Zeremonien markieren seit jeher Übergänge und wichtige Ereignisse in unserem Leben, sie erlauben uns Freude und Trauer auszudrücken und was vielleicht am wichtigsten ist: sie helfen uns unsere Identität zu schaffen und zu erhalten. Schon seit Urzeiten kommen Menschen in Zeremonien zusammen – dabei ist nicht immer entscheidend für wen die Zeremonie ist, sondern dass wir zusammen kommen um die Zeremonie und den Anlass als solches zu ehren. 

Noch heute können wir die Spuren unserer Vorfahren in den Zeremonien die wir feiern erkennen: Von schwedischen Mädchen, die am Mittsommerabend um den Maibaum tanzen, über den Geburtstagskuchen, bis hin zum Osterfeuer, welches an die uralten Feierlichkeiten zum Frühlingsbeginn erinnern. Zeremonien helfen uns im Fluß zu sein und zu bleiben. Sie helfen unserer Seele sich zu verorten. Sie geben uns ein Zuhause in uns selbst.

Jahreskreis

Die Zeremonien und Festlichkeiten im Jahreskreis zelebrieren den Wechsel der Jahreszeiten und den ewigen immer wiederkehrenden Zyklus des Lebens. So wird zur Sommersonnenwende das Licht gefeiert, während im gleichen Moment damit auch der Tod des Lichtgottes eingeleitet wird. Dieser wird zur Wintersonnenwende aus der tiefen Dunkelheit wiedergeboren.

Winntersonnenwende – Geburts des Lichts

Imbolc – Wiedererwaches der Natur

Equinox – Frühlingsbeginn

Beltane -Fruchtbarkeit der Natur

Sommersonnenwende – Tod des Lichtgottes

Lughnasad – Schnitterinnenfest

Equinox – Herbstbeginn / Erntedank

Samhain – Beginn des neuen Zyklus

Lebenslauf

Geburt: Mit der Geburt betreten wir offiziell diese Erde und werden Teil dieses Lebens. Neben der jährlichen Geburtstagsfeier gibt es viele traditionelle Zeremonien, die die Übergänge in unserem Leben markieren und ehren. So wurde traditionell der Mutterkuchen, die Plazenta, nach der Geburt in einer Zeremonie in die Erde gegeben, zurück zur Großen Mutter.um damit auch die Verbindung des Kindes zur Erde zu festigen.

Baby Blessing: Unser erster Geburtstag ist der Tag unser Empfängnis, der zweite ist der, an dem wir das Licht das Welt erblicken und der dritte ist der, an dem wir unser Blessing empfangen. Was wir mittlerweile als Taufe als Willkommen in der Kirche kennen, war ursprünglich eine Zeremonie, um das neue Leben in der Gemeinschaft willkommen zu heißen. Noch heute feiern die Navajo die „First Laugh“-Zeremonie, das erste Lachen markiert den Geburtstag als soziales Wesen. Ursprünglich wurde bei uns die Plazenta vergraben, um so die Seele des Kindes auf der Erde zu verankern. Gleichzeitig gaben wir das, was unser Kind genährt hat zurück an diejenige, die uns nährt: Mutter Erde.

Menarche: Der Übergang von Kind zu Frau. Was wir als Pubertät kennen, wurde traditionell mit der Menarche – der ersten Blutung bei den jungen Frauen – als Übergang zum FrauSein gefeiert. In vielen Traditionen wird sie immer noch als das zentrale Ereignis der weiblichen Pubertät angesehen, da sie die Möglichkeit der Fruchtbarkeit signalisiert. Auch in Europa fanden die Feierlichkeiten zur Menarche statt, bevor die katholische Kirche diese eliminierte.

Volljährigkeit / Mündigkeit: Dieser Moment bezeichnete den Moment, in dem ein junger Mensch voll und ganz in die Gemeinschaft der Erwachsenen eintritt. Mit allen Rechten und gleichzeitig auch Pflichten und Verantwortungen.

Ehe / Vermählung: Die Heilige Vereinigung ist der Moment in dem wir uns zueinander bekennen – in unserer ganz individuellen Expression. Dabei geht es im Kern um die Verbindung der beiden Menschen, die sich in Liebe begleiten.  Die ursprünglichen Zeremonien sind an keine Konfessionen oder religiösen Vorstellungen gebunden. Sie haben ihren Ursprung im Anbinden an die Natur, die vorchristlichen Mythen, die Bräuche unser Ahnen und das Nutzen von alten Symbolen und Ritualen.

Mutterschaft / Vaterschaft: Ein klassischer Moment für eine Rite of Passage, eine Übergangszeremonie, die stattfindet, wenn ein Individuum eine Gruppe verlässt, um in eine andere einzutreten. Es bedeutet eine signifikante Veränderung des Status in der Gesellschaft. Übergangsriten haben traditionellerweise drei Phasen: Abschied, Übergang, Eintritt. Sie sind vielfältig und kommen in vielen Kulturen auf der ganzen Welt vor. Diese finden sich auch in den Zeremonien wieder.

Menopause: Der Übergang von der gebenden Frau zu der, die ihre Energie wieder bei sich behält. Oft markierte dies auch den Übergang zur weisen Alten bzw. Großmutter.

Übergang in die andere Welt: Früher war der Tod weniger mystifiziert und angstbehaftet als er es heute ist. Die Menschen ließen sich in Embryo-Haltung begraben, denn es bedeutete die Rückkehr in den Schoß der Großen Mutter. Mit diesem bewussten Übergang waren auch Zeremonien verbunden, um ihn zu erleichtern.

Mehr Informationen findest du hier.

Besondere Anlässe

Immer wieder stehen wir im Leben vor Herausforderungen. Zeremonien können uns dabei unterstützen diese zu überkommen. So gibt es Zeremonien, die uns von Fremdenergie befreien oder auch welche, die schützend wirken, wenn wir uns auf Reisen begeben.

Space-Clearing: Wenn du das Gefühl hast dich in deinen eigenen Wänden nicht 100%ig wohlzufühlen oder auch nicht wirklich alleine zu sein, dann kann ein Space-Clearing wie ich es durchführe auch Fremdenergien lösen. Diese können von Vormietern kommen oder durch Ereignisse in und um das Haus entstanden sein.

Soul-Clearing: Ein Soul-Clearing beinhaltet die Entfernung der destruktiven oder negativen Energie. Wenn du das Gefühl hast ein Thema bearbeitet zu haben, aber dennoch immer wieder in den gleichen Situationen zu landen, kann es genau diese Energie – in Form von beispielsweise Gedanken, Mustern, Überzeugungen und Verhaltensweisen sein, dich dich davon abhält deinen Weg zu gehen.

Heilung: In unserer oftmals hektischen und herausfordernden Welt passiert es vielen Menschen, dass sie sich überfordert fühlen oder viele Dinge einfach gar nicht mehr fühlen wollen, weil es uns überwältigt. Auch als Kinder gibt es Momente, die für uns so schwer zu ertragen waren, dass wir beschlossen haben die Erlebnisse emotional abzuspalten. Was passiert ist, dass der Verstand sich dem Herzen über verschliesst. Wir können den mentalen Zugang zu unseren Emotionen abschalten. Das Herz bleibt dabei aber weiterhin offen und fühlt weiterhin und nimmt wahr was um uns passiert – bewusst oder unbewusst. So kann es passieren, dass unserer Emotionalkörper irgendwann überlastet ist bzw. unter Stress steht. Im Schamanismus beschreibt man die entstehenden Symptome als „Soul Illness“, als Krankheit der Seele. Wir werden also soulsick (seelenkrank). Um diesen Zustand zu lindern und schlussendlich zu heilen gilt es in einer Zeremonie die festgefahrenen, steckengebliebenen oder blockierenden Energien im Emotionalkörper zu bewegen.

Schutz: Gehen wir auf Reisen oder stehen uns große Prüfungen bzw. Herausforderungen bevor, kann eine Schutz-Zeremonie helfen uns gut durch die kommende Zeit zu bringen. Schutzzeremonien werden auch bei Operationen eingesetzt oder wenn man sich „in die Höhle des Löwen“ begibt – wie auch immer die für einen persönlich aussehen mag.

Falls dir weitere Zeremonien einfallen, teile sie gerne mit mir.

Hast du Fragen, lass es mich gerne wissen.

(Dieser Überblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird immer wieder ergänzt.)