann lass alle durch deine Wurzel abfließen. Spüre, wie du mit der Erde verbunden bist. Du kannst dir auch vorstellen, wie sich durch deine Füße Wurzeln mit dem energetischen Zentrum der Erde verbinden, und diese tiefe Verbindung spüren.

Bist du in dir angekommen und hast einen ruhigen gleichmäßigen Atem, kannst du deine Spirit Guides, deine Begleiter, Schutzengel oder auch Tierwesen rufen und sie bitten, dich zu begleiten und zu schützen. Benenne nun den Glaubenssatz, der dich immer wieder einholt oder Macht über dich hat. Du kannst dies laut oder leise tun, du kannst es deutlich aussprechen, flüstern oder auch nur innerlich kommunizieren:

„Heute möchte ich den Ursprung von xy finden. Ich bitte dich, mich dabei zu unterstützen, diese Energie in meiner Linie aufzulösen und sie durch alle Zeiten, Räume, Dimensionen und Realitäten hinweg zu transformieren.“

Und dann setze bewusst deine Intention für die Zeremonie und das, was nun kommen darf:

„Ich bin heute hier, um den Glaubenssatz xy zu lösen und zu transformieren.“

Lade nun deine Ahnen ein, beginne mit der ersten schon verstorbene Generation und spüre, in welche Richtung dich die Hinweise lenken. Folge deiner Intuition die Linie entlang. Es kann sein, dass du das Gefühl hast, über deiner Linie zu schweben, an ihr entlangzuschreiten oder von einem bestimmten Punkt angezogen zu werden. Wie auch immer es sich zeigt und wie weit auch immer es dich zurückträgt, vertraue und folge. Wisse, du hast deine Begleiter an deiner Seite. Wenn du am Ursprung des Glaubenssatzes angekommen bist und vor einem Ahnen oder einer Ahnin stoppst, dann atme tief ein und aus. Grüße respektvoll und stell dich vor.

„Mein Name ist xy. Durch dich bin ich auf diese Welt gekommen und dafür danke ich dir von Herzen. Doch ich möchte mein Leben in Liebe, Frieden und Freiheit leben.“

Atme tief ein und aus und beobachte die Reaktion deines Gegenübers. Nimm dir Zeit dafür und bleib präsent. Dann sprich den folgenden Satz:

„Ich fühle dich. Ich sehe dich. Ich höre dich. Ich bin hier, denn ich spüre deinen Schmerz und Ärger, deine Angst und Scham. Sie laufen noch immer durch mich.“

Dann lass auch diesen Satz sacken und wirken. Bitte dann deinen Ahnen, dir zu zeigen, woher der Glaubenssatz oder die Überzeugung stammt. Vielleicht bekommst du Bilder zu sehen, vielleicht ist es ein Gefühl, vielleicht ein Wissen. Unabhängig davon, was dir gezeigt wird, geh nicht ins Bewerten. Wir können uns manchmal mit unserem heutigen Mindset gar nicht vorstellen, wie unterschiedlich die Konsequenzen für ein bestimmtes Verhalten in früheren Epochen waren. Atme noch einmal tief ein und aus. Dann wende dich wieder an die Person vor dir. Sprich die folgenden Worte:

„Ich ehre dich für dein Schicksal. Ich fühle dich. Ich sehe dich. Ich höre dich. Und ich liebe dich dafür, dass du mir den Weg in dieses Leben geschenkt hast. Ohne dich wäre ich jetzt nicht hier. Ich lebe im Jahr 2023 und ich möchte mein Leben in Liebe, Frieden und Freiheit leben. Dazu brauche ich deine Unterstützung.“

An dieser Stelle gib deinem Gegenüber einen Moment, um das Gesagte sacken zu lassen. Dann sprich weiter:

„Jedoch werde ich deinen Glauben nicht weitertragen, denn er hat dazu geführt, dass ich allein bin / traurig bin / keinen Job bekomme … Und ich gebe dir heute die Chance, ihn auch für dich gehen zu lassen. Damit auch du zurückfindest zu Liebe, Frieden und vor allem Freiheit. Denn dieser Glaube hält dich und uns alle gefangen.“

Wieder tief durchatmen, während du beobachtest, was passiert. Sprich nun den nächsten Satz:

„Hier und heute gebe ich dir zurück, was deines ist und was dir gehört. Denn ich brauche es nicht mehr.“

Und dann spüre, wie die Energie, die zu dem Glaubenssatz gehört, aus deinem Körper weicht und zurück zu deinem Gegenüber fließt. Das kann in Form von Energie, einem Lichtstrahl oder auch etwas Gegenständlichem passieren. Und es kann passieren, dass du bemerkst, wie es auch aus anderen Generationen zurückfließt. Lass es fließen, bis du das Gefühl hast, es ist alles von dir bei deinem Gegenüber. Dann atme tief ein und aus.

„Hier und heute entscheide ich mich für Liebe, Frieden und Freiheit. Ich ehre dich als meine Ahnin. Und ich ehre mich selbst als Ahnin der Zukunft.“

Hier und Heute ehre ich dich als meine Ahnin.

Und ich ehre mich selbst als Ahnin der Zukunft.

Verabschiede dich, unabhängig davon, ob dein Gegenüber wirklich alles in sich aufgenommen hat. Das ist jetzt das Thema der jeweiligen Person. Wende dich zum Gehen. Richte dich in Richtung Gegenwart aus und schicke ganz bewusst Licht, Liebe und andere transformierende Energien durch die Linie. Dazu kannst du dir vorstellen, wie du sie mit der Hand durch die Linie sendest, du kannst einen Lichtregen vorausgehen lassen oder viele kleine Herzen, die sich in all den Verästelungen der Linie verteilen und ausbreiten dürfen. Denn der Raum, der nun durch die Transformation und das Auflösen des alten Glaubens entstanden ist, möchte und darf mit einer neuen Qualität gefüllt werden.

Dann schreitest du durch die Linie zurück in die Gegenwart. Spüre die Veränderung. Wenn du deine Gegenwart erreicht hast, nimm ganz bewusst wieder in deinem Körper Platz und atme fünfmal tief ein und aus. Nimm wahr, wie sich dein Körper nun anfühlt. Bedanke dich bei allen Guides, die dir den Raum gehalten und dich begleitet haben, und bei deinen Ahnen. Dann bewege wieder langsam Füße und Hände und öffne deine Augen, wenn du bereit bist.

Es ist wichtig, dass jedem Ritual eine Aktion folgt.

Denn: Die Veränderung will verkörpert werden.

So wird sie nachhaltig und langfristig.

 

Kaja Andrea

Wenn du magst, greif zum Abschluss zum Notizheft und schreib dir auf, was du erlebt hast, welche entscheidenden Momente dir begegnet sind. Dabei kann es hilfreich sein, drei Dinge zu finden, die du in den kommenden Tagen tun kannst, um die neue Energie noch mehr auf die Erde zu bringen und zu verfestigen. Bist du fertig, steh auf und schließ den Ritualplatz, indem du die Intention dazu setzt und die Kerze löscht. Dann trink dein Glas Wasser und iss etwas, um deinen Körper zu erden und ihn im Fluss zu halten.

Es kann gut sei, dass du unmittelbar eine Veränderung merkst oder dich in den kommenden Tagen Ereignisse einladen zu bemerken, was sich verändert hat. Vielleicht kannst du dich auch gar nicht mehr an den ursprünglichen Glaubenssatz erinnern – wunderbar!

Und wenn du Lust hast tiefer einzutauchen, dann kannst du das zum Beispiel hier mit einer 1:1 Session tun.

In Sisterhood,

Was sind Familienmuster?

Was sind Familienmuster?

Ahnenheilung ist ein Thema, welches endlich langsam gesellschaftsfähig wird. Vor allem durch die wissenschaftliche Richtung der Epigenetik ist in den letzten Jahren einiges an Bewegung in die Richtung passiert. Doch Ahnenheilung ist etwas, was es auch bei uns schon seit tausenden von Jahren gibt. Und vor allem ist es eine Methode, die uns helfen kann, immer wiederkehrende einschränkende Familienmuster zu verändern und zu transformieren.

Familienmuster sind Verhaltensweisen, Überzeugungen und Emotionen, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. Sie sind sozusagen in der Linie verankert. Familienmuster müssen dabei nicht nur negativ sein, sie können durchaus auch positive und unterstützende Wirkungen auf den Einzelnen haben. Sie beeinflussen nicht nur die Art und Weise, wie wir die Welt sehen, sondern auch, wie Familienmitglieder miteinander interagieren und ihr Leben gestalten.

„Familienmuster sind wie eine Strickvorlage.

Sie geben vor,

wie wir die nächste Beziehungsmasche nehmen.“

Kaja Andrea

 

Dabei sind Faktoren für die Entstehung eines Familienmuster sind vielfältig, sie können beispielsweise durch genetische Veranlagung, gemeinsame Erfahrungen, traumatische Ereignisse und kulturelle Einflüsse entstehen. So kann es sein, dass zwei Personen die gleiche Erfahrung machen, jedoch unterschiedlich damit umgehen – im Zweifelsfall auch auf Basis ihres existierenden Familienmuster. Dieser Umgang mit der Situation entscheidet darüber, ob das Ereignis zu einem Muster wird oder eben nicht. Es lässt sich also nicht pauschal bestimmen, das Ereignis XY zu dem generationsübergreifenden Muster ABC führt. Ich hatte mal eine Kundin, in deren mütterlichen Linie alle Frauen ab 40 zunahmen, ob sie wollten oder nicht. Dahinter stand das Erleben mehrerer Ahninnen von extremem Hunger, alleine mehrere Kinder ernähren zu müssen und irgendwie dafür zu sorgen, dass alle durchkommen. Dies führte dazu, dass die Frauen in der Linie um zu 40 begannen über ihren Hunger zu essen. Und das wurde dann zu einem Muster – „bei uns nehmen alle Frauen ab 40 zu“.

Es lohnt sich also durchaus immer hinter die Kulissen zu schauen und Muster nicht direkt auf einen der oben genannte Ursprünge zurückzuführen. In dem Fall mit der Gewichtszunahme wählt man gerne so etwas wie: „es liegt uns in den Genen“. Und damit wäre das Thema erledigt. Ich habe gelernt und es auch immer wieder erfahren, dass ein weiterer Blick Wunder wirken kann, vor allem, wenn es um körperliche Muster oder Gesundheitsthemen geht, die allzu gerne einfach abgetan werden.

„Es lohnt sich immer hinter die Kulissen zu schauen.

Denn dieser Blick kann Wunder wirken,

wenn es darum geht Ursachen zu erkennen.“

Kaja Andrea

 Familienmuster treten nicht nur physisch auf, sie können sich auch in der Art und Weise, wie Konflikte bewältigt werden zeigen, in den familieninternen und auch externen Beziehungs- und Kommunikationsmustern oder aber auch in finanziellen Mustern oder wie wir unseren Lebenslauf gestalten.  Ein Klassiker ist dabei das Entsetzen des Familiensystems, wenn eine Frau sich als erste der Linie selbständig machen will oder wenn sie als erste trotz Kinder weiterarbeiten möchte, ohne dass sie es muss.

Für mich war das Thema der Selbständigkeit eines. Meine beiden Beamten-Eltern waren total überfordert und wussten nicht wirklich, was sie damit anstellen sollten. So etwas gab es noch nie bei uns. So viel Unsicherheit in Bezug auf die Berufswahl. Das hat mich damals wiederum noch unsicherer gemacht und es hat einige Zeit gedauert, mich in der Selbständigkeit zurecht zu finden. Ich war eine richtig fiese Chefin mir gegenüber, weil ich in Angestellten-Systemen dachte.

Bis ich herausfand, dass mein Urgroßvater ein erfolgreicher Geschäftsmann aus Berlin war, der meine Urgroßmutter in St. Petersburg kennen und lieben lernte. Auf einmal wusste ich: ich kann das. Und ich habe ihn an meiner Seite. Und seitdem fällt mir vieles deutlich leichter. Muster müssen also nicht immer lange weitergegeben werden, um einen Einfluss zu haben.

„Das war schon immer so“ ist selten wahr.

Denn es gibt immer einen Ursprung, die erste Masche.

Und an der kann sich alles auflösen.

Kaja Andrea

Zum Verständnis der Dynamik von Familienmustern, hilft es, sich mit dem Konzept der transgenerationalen Übertragung auseinanderzusetzen. Die Transgenerationale Übertragung bildet die Basis für Familienmuster und bezieht sich auf den Prozess, durch den Verhaltensweisen, Emotionen und Überzeugungen von einer Generation zur nächsten übertragen werden. Oder manchmal auch gefühlt eine Generation überspringen und erst später wieder sichtbar werden. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass dieser Prozess oft – aber nicht immer – unbewusst geschieht. Und er kann sowohl positive wie auch negative Auswirkungen auf die Einzelne und das Familienleben haben.

So können sich negative Familienmuster als ungesunde Beziehungen, Suchtprobleme, psychischen Erkrankungen oder immer wiederkehrende Konflikte zeigen. Sie können über Generationen hinweg weitergegeben werden und sich auch durchaus verstärken, wenn sie nicht erkannt und geheilt werden. Im positiven Fall können es Resilienz, ein guter Selbstwert, stabile Beziehungen, ein guter Umgang mit Geld und ähnliches sein, welches sichtbar über die Generationen hinweg in einer Familie zu erkennen ist.

Familienmuster sind nicht nur negativ.

Selbstwert, stabile Berziehungen, guter Umgang mit Geld –

all dies können auch Familienmuster sein.

Kaja Andrea

 In der Ahnenheilung sehen wir uns als Teil eines größeren Ganzen. Wir erkennen an, dass unsere Ahnen einen Einfluss auf unser gegenwärtiges Leben haben. Ein zentraler Punkt dabei ist die Bewusstwerdung unser eigenen Familiengeschichte. Dies geschieht, indem wir uns mit den Geschichten, Traumata und Erfahrungen unserer Ahnen auseinanderzusetzen und sie anerkennen. Dazu braucht es kein Geschichts-Buch oder einen Familienstammbaum.

Sondern den Willen sich mit dem offenen Herzen zu verbinden und den Informationen, die während der Arbeit mit den Ahnen kommen zu vertrauen. Denn wenn wir uns mit ihnen und ihrer Geschichte verbinden, können wir tiefere Einsichten gewinnen. So können Familienmuster erkannt, gelöst und geheilt werden.

Ahnenheilung kann eine tiefgreifende und transformative Erfahrung sein. Durch die Heilung der Muster kann sie uns helfen die negativen zu transformieren und die positiven zu stärken. Wir können gesündere Beziehungen leben und unser eigenes Wachstum und Wohlbefinden aktiv unterstützen. Es ist eine Reise zu den Wurzeln, die uns hilft, uns selbst besser zu verstehen und unser volles Potenzial zu entfalten.

In Sisterhood,

 

Ahnenarbeit und Epigenetik

Ahnenarbeit und Epigenetik

Was haben Ahnenarbeit und Epigenetik miteinander zu tun? Und wo sind die Unterschiede? Heute geht es um die Bedeutung der Epigenetik für die Arbeit mit den Ahnen und wie die Wissenschaft der Weisheit helfen kann. Denn wie so oft brauchte es erste eine wissenschaftliche Bestätigung der Übertragung von intergenerationalem trauma, damit uralte Praktiken, wie die Arbeit mit den Ahnen, auch langsam im Mainstream und im allgemeinen Bewusstsein Platz nehmen dürfen.

Vorab also: die Epigenetik ist ein Wissenschaftszweig aus den 1940ern, die in den 1990ern zu einem eigenständigen Wissenschaftsgebiet wurde. Die Arbeit mit den Ahnen gibt es schon seit tausenden von Jahren. Wo treffen sich nun die beiden? In dieser Episode finden wir es heraus.

Die Erkenntnis, dass ich ein intergenerationales Trauma habe ist nicht der Punkt.

Sondern für welchen Weg ich mich entscheide,

um es zu lösen.

Kaja Andrea

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Die Veränderung des Epigenoms kann schneller gehen, als wir es uns vielleicht vorstellen können.

Es braucht nicht immer jahrelange Veränderungen.

Kaja Andrea

Ich freue mich zu erfahren, wie dir die Folge gefallen hat und was dein Aha-Moment war.  Teile es gerne hier unter dem Beitrag deinen Kommentar mit mir oder kommentiere bei Instagram oder YouTube.

In Sisterhood.

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Die Kraft des Sommer – Vorbereitung für die Rauhnächte

Die Kraft des Sommer – Vorbereitung für die Rauhnächte

Der Jahreskreis ist ein immer wiederkehrender Zyklus – jedem Sommer folgt ein Winter und jedem Winter folgt ein Sommer. Jeder einzeln für sich anders, doch immer wiederkehrend in der Grundenergie. Erkennen wir diesen Rhythmus, dann können wir mit ihm durch das Leben gehen, uns von ihm tragen lassen und ihn für uns nutzen.

Die Praxis der Rauhnächte ist in den letzten Jahren wieder in vielen Haushalten eingekehrt – die Zeit nach der Wintersonnenwende, in der wie in die Zukunft blicken und den Geistern und Ahnen lauschen. Diese heiligen Nächte bilden die Grundlage unseres Handelns, sie sind eine Vorbereitung für das nächste Jahr, für den nächsten Sommer.

Die Sommertage bilden die Grundlage für die Winternächte.

Folgen wir den Prophezeiungen, dann werden wir im Sommer eine gute Ernte einfahren. Wenn wir uns aber daran erinnern, dass nicht nur jedem Winter der nächste Sommer folgt, sondern auch jedem Sommer ein Winter, dann können wir den Sommer als Vorbereitung für den Winter nutzen. Dann können wir es unseren Vorfahren gleich tun und die Ernte aus dem Sommer nutzen, um die Rauhnächte kraftvoller zu gestalten. Zum 8. Vollmond im Mondjahr kamen die Menschen damals zusammen, um den Beginn der Ernte zu begehen, dem noch heute bekannten Schnitterinnenfest. Denn es waren die Frauen, die den ersten Schnitt setzten, die sogenannten Schnitterinnen. Sie waren die Hüterinnen der Ernte, so wie sie im Winter die Hüterinnen der Vorräte waren und im Frühjahr die Samen in die Erde gaben.

Es ist die Verkörperung der drei Aspekte der Großen Göttin – die weiße Maid, die rote Frau und die schwarze weise Alte. Traditionell wurde zum Vollmond ein letztes Mal der Fokus gesetzt, bevor der entscheidende Schnitt zum abnehmenden Mond gemacht wurde. In dieser Zeit wurde das Korn eingefahren, die Speicher wurden gefüllt und die Menschen bereiten sich auf Herbst und Winter vor. Denn das, was wir jetzt ernten, trägt uns durch den Winter. Und zwar nicht nur körperlich als physische Nahrung, sondern auch energetisch, als spirituelle Energie.

Frauen waren im Sommer die Hüterinnen der Ernte.

Im Winter waren sie die Hüterinnen der Vorräte.

Die Schnitterin entscheidet über die Fülle im Winter.

 

Kaja Andrea

Viele Pflanzen tragen jetzt Früchte, das Getreide ist reif und Heilpflanzen haben eine ganz besonders hohe Wirkung. Und obwohl die Tage wieder kürzer werden, scheint die Sonne heißer und intensiver. So können alle Früchte und Pflanzen noch einmal die Kraft der Sonne so richtig in sich aufnehmen. Und es ist genau diese Kraft, die unsere Vorfahren in den Samen, Früchten und Kräutern gesammelt und für den Winter konserviert haben. Es ist die Zeit, in der sich die Spreu vom Weizen trennt, in der sich herausstellt, ob die Saat, die gesät wurde, gut aufgegangen ist und ob der Boden furchtbar war. Aber so wunderbar der Moment ist, es ist auch an der Zeit, einen wirklich bewussten Schnitt zu setzen.

Denn die Zeit der Fülle der Früchte wird vorüber gehen. Wenn wir jetzt nicht ernten, gehen wir das Risiko ein, alles zu verlieren. Die Ernte wird faul und überreif. Wir müssen daher den konkreten Schnitt setzen und das Getreide abschneiden, damit wir es auch nutzen können. Und so können auch wir heute für uns schauen, an welcher Stelle wir persönlich den Schnitt setzen – welche Ernte erfolgreich war, welche Saat nicht aufgegangen ist, wo wir etwas mit der Allgemeinheit teilen können.

Wenn wir den Schnitt nicht klar setzen,

riskieren wir alles zu verlieren.

Kaja Andrea

Dies ist ein wunderbarer Moment, um auch selbst einmal genauer hinzuschauen und einen Schnitt zu setzen. Uns bildlich vorzustellen, wie wir über die Felder unseres eigenen Lebens gehen. Wir schauen zurück zu unseren Visionen aus den Rauhnächten und den daraus entstandenen Intentionen und werden klar darüber, wo diese Wirklichkeit geworden sind, welche vielleicht nur noch ein wenig mehr Sonne brauchen und welche nicht realisierbar waren.

Und auch da gilt es beherzt und ehrlich zu sein – so wie die Schnitterin, die mit ihrer Sense den Schnitt setzt.

  • An welcher Stelle ist es meine Verantwortung?
  • Wo habe ich die Samen in unfruchtbaren Boden gegeben?
  • Wo habe ich nicht genügend gewässert?
  • Wo war es quasi eine allgemeine Dürre, der ich machtlos gegenüberstand?

Ernte bedeutet auch immer Abschied & Tod.

 

Kaja Andrea

Ernte bedeutet auch immer Abschied, Tod und Klärung. Durchtrennen, Durchschneiden, Abschneiden und Beenden. Doch nur durch diesen Schnitt kann etwas Neues entstehen. Nur wenn der Apfelbaum den Apfel abwirft, kann er neue Äpfel wachsen lassen. Aber die Frauen setzten nicht nur den ersten Schnitt bei der Ernte des Korns, sondern sammelten zu dieser Zeit auch die Heilkräuter ein, die im Winter der Sonnenenergie der Sonne dabei helfen, zurück zu kommen. Wenn wir uns wieder mit diesem alten Wissen verbinden, dann erinnern wir uns daran, dass der Sommer und die Ernte die Basis für unseren Winter bilden. Dass wir jetzt schon vorsorgen können für die dunkle Jahreszeit. Das wir uns jetzt schon versorgen können, für die langen Nächte und die Kälte.

Die Körner, die wir im Sommer ernten, werden zu dem Brot, welches wir im Winter backen. Die Kräuter, die wir im Sommer sammeln, werden zu dem Tee, der uns im Winter heilt, werden zu dem Rauchwerk, dass in den dunklen Nächten das Licht zurückbringt und unseren Rauhnächten besonders viel Magie und Kraft schenkt. Wir können noch heute barfuß in der Sommersonne Kräuter sammeln und deren Energie im Winter nutzen. Wir können uns bei der Erde dafür bedanken, dass sie uns so wunderbar nährt und ihre Früchte einmachen, während wir mit der Intention die Sonne in ihnen konservieren. Es wird gesagt, dass nach dem Schnitterinnenfest die Ernte bis zum letzten Augustvollmond abgeschlossen sein muss, da danach die Pflanzen allmählich ihre Kräfte nach innen zurückziehen, um sich für den Winter vorzubereiten.

Die alten Bräuche erinnern uns daran, in Zeiten der Fülle für die Zeiten des Mangels vorzusorgen.

Kaja Andrea

Und auch darin liegt eine Weisheit – die Dinge anzugehen, wenn es an der Zeit ist und sie nicht rauszuschieben, weil es wichtigeres gibt. Die alten Bräuche erinnern uns daran, uns in Zeiten der Fülle für die Zeiten des Mangels vorzusorgen und uns Zeiten in Zeiten des Lichts für die langen Nächte vorzubereiten. Wir können das alte Wissen wunderbar in unseren modernen Alltag integrieren und die Bräuche anpassen und übertragen. Die Jahreskreisfeste sind mehr als nur ein Anlass zusammenzukommen – sie folgen einem uralten Rhythmus und dienen als Kompass durch den ewigen immer wiederkehrenden Zyklus von Tod und Geburt.

Und so verbinden wir uns nicht nur mit uns selbst, sondern auch mit der Natur und ihrem Rhythmus. Ich persönlich erlebe für mich immer wieder, dass diese Rückbesinnung mir hilft mich zu fokussieren und in meinen eigenen Rhythmus zu finden und wieder in Einklang nicht nur mit mir, sondern auch mit Mond und Sonne zu kommen. Durch diese bewusste Rückverbinden, werde ich achtsamer und auch klarer, unterliegen wir in unserer Gesellschaft doch oft willkürlichen Deadlines und einem ewigen Wettlauf.

Die Verbindung mit der Natur und den Kompass der Jahreszeiten erlaubt es auch mal wieder durchzuatmen und einen neuen – und gleichzeitig uralten – Bezugsrahmen zu entwickeln. Und selbst, wenn wir diesem nicht immer folgen können, so ist er für mich eine hilfreiche Orientierung. Und ich hoffe für dich auch.

In Sisterhood,

 

Umweltzerstörung – warum wir nicht aufhören können

Umweltzerstörung – warum wir nicht aufhören können

Heute geht es um eine Frage, die an mich herangetragen wurde – und die ich mir selbst auch schon vorher gestellt habe. „Warum hören wir eigentlich nicht mit der Umweltverschmutzung auf?“. Denn Fakt ist, wir alle wissen, dass wir aufhören müssten mit so vielen Dingen, dass wir den Müll trennen und vor allem vermeiden müssen. Und doch hören wir nicht auf mit dem, was wir aktuell machen. Jetzt stimmt es, dass wir als Individuen eventuell überfordert sind und auch oftmals einfach nicht am entscheidenden Hebel sitzen. Und gleichzeitig gibt es noch eine andere Ebene, die wir nicht vergessen dürfen. Es ist die Art und Weise, wie wir die Natur und die Erde als solches wahrnehmen und uns zu ihr positionieren. Es ist eine Perspektive, die von einer bestimmten Weltsicht geprägt ist und Ansichten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. 

Solange wir glauben, die Natur kontrollieren zu können, wir sich nichts ändern in dem Verhältnis zur Erde.

Kaja Andrea

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Der größte Fehler den wir machen:

wir glauben, dass es um die Rettung der Erde geht.

Doch die wird bleiben. Verschwinden werden wir.

Die wenigsten trauen sich, genau da hinzufühlen.

Kaja Andrea

Ich freue mich zu erfahren, wie dir die Folge gefallen hat und was dein Aha-Moment war.  Teile es gerne hier unter dem Beitrag deinen Kommentar mit mir oder kommentiere bei Instagram oder YouTube.

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