Weihnachts-Wahrheiten

Weihnachts-Wahrheiten

Jeder Beitrag dreht sich um einen Brauch oder eine Geschichte, die wir direkt mit Weihnachten oder der Winterzeit verbinden. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Ursprünge, entmystifizieren einige Bräuche und finden passende Alternativen für die heutige Zeit.

Meine Praxis in den Raunächten

Meine Praxis in den Raunächten

In den letzten Jahren sind die Raunächte fast schon zum Evergreen-Must Do geworden. Es gibt so viele Bücher und Kurse zu den Raunächten, wie nie zuvor. Zum einen ist das ganz wunderbar, denn es verbindet und wieder mit einer uralten Tradition und hilft uns den alten Rhythmus zu erinnern. Zum anderen jedoch merke ich, wie mit der Zeit auch ein Druck entstanden ist, es besonders gut und richtig machen zu wollen. Das nehme ich hier zum Anlass meine ganz persönliche Raunachtspraxis mit dir zu teilen.

Von Rödeln zur Ruhe

Bevor ich zu meiner aktuellen Praxis komme, möchte ich dich mit auf die Reise nehmen, wie sie entstanden ist. Als ich das erste Mal mit den Raunächten als „Konzept“ in Berührung gekommen bin, fand ich es großartig. Von zu Hause kannte ich nur „die Zeit zwischen den Jahren“  – dort war zwar auch viel Ruhe und Einkehr, doch es fühlte sich nicht so sehr nach etwas konkretem an, wie die Raunächte. Als ich in die Thematik einstieg, lernte ich, dass jede Nacht einem bestimmten Impuls folgt, ein bestimmtes Thema hat und damit eine bestimmte Energie. Es galt jeden Abend eine Karte zu ziehen und diese dem dementsprechenden Monat zuzuordnen. Und selbstverständlich wurde auch geräuchert. Ich liebte es und tauchte jedes Jahr in diese Energie ein. So sehr, dass ich beschloss gemeinsam mit anderen Frauen in diesen Raum zu gehen und drei Jahre lang ein erfolgreiches Raunächte-Programm angeboten habe. (Welches, das muss man dazu sagen, beeindruckende Transformationen bewirkte und kraftvolle Manifestationen. Es war wirklich beeindruckend). Nach dem dritten Durchgang merkte ich, dass das Programm für die insgesamt über 400 Frauen ganz wunderbar gewesen war, ich jedoch mit jedem Jahr am Ende erschöpfter war. Beim letzten Mal schaffte ich es quasi nur noch mit letzter Kraft und musste dann fast eine Woche Auszeit nehmen.

Ich musste anerkennen, dass ich obwohl mir der Kurs mega viel Spaß machte und absolut erfolgreich – für mich und die Frauen – war – ich komplett gegen meinen eigenen Rhythmus gegangen bin. Denn als ich all diese Frauen durch ihre Raunächte und die damit verbundenen Prozesse begleitete, blieb nicht viel Raum für mich und meine Raunächte. Und mein Körper zeigte es mir.

Raum schaffen für Botschaften

So entschloss ich mich auf meinen Körper zu hören und eines meiner „Signatur-Programme“ wie man es im Online-Sprache gerne nennt zu schließen. Das darauffolgende Jahr öffnete ich mich ganz in Ruhe und intuitiv den Raunächten. Ich begann im uralten Rhythmus in der Nacht nach der Wintersonnenwende und ging für 13 Nächte, um Frau Holle und die feminine Energie des Winters zu ehren. Ich folgte keiner Vorgabe, sondern hatte einfach nur ein Notizbuch und einen Stift. Jeden Abend räucherte ich mit Wacholder oder Beifuß, ganz einfach, so wie es meine Ahnen gemacht hätten. Und dann setzte ich mich hin und ließ durch mich schreiben, was geschrieben werden wollte. Manchmal war es länger, manchmal kürzer. Ganz bewusst fuhr ich meine Termine zurück und versuchte auch während der Tage mehr und mehr zu Ruhe zu kommen. Ich machte Nickerchen, wenn es möglich war und tat mein Bestes mich aus Social Media und Streaming rauszunehmen (es hat nicht ganz geklappt). Und das erste Mal seit Jahren hatte ich das Gefühl, wirklich zu lauschen. Wirklich den Raum zu haben, um Frau Holle, meinen Ahnen, der Natur zu lauschen. Und die Botschaften waren ganz anders, als es die Jahre zuvor war.

Seitdem ist meine Raunachtspraxis relativ simpel. Und ich teile sie hier mit dir, damit du dich nicht verrückt machen musst, wenn du noch keine Orakelkarten oder das perfekte Raunachtsjournal hast. Die Raunächte sind die Zeit der Einkehr. Es geht ums Sein, nicht ums Tun. Die Menschen taten nur die nötigste Arbeit und ruhten sich vom Jahr aus. Sie schauten in der Glut des Wintersonnenwend-Feuers, was sie sahen, welche Bilder sich zeigten, wenn sie ihre Gedanken teilten und dann schweigend beieinandersaßen. Eine ruhige Zeit, in der die Welt innehielt. Damals fiel noch Schnee und Schnee fängt ja so wunderbar Schall. Es war die Zeit nach der Empfängnis des Lichts, der Moment, in dem die Erdgöttin nach der Zusammenkunft innehielt, bevor das Licht im Februar wiedergeboren wurde. Es war die Zeit von Frau Holle, die durch die Nächte flog – und in der wir nach Samhain noch einmal mit Frau Holles Hilfe besonders gut Kontakt zu den Ahnen aufnehmen konnten. Denn Frau Holle ist nicht nur diejenige, die den Schnee bringt, sondern auch diejenige, die die Seelen hütet.

Die Raunächte laden uns ein auf Empfang zu schalten, das permanente Sendebewusstsein auszuschalten. Sie laden uns ein zuzuhören, und zwar in die Stille und nicht dem permanenten Schall und White Noise… Sie fordern uns auch heraus – denn wenn all das Drumherum nicht mehr da ist, dann sind nur noch wir da – keine Ablenkung. Und das kann herausfordernd sein.

Deine persönliche Raunachts-Praxis:

Wenn du dich also fragst, wie du dir Nächte nach der Wintersonnenwende gestalten kannst, dann sind dies hier meine Tipps:

  1. Weniger ist mehr: finde eine Praxis als Zentrum, ob Schreiben, Orakelkarte oder Wunsch verbrennen. Alles andere ist optional, kein Muss
  2. Zuhören anstatt planen: dies ist die Zeit des Lauschens und nicht des Planens. Hier geht es um das Was, noch lange nicht um das Wie. Widerstehe also dem Drang alles genau wissen oder verstehen zu müssen oder direkt zu interpretieren.
  3. Ruhe finden: je weniger Beschallung von außen kommt, desto mehr können wir unsere innere Weisheit hören. Lieber ein Buch lesen als Netflix bingen, lieber mal den Vögeln beim Spaziergang lauschen, als immer einen Podcast dabei zu haben. Wenn wir uns leeren, können wir empfangen.
  4. Schall und Rauch: Räuchern findet zur Nacht hin statt – am besten mit offenen Fenstern, damit alles entweichen kann und in Stille – die danach auch anhält. Früher lärmten die Menschen dazu laut. Ich klatsche anstatt dessen. Ich räuchere vor dem Schlafen gehen, sitze anschließend mit meinem Journal und einem Tee in Stille am Küchentisch. Dann geht es ins Bett. Sehr gute Schlafhygiene.
  5. Gaben teilen: Der Brauch abends Kekse und Milch vor das Fenster oder die Tür zu stellen ist im Kern uralt. Es ist Nahrung für diejenigen, die wir tagsüber nicht sehen können (also mit unserem Tagesbewusstsein): Frau Holle, Ahnen, Elfen, Feen, Waldgeister… und so stelle ich jeden Abend eine kleine Gabe nach draußen. Ich nehme Nüsse oder frisch gebackenes Brot, in Fett gerollte Körner, manchmal etwas Wintergebäck und stelle dazu Wasser oder Tee. Du kannst es anpassen, wie es für dich stimmig ist. Am nächsten Morgen gebe ich das, was geblieben ist in die Natur.
  6. Licht entzünden: ich habe keiner Feuerstelle, und so stelle ich ein kleines Licht ins Fenster, um das Licht zu stärken, umherziehenden Seelen den Weg zu weisen (sie können sich an meinen Gaben stärken) und meinen Ahnen zu zeigen, dass ich an sie denke.
  7. Hingabe statt Stress: was ich jedoch vor allem gelernt habe ist, mir keinen Stress zu machen. Wähle das, was für dich stimmig und machbar ist. Denn in den Raunächten geben wir uns hin und pushen uns nicht durch.

Den weisen Frauen lauschen

Um die ursprüngliche Energie der Raunächte zu erfassen, hilft es sich vor Augen zu führen, dass die Menschen früher kein elektrisches Licht und keine Zentralheizung hatten. Man war achtsam mit den Wintervorräten – die Wintersonnewendgans – heute bekannt als Weihnachtsgans – war eine Gabe an die Göttin Frau Holle. An den langen Abenden rückte man in der Stube ums Feuer zusammen, erzählte Geschichten und lauschte den Großmüttern, die ihre Weisheit teilten. Das Land lag unter Schnee und die Tiere hielten Winterschlaf. Man räucherte den Stall und die Tiere, ebenso wie die Stube. Und so kannst du die Zeit auch nutzen energetisch all deine Lebensbereiche einmal durchräuchern. Aufzuräumen, altes zu entsorgen, offenes abschließen.

Ein schöner Brauch, den ich für mich übernommen habe ist es jeden Tag ein Märchen zu lesen. Ich zünde eine Kerze an, lade all meine Ahnen ein und stelle mir vor, wie die weisen alten Frauen am Feuer mit mir sitzen und ihre Weisheit durch das Märchen zu mir spricht… ein Brauch, den man übrigens auch wunderschön mit Kindern umsetzen kann. Oder indem man sich als Erwachsene gegenseitig Märchen vorliest oder sich ein Märchen anhört.

Ich wünsche dir eine geruhsame, ruhige und gute Raunachtszeit. Und wie gesagt: es geht ums Lauschen, nicht ums umsetzen. Dazu kommen wir dann erst im Januar.


Meine Zeremonie zur Wintersonnenwende

Meine Zeremonie zur Wintersonnenwende

Wenn ich gefragt werde, wie ich dieses Jahr Weihnachten feiere, dann antworte ich: gar nicht. Und das liegt nicht an Corona, sondern daran, dass ich Weihnachten nicht feiere. Denn so wie ich nicht auf die Ankunft des Herren warte, so glaube ich nicht an die Bräuche der katholischen Kirche.

Ich werde die Wintersonnenwende begehen und mit in der Nacht von 21. auf den 22. Zeit nehmen. Ich werde ein altes Stück Holz aus den Wald holen – das sollte man jetzt schon tun, damit es gut durchtrocknen kann – und ein Stück Immergrün, je nachdem welcher Baum es mir erlaubt einen Ast abzubrechen.

Zur Wintersonnenwende werde ich all die Energien, die mich in der letzten Zeit beschäftigt haben aufschreiben, ich werde mich ganz bewußt von dem alten verabschieden. Anders als zu Samhain ist dies kein Rückblick, der auf „gut“ oder „Nicht gut“ oder Dankbarkeit basiert. Ich lasse auch und insbesondere Themen und Energien meiner Ahnen gehen. Die Zeit zwischen Samhain (11. Neumond) und der Wintersonnenwende (21.12.) ist die Zeit der Ahnen und wunderbar dazu geeignet, sich bewußt nochmal mit den Themen und Traumata der Linie auseinander zu setzen. Und diese dann gehen zu lassen.

Moment der Empfängnis

Denn sobald der Sonnengott die Erdgöttin befruchtet, findet die Empfängnis statt. Wenn wir uns zurückbesinnen, wie das war, als wir entstanden, dann waren die Informationen schon in dem Ei und dem Samen angelegt, in dem Moment, wo die Empfängnis geschah. Dementsprechend verbringe ich diese Wochen vor der Wintersonnenwende bewußt mit meinen Ahnen. Denn neben den Traumata, können sich auch Weisheiten melden, welche ich dann in die Welt bringen kann. Wie bei allem gilt auch hier: du musst jetzt nicht bis zur Wintersonnenwende sämtliche deiner Ahnenthemen gelöst haben – es geht hier nicht um Perfektion oder Druck machen. Sondern es ist eine Einladung dorthin zu spüren, was nun gehen darf.

Und so verbrenne ich am Abend der Wintersonnenwende all die Dinge, Traumata, Erkenntnisse, Glaubenssätze & Co, die mir in den Wochen vorher begegnet sind – unabhängig davon, ob ich sie gelöst habe oder nur gespürt. Dazu habe ich eine Liste, die ich immer weiter fülle, über die Tage und Wochen hinweg. Zur Wintersonnenwende schreibe ich die Punkte meistens noch einmal ordentlich auf, um sie bewußt zu haben und bewußt nachspüren zu können, bevor ich sie dem Feuer übergebe.

Zwischen den Atemzügen

Nachdem das Alte ins Feuer gegeben ist – und es können auch persönliche Dinge sein, die dein eigen sind – lösche ich das Feuer. Ich sitze im Dunkeln. Ich ehre, wie meine Ahnen zuvor, die Dunkelheit. Ich sitze in der Stille und nehme diesen Moment einfach wahr. Ich lausche. Ich atme. Ich bin. Das kann mal einige Minuten dauern, mal einige Stunden.

Und dann, in dem Moment, wo die Erdgöttin den Sonnengott empfängt, wo der Lichtstrahl auf die Erde trifft, dann entzünde ich das Stück Holz aus dem Wald, welches mit dem Grün geschmückt ist. Denn aus dem Alten entsteht das Neue. Das Licht kehrt zurück, das Feuer wird entzündet- die Zeit der geweihten Nächte, der Raunächte beginnt. Um es praktikabel für jede Lebenslage zu machen: du kannst das Feuer (Kerze / Kamin) vorm Schlafen gehen löschen. Wenn du aufstehst, verweile noch etwas und dann entzündest du als erstes das Holz und damit das Feuer (Kerze/ Kamin).

Das Alte nährt das Neue

Die Asche des alten Holzes, welches verbrannt wurde, wurde gesammelt. damals waren es große Stümpfe, die das Feuer über die ganzen Raunächte nährten. Diese Asche war heilig. Sie wurde im Frühjahr auf die Felder gegeben. Das Alte nährt das Neue. Die Ahnen nähren uns. Aus dem Vergangenen erwächst die Zukunft. Du kannst die Asche ebenso sammeln und sie für ein besonderes Ritual aufbewahren. Ich sammele sie in einem kleinen Glas. Sie ist besonders kraftvoll durch die Intention, mit der das Feuer entzündet wurde. Und so nährt das Alte das Neue. Immer wieder….

Die Tage nach der Wintersonnenwende begehe ich für mich bewußt die Raunächte. Hier teile ich meine Praxis mit dir.

Warum es Zeit ist, deine Mutter zu entlassen

Warum es Zeit ist, deine Mutter zu entlassen

Ich verbringe gerade selber wieder aktuell viel Zeit mit meiner Mutter. Und was in dieser Zeit definitiv passiert ist, dass mir mal wieder viele Ding klarer werden und ich einigen Zusammenhänge neu betrachten kann. Es ist nicht immer einfach, doch es lohnt sich immer, denn diese Herausforderung ist auch durchaus eine Chance. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus möchte ich dich heute einladen, über die folgende Frage nachzudenken:

Was wäre, wenn du deine Mutter nicht als Mutter siehst, sondern anfängst sie als Frau zu sehen?“

Wenn du dich fragst, was das bedeutet soll, hier eine kleine Hilfe. In unser Gesellschaft wird noch immer oft so getan, dass wenn Frauen Mütter werden sie aufhören als Frauen zu existieren und nur noch als Mütter existieren. Ihnen wir quasi ihre ureigene Weiblichkeit abgesprochen und diese mit kultureller Mütterlichkeit ersetzt. Dabei ist jede Mutter in erster Linie Frau und nicht umgekehrt.

Diese besondere Rollenperspektive ist entstanden durch die Einführung der Nuklearfamilie im Patriarchat, die wir in der westlichen Welt als den gegebenen Standard ansehen. Allerdings ist diese nur entstanden, das Männer sicherstellen wollten, dass ihre Kinder auch wirklich von ihnen sind und dass ihre Frauen ihnen gefügig und hörig sind. Und so wurde aus der gruppendynamischen Sippe das Ideal von Mutter, Vater, Kind.

Von Vielen auf eine – übermenschliche Erwartungen

Solange wir in Sippen lebten, waren die Aufgaben und Erwartungen anders verteilt. Es war eben nicht nur eine Frau für die Kinder zuständig, sondern die Frauen teilten sich auf. Tanten wurde nicht durch Blutsverwandtschaft bestimmt, sondern durch soziale Verbundenheit. Sie übernahmen ebenso Verantwortung für die Kinder, denn diese stellten die Zukunft der Sippe dar. Wir hatten also nicht nur eine mütterliche Ansprechpartnerin, sondern viele. Neben den Tanten gab es noch Schwestern und Großmütter. Damals war es noch nicht so, dass man sagt du bist meine biologische Großmutter, kannst du meine Großmutter sein. Sondern all die Frauen die älter waren übernahmen die Aufgabe. Durch diese kollektive Erziehung verändert sich auf einmal die Familiendynamik. In den patriarchalen Strukturen wurden dann der ganze Fokus der feminin Energie auf die eine Mutter gelegt. Die Mütter mussten auf einmal Aufgaben erfüllen, die sie vorher gar nicht inne hatten.

Wenn wir unsere Mutter weiterhin nur als Mutter sehen, nehmen wir uns – vor allem wenn wir selber erwachsen werden – die Chance uns selber auch nochmal ganz unabhängig als Frau zu sehen und wahrzunehmen. Denn solange ich meine Mutter nur als Mutter sehe, sehe ich sie nicht als diejenige die sie wirklich ist. Ich sehe sie in einem Teil ihrer Rolle und ich hänge selber noch mit meinem inneren Kind an den Erwartungen fest, die ich an diese Mutter hatte. Ob diese vielleicht nie erfüllt wurden, ob sie berechtigt sind oder unberechtigt sind, darum geht es gar nicht. Es geht darum wirklich zu merken, dass du in der Vergangenheit festhängst, solange du deine Mutter nur über die Mutterrolle wahrnimmst. Ich bin jetzt erwachsen Ich bin schon lange erwachsen. Ich verdiene mein eigenes Geld. Ich habe meine eigene Unternehmung. Ich habe meine eigenen Pläne. Ich habe eine eigene Wohnung. Ich habe meine eigenen Routinen. Ich habe mein eigenen Freundeskreis. Ich tue ganz viele Sachen, von denen meine Mutter nichts weiß. Ich sehe mich als erwachsene unabhängige Frau. Doch wieso wir uns selber und das ganz vielen anderen Frauen genau das erlauben, nur unserer Mutter nicht?  

Erst wenn wir in der Lage sind unsere Mutter aus unseren unerfüllten Erwartungen und Wünschen zu entlassen, erst dann werden wir selber wirklich erwachsen. Und erst dann können wir in unser vollen Verantwortung und Kraft unser Leben leben und gestalten. Erst wenn ich meine Mutter aus ihrer Rolle als Mutter entlasse, übernehme ich voll und ganz Verantwortung für mich, mein Leben, für meinen emotionalen Zustand, für meinen spirituellen Zustand, für mein physischen Zustand. Und ich entlasse sie aus all den Dingen aus der Vergangenheit, die wir nicht mehr ändern können. Viele Mütter haben Sachen falsch gemacht. Doch sie haben ihr Bestes gegeben. Solange ich an der Vergangenheit hänge, bleibe ich in der Vergangenheit. Dies Energie bleibt immer wieder in der Vergangenheit und alte Emotionen werden immer wieder getriggert und ich komme nicht im Hier und Jetzt an.

Solange ich meine Mutter nicht entlasse, bleibe ich immer das kleine Mädchen und sie die verantwortliche Mutter. In dem Moment, wo ich das gehen lasse, in dem Moment, wo ich sie entlasse, in dem Moment können wir uns auf Augenhöhe begegnen. Und dann verändert sich die Welt. Auf einmal sind wir wirklich Teil einer Linie, auf einmal stehen wir als Frauen nebeneinander und miteinander

Dazu gibt es einen magischen Satz ein kraftvollen Mantra. Es lautet.

Wir Frauen

Wenn du deine Augen schließt und innerlich deine Mutter vor dir siehst, dann sage diesen Satz und spüre, wie du reagierst. Solange du noch Widerstand hast, hast du deine Mutter noch nicht entlassen. Ich selber hatte anfangs Widerstand meine Mutter in das Boot der Frauen zu holen. Und so habe ich es immer wieder wiederholt, bis ich in Frieden gekommen bin. Ich bin dran geblieben und habe all die versteckten Erwartungen und Wünsche angeschaut und Verantwortung übernommen. Und heute bin ich tief dankbar zu wissen, dass meine Mutter eine von „uns Frauen“ ist. Denn ich möchte sie da nicht mehr missen.

Warum Samhain mehr ist als nur eine Nacht

Warum Samhain mehr ist als nur eine Nacht

Am Wochenende war Halloween, Allerheiligen und heute ist Allerseelen. Und am Wochenende wurde von vielen Samhain gefeiert – passend mit dem Vollmond. Es ist die Einladung uns mit unseren Ahnen zu verbinden.

Und diese Einladung endet nicht mit letzten Wochenende. Denn ursprünglich was Samhain nicht eine einzige Nacht, sondern es gab über mehrere Tage Feierlichkeiten und Festlichkeiten. Und somit können wir die Zeit nutzen, um uns mit unseren Ahnen zu verbinden und die alten Geister aus zu vertreiben.

Diese Zeit im Jahreskreis ist die, in der wir mit unseren Ahnen in Kontakt gehen. Wobei es wichtig ist, dass wir uns daran erinnern, dass wir dies selbstverständlich jederzeit im Jahreskreis tun können. Die aktuelle Zeit ist der Moment, in dem wir es kollektiv tun.

In dieser Zeit gab es ursprünglich Feierlichkeiten, die sich über mehrere Tage und Wochen gezogen haben denn es ging eben nicht nur darum mit Kürbissen durch die Gegend zu laufen sondern es gab wirklich verschiedene Aspekte die sich in diesen Feierlichkeiten vereinten. Das Interessante ist, dass wenn man ein bisschen hinter die Geschichte blickt, dann sieht man im ganzen November verschiedenste Anlässe in den sich genau all das wiederfindet was früher einmal Samhain war.

Im Video spreche ich über die 3 Aspekte von Samhain, die oftmals mittlerweile überhaupt nicht mehr in Betracht gezogen werden. Und du findest heraus, was die Plejaden, St. Martin und der 11.11. mit Samhain zu tun haben.

Und hier findest du den Ahnen-Segen.

Wenn du auch tiefer in die alten Zyklen und die Geschichten hinter den Geschichten eintauchen willst, wenn du dich wieder mit deinen Wurzeln verbinden möchtest und damit kraftvoll voranschreiten: noch sind die Türen zu Becoming You geöffnet.

Juno & die feminine Kreativität

Die eigene Kreativität ist für viele von uns gar nicht so leicht zu erschließen. Oft ist es dabei die Herausforderung, dass wir in diesem patriarchalen Denken gefangen sind, dass wir denken, wir müssen etwas erschaffen was greifbar ist. Und in dem Moment, wo s greifbar wird direkt ins bewerten kommen. Da kommen dann so Gedanken wie: „Das Bild ist nicht gut genug.“ oder „Jemand anders kann das besser als ich.“ Doch: es ist schlussendlich total egal wie du kreativ bist.

Denn Kreativität ist am Ende des Tages im Kern diese feminine oder Schöpferinnen-Energie. Wenn ich ein Lied singe, dann ist es nicht greifbar und gleichzeitig bin ich kreativ. Denn ich kreiere etwas. Wenn ich tanze dann ist es nicht greifbar, also wenn der Tanz vorbei ist, ist all das was dort war verschwunden. Und gleichzeitig ist es totale Kreativität, wenn ich tanze. Wenn ich töpfere, dann ist das Kreativität unabhängig davon, ob am Ende etwas „brauchbares“ dabei herauskommt. Wenn ich da rein gehe, dass ich produktivitätsorientiert bin, dann bin ich wieder im patriarchalen leistungsorientierten Denken angekommen. Davon, wie etwas auszusehen hat oder sich manifestieren muss.

Fakt ist, dass Kreativität fließen darf. Und dabei geht es auch nicht darum, ob der Ton perfekt ist, oder ob der Tanzschritt perfekt ist, sondern es geht darum, dass wir uns im Ganzen hingeben.

Ich male, um zu malen. Ich singe, um zu singen und nicht, um den perfekten Song zu kreieren. Sondern um des Singens wegen.


Und somit ist dies die Einladung dies wieder durch dich fließen zu lassen. Wieder in Hingabe zu gehen und damit deine eigene Göttlichkeit und damit auch deine eigene Juno wiederzubeleben.